Drei Tage zum Saisonende der „Spargelhauptstadt“
Wenige Städte in Deutschland identifizieren sich so stark mit einem landwirtschaftlichen Produkt wie Lampertheim mit dem Spargel. Die sandigen Böden der hessischen Bergstraße zwischen Rhein und Odenwald sind ideal für den Anbau des weißen Spargels, der von April bis 24. Juni („Spargelsilvester“) Saison hat. Lampertheim mit seinen rund 32.000 Einwohnern gilt als einer der bedeutendsten deutschen Anbau-Standorte und trägt nicht zu Unrecht den Beinamen „Spargelhauptstadt“ – eine Bezeichnung, die im Stadtmarketing und auf zahlreichen Schildern entlang der Stadtgrenze prominent geführt wird.
Das Lampertheimer Spargelfest wird seit den 1930er Jahren jährlich gefeiert. In dieser fast 100-jährigen Tradition hat sich das Fest von einem reinen Erntedankfest zu einer Mehrgenerationen-Veranstaltung entwickelt, die kulturelles Programm, Gastronomie und einen typischen kleinstädtischen Jahrmarkt verbindet. Termin ist stets das zweite Juniwochenende, kurz vor dem rituellen Ende der Spargelsaison.
Das gastronomische Programm der drei Festtage stellt naturgemäß den Spargel in den Mittelpunkt. Lokale Restaurants, Erzeuger und Vereine bieten Spargel in allen Variationen: klassisch mit zerlassener Butter und Schinken, in der hessischen Variante mit „Grüner Soße“, als Spargelsuppe, als Spargelpasta oder als gewagteres Crossover. Die Lampertheimer Spargelköniginnen und -prinzessinnen aus den vorangegangenen Jahren begleiten die Veranstaltung repräsentativ.
Höhepunkt für Genießer ist der Spargelmarkt am Sonntag in der Ernst-Ludwig-Straße. Direkt-Vermarkter aus Lampertheim und den umliegenden Anbaugemeinden Bürstadt, Biblis und Riedstadt bieten frisch gestochenen Spargel an, dazu regionale Spargel-Spezialitäten, Bauernbrote, Wein und Sekt der Hessischen Bergstraße. Wer den Markt besucht, geht selten mit leeren Händen nach Hause.
Parallel zum kulinarischen Programm laufen Live-Konzerte, Tanzdarbietungen, Aktionen für Kinder und ein klassischer Jahrmarkt mit Fahrgeschäften am Rand der Innenstadt. Die Schaustellergruppen sind teilweise dieselben wie bei der Lambada-Kerwe im September – eine Konstellation, die zeigt, wie eng Volksfest-Tradition in Lampertheim mit lokalen Familienbetrieben verwoben ist.
Wer das Spargelfest besucht, sollte wissen: Lampertheim hat eine eigene Spargelwanderung Ende April, die zu Saisonbeginn durch die Felder führt. Diese Auftakt-Veranstaltung gehört zur „Spargelfamilie“ und ist eine schöne Ergänzung zum Hauptfest im Juni.
Die Ausgabe 2026 folgt dem klassischen Lampertheimer Drei-Tage-Format. Wie seit den 1930er Jahren liegt der Termin am zweiten Juniwochenende, was dem rituellen „Spargelsilvester“ am 24. Juni vorausgeht.
Eintritt frei. Spargel und Gastronomie an den Ständen zu marktüblichen Preisen. Frischer Spargel beim Sonntagsmarkt direkt vom Erzeuger.
Mit der Bahn: Bahnhof Lampertheim an der Strecke Frankfurt–Mannheim/Worms, von dort 10 Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Mit dem Auto: A67 oder A6 bis Lampertheim, Parkmöglichkeiten am Stadtrand und in den Parkhäusern.
Eintritt frei. Bewirtung an den Ständen zu festüblichen Preisen, frischer Spargel direkt vom Erzeuger am Sonntagsmarkt.
Wer Spargel kaufen will: Sonntag in der Ernst-Ludwig-Straße. Wer das Stadtfest-Gefühl sucht: Samstagabend mit Bandprogramm und vollem Jahrmarkt. Für Familien: Sonntagnachmittag mit Spargelmarkt und Familienprogramm.
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