Große Lampertheimer Kerwe am zweiten September-Wochenende
Lampertheim in Südhessen, östlich des Rheins zwischen Bergstraße und Ried gelegen, trägt den selbstbewussten Beinamen „Spargelhauptstadt“. Im Frühsommer ist die Stadt eines der wichtigsten deutschen Anbauzentren für weißen Spargel. Im September aber wechselt die Stadt das Programm: Die Lambada-Kerwe ist das wichtigste Volksfest des Jahres und zieht Besucher aus dem gesamten südhessischen Raum sowie aus dem nahen Mannheim, der Pfalz und dem nordbadischen Raum an.
Anders als viele Volksfeste, die auf einem einzigen Platz konzentriert sind, breitet sich die Lambada-Kerwe als Festachse durch die Innenstadt aus. Vom Europaplatz mit dem Alten Rathaus verläuft das Festgeschehen entlang der Römerstraße bis zur markanten Domkirche St. Andreas. Auch die Kaiserstraße und die Bürstädter Straße werden teilweise bespielt. Diese städtebauliche Verteilung schafft eine Stadtfest-Atmosphäre, in der das gesamte Zentrum zur Feiermeile wird.
Die Kerwe wird traditionell am Samstag um 17 Uhr auf dem Europaplatz vor dem Alten Rathaus eröffnet. Die Eröffnungsrede hält Heinz „Clever“ Eichenauer – eine lokale Persönlichkeit, deren satirische Reden zum festen Programmpunkt geworden sind und das offizielle Geschehen mit hessischem Humor durchziehen. Anschließend erfolgt der Bieranstich und das Programm auf den Bühnen läuft an.
Das Herzstück der Lambada-Kerwe ist das Kerwedorf – eine Aufreihung von Buden, die von über 30 Lampertheimer Vereinen, Gastronomen und Wirten betrieben werden. Vom Tennisclub über die Feuerwehr bis zum Schützenverein und den Kirchengemeinden bringen sich nahezu alle Lampertheimer Gruppen ein. Damit ist die Kerwe zugleich Fundraising-Veranstaltung für das gesamte Vereinsleben der Stadt.
Eine Besonderheit ist der verkaufsoffene Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Die Innenstadthändler öffnen parallel zur Kerwe ihre Geschäfte, was zusätzlich Besucher anzieht und der Lambada-Kerwe einen kommerziellen Stadtfest-Charakter verleiht. Schausteller stellen ihre Fahrgeschäfte traditionell entlang der Kerwemeile auf, ergänzt durch Live-Musik auf mehreren Bühnen.
Im selben Septemberwochenende läuft parallel die Howwemer Kerb im Lampertheimer Stadtteil Hofheim – mit dem traditionellen Schubkarrenrennen. Wer die Lambada-Kerwe besucht, kann mit dem Bus oder zu Fuß zur Hofheimer Kerb hinüberwechseln und beide hessische Brauchtumsfeste an einem Wochenende erleben.
Die Ausgabe 2026 läuft im klassischen Drei-Tage-Format. Eröffnung am Samstag, Hauptprogramm Sa und So, Ausklang am Montagabend. Der verkaufsoffene Sonntag verbindet die Kerwe mit dem Innenstadt-Shopping.
Eintritt frei. Bewirtung durch Lampertheimer Vereine zu kerwen-üblichen Preisen.
Mit der Bahn: Bahnhof Lampertheim an der Strecke Frankfurt–Mannheim/Worms, von dort 10 Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Mit dem Auto: A67 oder A6 bis Lampertheim, Parkmöglichkeiten am Stadtrand und in den Parkhäusern.
Eintritt frei. Bewirtung durch über 30 Lampertheimer Vereine zu kerwen-üblichen Preisen.
Samstagabend ist die Stimmung am dichtesten. Wer es ruhiger mag: Sonntag tagsüber mit dem verkaufsoffenen Sonntag verbinden. Für Familien: Sonntagnachmittag.
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Innenstadt Lampertheim
Europaplatz, Römerstraße und Innenstadt, 68623 Lampertheim