Klassik, Kleinkunst und Literatur in 50 Dörfern und Fachwerkstädten
Der Kultursommer Nordhessen ist seit 1992 das große Sommerformat der Region zwischen Kassel, Bad Hersfeld, Marburg, Eschwege und Fritzlar. 2026 läuft die Saison vom 24. Mai bis 12. August und damit über mehr als zweieinhalb Monate. In dieser Zeit spielen rund 90 Veranstaltungen an über 35 Spielorten in sechs Landkreisen – ein Konzept, das den Kultursommer von klassischen Festival-Formaten unterscheidet: Statt eines konzentrierten Spielorts entsteht ein lockeres Netz aus Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen in idyllischen Dörfern, charmanten Fachwerkstädten und romantischen Buchenwäldern.
Die Ausgabe 2026 ist programmatisch ein Übergang: Nach 27 Jahren übergibt Maren Matthes die Intendanz an Insa Pijanka, die zum 1. März 2026 das Festival übernommen hat. Pijanka kommt aus dem klassischen Konzertbetrieb – 16 Jahre Orchesterdirektorin am Staatstheater Kassel, davor Geschäftsführung der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Ihre erste Programmgestaltung trägt eine deutliche klassische Handschrift, ohne den literarischen Pfeiler des Festivals zu schwächen.
Klassische Eröffnung wie immer: „Aufgespielt!" am Pfingstsonntag, 24. Mai, im Schlosspark Wilhelmsthal in Calden – ein Kleinkunstfest vor der zauberhaften Rokoko-Kulisse des kurhessischen Lustschlosses. Einen Tag später, am Pfingstmontag, läuft am gleichen Ort der Prinzessinnentag für Familien und Kinder. Wilhelmsthal funktioniert als programmatisches Eingangsportal: barocke Anlage, Park, Kleinkunst, Massenpublikum – die DNA des Kultursommers in einem Wochenende.
Der Kultursommer 2026 inszeniert klassische Musik konsequent in ungewohnten Räumen: Wald- und Klappstuhlkonzerte, Sonnenaufgangs-Veranstaltungen, Konzerte in romantischen Klostergärten und Fachwerk-Innenhöfen. Im Programm stehen Auftritte des Regensburger Domspatzen (12. Juli), des finnischen A-cappella-Ensembles Rajaton (23. Juli) und ein Crossover-Konzert mit der Cellistin Raphaela Gromes und der Moderatorin Judith Rakers (10. Juni).
Neben der Musik bleibt die Literatur ein zentrales Element. Lesungen mit prominenten Schauspielern – darunter Marisa Burger, Jörg Schüttauf und Claudia Michelsen – verteilen sich über die Saison. Hinzu kommen Musikshows wie ein Tribut an Udo Jürgens in Fritzlar, das im Sommer als programmatisches Zentrum des Schwalm-Eder-Kreises fungiert.
Den Saisonabschluss bildet die Sommerakademie der Wiener Philharmoniker in Kassel – eine traditionsreiche Kooperation, bei der Mitglieder eines der renommiertesten Orchester der Welt Meisterkurse halten und Abschlusskonzerte spielen. Es ist der klassische Höhepunkt, mit dem der Kultursommer Jahr für Jahr in den Spätsommer entlässt.
Veranstaltungsort ist nicht eine Stadt, sondern eine Landschaft: die Grimm Heimat NordHessen mit ihren Mittelgebirgen, Fachwerkstädten und Märchenwegen. Das Festival bespielt Orte wie das Heilhaus in Kassel, die Orangerie in der Karlsaue, die Klosterruine Heydau, das Schloss Eichhof in Bad Hersfeld – und Dutzende kleinere Spielstätten, die nur durch das Festival auf die Kulturlandkarte kommen. Mit jährlich 18.000 bis 20.000 Besucherinnen und Besuchern und einem Budget von rund 1,1 Mio. € ist der Kultursommer eines der größten Festival-Netzwerke Hessens.
Die Ausgabe 2026 markiert den Generationswechsel im Festival: Intendantin Insa Pijanka übernimmt nach 27 Jahren Maren Matthes. Programmatisch behält der Kultursommer seine doppelte Säulenstruktur aus Klassik und Literatur, setzt aber neue Akzente bei Crossover-Formaten und A-cappella-Ensembles. Auftakt-Wochenende im Schlosspark Wilhelmsthal, Saisonfinale mit den Wiener Philharmonikern.
Das vollständige Programmheft mit allen Daten, Orten und Tickets ist auf kultursommer-nordhessen.de/programm verfügbar.
Tickets je Veranstaltung ab 7 €. KultursommerCard 2026 als Saisonpass verfügbar. Vorverkauf über Reservix, adticket.de und die Tourist-Infos der Region.
Die Veranstaltungsorte sind über die gesamte Grimm Heimat NordHessen verteilt. Wichtige Anker: Kassel (ICE-Halt Wilhelmshöhe), Bad Hersfeld, Fritzlar, Marburg. Empfohlen: Auto, zu vielen Spielorten existiert kein ÖPNV-Anschluss am Abend.
Karten je Veranstaltung. KultursommerCard 2026 als Saisonpass verfügbar. Vorverkauf über Reservix, adticket.de und die Tourist-Infos der Region. Tickets ab 7 €, viele Konzerte zwischen 15 und 35 €.
Wer Klassik im Wald sucht: Klappstuhlkonzerte (separater Flyer auf der Festival-Website). Wer Familie ist: Prinzessinnentag am Pfingstmontag. Wer den Saisonfinale-Glanz will: Wiener Philharmoniker im August in Kassel.
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Parkstraße 20, 34117 Kassel