Adventszauber im barocken Schlosshof am Fuß des Taunus
Das Schloss Bad Homburg, ehemalige Residenz der Landgrafen von Hessen-Homburg und später Sommersitz der preußischen Kaiserfamilie, bildet die wohl spektakulärste Kulisse für einen Weihnachtsmarkt im Rhein-Main-Gebiet. Im Schlosshof und an den umliegenden Wegen entsteht in der Adventszeit ein historisches Marktdorf, das Bad Homburgs Ruf als „Weihnachtsstadt“ trägt. Der Markt ist Teil eines größeren Weihnachtsstadt-Konzepts (19.11.2026–10.01.2027), das die gesamte Innenstadt einbezieht.
Was den Romantischen Weihnachtsmarkt von anderen Märkten unterscheidet: Die Auswahl der Aussteller ist betont kuratiert. Über 70 Stände vereinen regionales Kunsthandwerk, traditionelle Manufakturen und kulinarische Anbieter aus dem Taunus und der Rhein-Main-Region. Glasbläser, Holzschnitzer, Töpfer und Schmuckdesigner präsentieren ihre Arbeiten neben Glühweinständen, Bratwurst-Buden, Reibekuchen, Crêpes und süßen Spezialitäten. Massenware sucht man hier vergeblich – die Veranstalter verstehen den Markt als Gegenprogramm zum austauschbaren Großstadt-Weihnachtsmarkt.
Für Kinder gibt es ein historisches Karussell sowie eine kleine echte Dampfeisenbahn, die ihre Runden am Fuß des Weißen Turms dreht – des markantesten Bauwerks des Schlosses, dessen Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert reichen. Walking-Live-Acts ziehen an Freitagen und Samstagen durch die Marktgassen und sorgen für musikalische Untermalung mit klassischen Weihnachtsliedern und akustischen Arrangements.
Anders als viele große deutsche Weihnachtsmärkte, die durchgehend mehrere Wochen geöffnet sind, beschränkt sich der Romantische Weihnachtsmarkt bewusst auf die vier Adventswochenenden. Diese Konzentration erhält den festlich-besinnlichen Charakter und beugt der reinen Marktroutine vor. Jedes Wochenende bekommt sein eigenes Programm aus Konzerten, Lesungen und Aufführungen im Schloss und in der angrenzenden Schlosskirche.
Bad Homburg vor der Höhe, gelegen am Südhang des Taunus mit Blick auf die Frankfurter Skyline, ist eine der traditionsreichsten Kurstädte Deutschlands. Im 19. Jahrhundert war die Stadt internationales Mondänbad mit eigenem Casino (das Casino-Spielbankgesellschaft ist bis heute Sponsor des Marktes) und Treffpunkt der europäischen Aristokratie. Diese mondäne Tradition spiegelt sich auch im Charakter des Schlossweihnachtsmarkts wider, der bewusst auf Qualität und Atmosphäre statt auf Masse setzt.
Der Markt ist Teil der größeren Weihnachtsstadt Bad Homburg (19.11.2026–10.01.2027), die ergänzend zum Schlossmarkt ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten, Theater, Kinderprogramm und Gottesdiensten in der ganzen Innenstadt anbietet. Bewerbungen für Aussteller wurden bis 4. Mai 2026 entgegengenommen.
Weitere Programmpunkte der gesamten Weihnachtsstadt Bad Homburg (19.11.2026–10.01.2027) auf weihnachtsstadt-bad-homburg.com.
Eintritt frei. Speisen und Getränke an den Ständen zu marktüblichen Preisen.
Mit der Bahn: S5 Frankfurt–Friedrichsdorf bis Bad Homburg Bahnhof, von dort 10 Minuten zu Fuß. Mit dem Auto: A661 Abfahrt Bad Homburg, Parkhäuser am Kurhaus oder Louisenstraße. Vom Frankfurter Hauptbahnhof in 25 Minuten erreichbar.
Freitags 15–21 Uhr, Samstags und Sonntags 12–21 Uhr. Vier Adventswochenenden: 27.–29.11.2026, 04.–06.12.2026, 11.–13.12.2026, 18.–20.12.2026.
Eintritt frei.
Kombination mit einem Spaziergang im benachbarten Kurpark (UNESCO-anerkannter historischer Garten). Wer die Anreise mit dem Hapimag-Wochenende verbinden möchte, findet in der Bad Homburger Altstadt zahlreiche Hotels in Schlossnähe.
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Schloss Bad Homburg
Schlosshof, Schlossplatz, 61348 Bad Homburg v.d.Höhe