Internationales Institut und Festival für jiddische Musik, Sprache und Kultur — Jubiläumsausgabe «Yiddish Wo:men»
Mehr als zwei Wochen im Juli und August verwandelt sich Weimar in eine jiddische Stadt. Aus Polen, der Ukraine, Israel, den USA, Frankreich, Deutschland, Russland und vielen weiteren Ländern kommen Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Tänzer, Sprachstudierende und Wissenschaftler nach Thüringen, um die jiddische Sprache, ihre Musik (Klezmer und vieles mehr), ihre Lieder, ihre Tänze und ihre Geschichte zu lernen, zu spielen und zu bewahren. Yiddish Summer Weimar wurde 1999 vom amerikanischen Klezmer-Musiker und Pädagogen Alan Bern gegründet und ist heute weltweit das wichtigste Institut für lebendige jiddische Kultur.
Die Ausgabe 2026 widmet sich unter dem Motto «Yiddish Wo:men — Another Story of Modernity» den Frauen im jiddischen Kulturraum. Drei neue Projekte feiern Premiere, kuratiert von Gastkuratorin Dr. Diana Matut: «Togbukh — Rose Shoshana Kahan, A Yiddish Story of Shanghai», ein One-Woman-Musiktheater über die Schauspielerin Rose Shoshana Kahan, die in den 1940er Jahren in Shanghai jiddisches Theater spielte; «Her:Kol — Yiddish Women's Song Cultures», eine Konzertreihe mit zeitgenössischen Vertonungen von Lyrik jiddischer Dichterinnen; und «Yiddish Wo:men and the Story of the Book», eine Online-Ausstellung über die literarische Tätigkeit jüdischer Frauen.
Yiddish Summer ist nicht nur Festival, sondern auch eines der größten Workshopinstitute Europas. 2026 laufen die Sprachkurse (jiddisch lernen, von Anfänger bis Fortgeschrittene) vom 13. bis 26. Juli; die Instrumental- und Vokal-Workshops in zwei achttägigen Blöcken (11.–18. Juli und 21.–28. Juli); die Tanz- und Tanzmusik-Workshops vom 11. bis 15. August; das Immersionsprogramm «Yidish-Hoyz» (residentielles, ausschließlich auf Jiddisch sprechendes Camp) vom 31. Juli bis 10. August. Lehrkräfte sind die wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter der lebendigen jiddischen Kultur weltweit.
Den öffentlichen Höhepunkt bildet die Festival-Woche vom 1. bis 8. August: abendliche Konzerte (oft 19:00 oder 20:00 Uhr Beginn), Tages-Mini-Workshops für alle, spezielle Aufführungen der drei neuen 2026er Projekte, ein Late-Night-Kabarett und Lecture-Recitals. Spielstätten sind verschiedene Orte in der Weimarer Altstadt: das mon ami (Goetheplatz), die Eckermannhalle, die E-Werk-Anstalten, die Jakobskirche und der Park an der Ilm bei Sommerwetter. Im Jahr 2025 zog das Festival rund 12 000 Besucher in die Klassikerstadt.
Wer Yiddish Summer als Konzertbesucher erlebt, kombiniert das Festival mit der klassischen Weimarer Kultur: Goethe-Haus, Schiller-Haus, Anna Amalia Bibliothek, Bauhaus-Museum, Park an der Ilm. Diese Verbindung — Jiddisches in der Klassikerstadt, die zwischen 1937 und 1945 Konzentrationslager Buchenwald war — ist keine zufällige Adressierung. Yiddish Summer ist auch ein Akt der kulturellen Erinnerung und der Wiederherstellung jüdischer Präsenz im Bundesland Thüringen.
Yiddish Summer Weimar 2026 stellt unter dem Motto «Yiddish Wo:men — Another Story of Modernity» die Frauen im jiddischen Kulturraum in den Mittelpunkt: ihre Lieder, ihre Lyrik, ihre Bühnenpräsenz, ihre Forschung. Drei neue Projekte feiern Premiere — «Togbukh» (Musiktheater über Rose Shoshana Kahan), «Her:Kol» (Konzertreihe mit Vertonungen jiddischer Dichterinnen) und eine Online-Ausstellung zur literarischen Tätigkeit jüdischer Frauen. Kuratiert von Dr. Diana Matut, einer der wichtigsten Forscherinnen jiddischer Frauenliteratur.
Die Festival-Woche (1.–8. August) bietet jeden Abend Konzerte, daneben Tages-Mini-Workshops, Lecture-Recitals und ein Late-Night-Kabarett. Davor und danach Workshops: Sprache (13.–26. Juli), Instrumentalmusik und Vokal (11.–28. Juli in zwei Blöcken), Tanz und Tanzmusik (11.–15. August), Yidish-Hoyz Immersionsprogramm (31. Juli – 10. August).
Tagesgenaues Festivalprogramm und Künstlerlisten auf yiddishsummer.eu.
Einzelkonzerttickets der Festival-Woche zwischen 15 und 30 €. Ermäßigungen für Studierende und Festivalpassinhaber. Festival-Pass für alle Konzerte günstiger pro Konzert. Workshops: separate Anmeldung über die Festivalwebsite; Gebühren variieren je nach Block, Niveau und Dauer (typisch 250–1 200 € pro Workshop-Block). Unterkunft kann über das Festival vermittelt werden.
Festival-Woche: 1.–8. August 2026 (Konzerte jeden Abend). Workshops: 13.–26. Juli (Sprachkurse), 11.–28. Juli (Instrumental/Vokal in zwei Blöcken), 11.–15. August (Tanz), 31. Juli–10. August (Yidish-Hoyz Immersion).
Verschiedene Spielstätten in der Weimarer Innenstadt: mon ami (Goetheplatz), Eckermannhalle, E-Werk, Jakobskirche, Park an der Ilm, weitere. 99423 Weimar.
Mit der Bahn: ICE-Bahnhof Weimar (Frankfurt–Erfurt–Leipzig–Berlin), zu allen Spielstätten 10–20 Minuten Fußweg oder mit Stadtbus.
Einzelkonzerttickets der Festival-Woche zwischen 15 und 30 €. Festival-Pass für alle Konzerte günstiger. Workshops: separate Anmeldung über yiddishsummer.eu, Gebühren je nach Block und Niveau.
Konzerte: meist Jiddisch (mit Erklärungen auf Englisch oder Deutsch). Workshops: Englisch, Deutsch oder Jiddisch je nach Kurs. Festivalkommunikation: vor allem Englisch.
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Weimarer Altstadt (verschiedene Spielstätten)
Verschiedene Spielstätten in der Innenstadt, 99423 Weimar