Zehn Tage Weltliteratur im Herzen Berlins
Wenn im September die Tage kürzer werden, verwandelt sich Berlin zehn Tage lang in die Welthauptstadt der Literatur. Das internationale literaturfestival berlin — kurz ilb — ist seit 2001 der Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus allen Kontinenten und für ein literaturbegeistertes Publikum, das hier neue Stimmen entdeckt und längst etablierte wiedertrifft.
Das Festivalzentrum liegt im Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße in Wilmersdorf. Doch das ilb spielt in der ganzen Stadt: im historischen Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, im legendären Buchhändlerkeller in Charlottenburg, im Literaturhaus Berlin in der Fasanenstraße und vereinzelt im Humboldt Forum. Bei der 26. Ausgabe 2026 sind über 200 Autor:innen aus mehr als 40 Ländern angekündigt — ein Querschnitt der zeitgenössischen Weltliteratur, der seinesgleichen sucht.
Berlin ist seit der Wende die deutschsprachige Literaturmetropole — Verlage, Stipendiatenhäuser, Buchhandlungen und ein außergewöhnlich neugieriges Publikum machen das ilb zu mehr als einem reinen Lesefestival. Im Bundesland Berlin verbindet sich osteuropäische, mediterrane, asiatische und afrikanische Literatur zu einer Polyphonie, die in keiner anderen deutschen Stadt so dicht erfahrbar ist. Träger ist die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik.
Wenn dich Bücher umtreiben — und du in einem Saal mit Tausenden Zuhörenden einer kongolesischen Lyrikerin oder einem chilenischen Romancier lauschen möchtest, ohne auf Übersetzung verzichten zu müssen (alle Veranstaltungen sind zweisprachig deutsch-original) — ist dieses Festival ein Pflichttermin. Auch wer einfach nur die Atmosphäre im Foyer des Hauses der Berliner Festspiele zwischen den Lesungen mag, kommt auf seine Kosten.
Zum 26. Mal versammelt das ilb die Weltliteratur in Berlin. Jeet Thayil übernimmt als Curator in Residence eine eigene Programmlinie, und der unter Hausarrest stehende algerisch-französische Schriftsteller Boualem Sansal ist Schirmherr — ein politisches Signal in einer politisch aufgeladenen Festival-Ausgabe. Über 200 Stimmen aus 40+ Ländern reisen für zehn Tage nach Berlin.
Das offizielle Programm wird im Sommer 2026 veröffentlicht; Vorab-Veranstaltungen laufen bereits seit Mai 2026 (u. a. „Read, Read, Read" am 13. Mai, „Satzwechsel" am 4. Mai, eine Lesung mit Kiran Desai am 12. Juni im Humboldt Forum).
Das vollständige Programm wird im Sommer 2026 veröffentlicht. Folgende Eckpfeiler sind bereits bestätigt:
Haus der Berliner Festspiele: U-Bahn U9 Spichernstraße (ca. 5 Min. Fußweg) oder U3/U9 Spichernstraße. Vom Hauptbahnhof mit der S5/S7 bis Charlottenburg, dann U7 bis Adenauerplatz. Babylon: U2 Rosa-Luxemburg-Platz.
Einzelveranstaltungen liegen typischerweise zwischen 8 und 15 Euro, ermäßigt günstiger. Schulklassen und Studierende erhalten Vergünstigungen. Festival-Pässe sind verfügbar. Viele Veranstaltungen werden zusätzlich live auf YouTube gestreamt.
Lesungen erfolgen in der Originalsprache, mit deutscher Übersetzung (gelesen von Schauspieler:innen) sowie deutsch-englischer Moderation. Kein Vorwissen erforderlich.
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Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24, 10719 Berlin