Sechs Tage jiddische Musik, Klezmer und jüdische Kultur in Berlin
Shtetl Berlin ist ein Verein, der seit Jahren die jiddische Musik- und Kulturszene Berlins zusammenhält - mit den monatlichen Neuköllner Klezmer Sessions, Workshops, Tanzabenden und einem jährlichen Festival. Das Wort shtetl bezeichnete im osteuropäischen Judentum die kleine jüdische Marktstadt, in der jiddische Sprache, Klezmer-Musik und religiöse Tradition den Alltag prägten. In Berlin steht der Name heute für eine offene, vielsprachige Community, die diese Tradition lebendig hält und weiterentwickelt - mit Musikerinnen aus Deutschland, Polen, der Ukraine, den USA, Israel und Ungarn.
Die Ausgabe 2026 ist die bisher größte: sechs Tage durchgehendes Programm vom Dienstag, 9. Juni, bis Sonntag, 14. Juni 2026. Eröffnet wird am Dienstagabend im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, abgeschlossen mit der traditionellen Abschluss-Jam in der ufaFabrik im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Dazwischen verteilen sich Konzerte, Workshops, Vorträge, eine Shabbat-Party, ein Tanzabend, ein Klezmer-Brunch und ein Kinderprogramm über mehrere Berliner Spielstätten - darunter die Nikodemus Kulturkirche in Neukölln.
Höhepunkt 2026 ist das Konzert des ungarischen Ensembles Muzsikás mit ihrem Programm Maramaros - The Lost Jewish Music. Muzsikás hat seit den 1980er Jahren in den abgelegenen Karpaten-Dörfern Siebenbürgens und der Maramures (heute Rumänien/Ukraine) jüdische Klezmer-Repertoires rekonstruiert, die durch die Shoah und die anschließende Migration verloren schienen - eingespielt mit Gewährsleuten aus der rumänischen und ungarischen Roma-Tradition, die mit den letzten jüdischen Musikerinnen vor dem Krieg gespielt hatten. Ihr Konzert in Berlin ist ein historisches Ereignis.
Am Samstag und Sonntag laufen Workshops für jiddischen Gesang, Klezmer-Instrumentalspiel und Tanz - offen für alle Niveaus, von Einsteiger:innen bis zu Profis. Parallel dazu eine Vortragsreihe zur jüdischen Geschichte Berlins und Deutschlands sowie kuratierte Spotlights auf einzelne Gastkünstler:innen. Der traditionelle Klezmer-Brunch am Sonntagvormittag ist seit Jahren ein Berliner Insidertipp - entspannte Atmosphäre, Live-Musik, koschere und vegetarische Küche.
Die größte Festival-Ausgabe seit Bestehen: über die sechs Tage verteilen sich Konzerte (frühjiddisches Repertoire, Klezmer-Klassiker, freie Klezmer-Improvisationen, Yiddish-Poetry-Settings, eine Shabbat-Party), Workshops für Gesang, Instrumente und Tanz, Vortragsreihen zur jüdischen Geschichte Berlins sowie ein Familien- und Kinderprogramm. Festivalpass deckt alle Konzerte, Workshops, Vorträge und Veranstaltungen ab.
Das ausführliche Tag-für-Tag-Programm wird auf shtetlberlin.com/festival veröffentlicht. Wichtige bestätigte Programmpunkte:
Die Spielstätten liegen in mehreren Bezirken. Grüner Salon (Volksbühne): U2 Rosa-Luxemburg-Platz. Nikodemus Kulturkirche: U7/U8 Hermannplatz, dann 5 Min zu Fuß. ufaFabrik: U6 Ullsteinstraße. Detailliertes Spielstätten-Programm auf der Festival-Webseite.
Festivalpass für alle Konzerte, Workshops und Vorträge sowie Einzeltickets über shtetlberlin.com/tickets. Preise werden auf der Festival-Webseite veröffentlicht. Workshops separat buchbar.
Programm in Englisch und Deutsch (manche Workshops auch auf Jiddisch). Internationale Künstler:innen, gemischtes Publikum.
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Grüner Salon, Nikodemus Kulturkirche, ufaFabrik u.a.
Wechselnde Spielstätten in Mitte und Tempelhof-Schöneberg, 10555 Berlin