Wendisch-sorbischer Erntebrauch im Oberspreewald
Das Hahnrupfen – sorbisch „Kokot" – gehört zu den ältesten und bekanntesten wendisch-sorbischen Erntebräuchen in der Niederlausitz. In Burg (Spreewald) – sorbisch Bórkowy – wird der Brauch jährlich von der Domowina-Jugend Burg veranstaltet. Die Domowina ist der Bund der Sorben/Wenden, der die kulturelle Identität dieser ältesten autochthonen Minderheit Deutschlands pflegt.
2026 läuft das Hahnrupfen am Wochenende vom 25. und 26. Juli. Schauplatz ist die Waldschlößchenstraße auf Höhe des Nahkegrabens, am östlichen Rand von Burg. Die Festwiese wird zu einem traditionellen Reiterplatz mit beflaggtem Holzgerüst und Festbühne.
Im Zentrum des Festes steht das eigentliche Rupfen:
Symbolisch geht es um die Verabschiedung der Erntegeister des alten Jahres und das Begrüßen der neuen Aussaat-Periode.
Mit rund 4 000 Einwohnern ist Burg (Spreewald) – sorbisch Bórkowy – einer der zentralen Orte des sorbischen Spreewalds. Hier ist die wendisch-sorbische Tradition besonders lebendig: Trachten, Sprache, Erntebräuche werden vom Schmiedemuseum Burg, vom Spreewald-Therme-Ortsteil und vom Spreewaldhafen aus gepflegt. Burg gehört zum Landkreis Spree-Neiße und liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald.
Das 133. Hahnrupfen der Domowina-Jugend Burg findet am Wochenende vom 25. und 26. Juli 2026 an der Waldschlößchenstraße auf Höhe des Nahkegrabens in Burg (Spreewald) statt. Veranstalter ist die Domowina-Jugend Burg, die den wendisch-sorbischen Erntebrauch seit Generationen weiterträgt.
Im Mittelpunkt steht der traditionelle Reiterwettkampf: Junge Reiter*innen aus Burg und der Umgebung galoppieren unter einem festlich beflaggten Tor durch und versuchen, Kopf und Flügel eines geschmückten Hahns zu ergreifen. Die Sieger werden zu Erntekönigen erklärt und mit dem Eichenlaubkranz gekrönt; sie wählen anschließend ihre Erntekönigin. Rahmenprogramm: sorbische Trachten, Tanz, Polka, Festzelt mit traditioneller Hochzeitssuppe.
Eintritt zum Hahnrupfen kostenlos. Speisen und Getränke werden direkt am Festzelt und den Ständen bezahlt.
Auto: A15 (Berlin–Forst), Ausfahrt Vetschau, dann B115/L51 nach Burg. Parkmöglichkeiten am Spreewaldhafen oder am Festgelände.
Bahn: RB46 bis Burg (Spreewald), vom Bahnhof rund 15 Gehminuten zum Festgelände.
Eintritt zum Hahnrupfen kostenlos bzw. moderater Beitrag für das Festzelt. Speisen und Getränke werden direkt an den Ständen bezahlt.
Wer in Tracht oder Wendisch-sorbischer Kleidung erscheint, ist besonders willkommen – die Pflege der Tradition ist Teil des Festes.
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Waldschlößchenstraße am Nahkegraben, Burg (Spreewald)
Waldschlößchenstraße, 03096 Burg (Spreewald)