Pride-Demonstration und Kulturfest der queeren Community in Nordhessen
Der Christopher Street Day (CSD) Kassel ist die größte und sichtbarste Veranstaltung der queeren Community in Nordhessen. Als politische Demonstration wie auch als Kulturfest mobilisiert er jedes Jahr tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kassel, dem Werra-Meißner-Kreis, Schwalm-Eder, Göttingen und dem nördlichen Hessen. Anders als kommerzialisierte Großstadt-Prides bewahrt der CSD Kassel klar seinen demonstrativen Charakter — Sichtbarkeit für LGBTQIA+-Rechte und gegen Diskriminierung.
Das räumliche Konzept ist seit Jahren stabil: Die Auftaktkundgebung findet auf dem Friedrichsplatz vor dem Fridericianum statt — einem Platz, der durch die documenta weltweit bekannt ist und symbolisch für offene, plurale Stadtkultur steht. Von dort startet der bunte Demonstrationszug durch die Innenstadt mit Reden, Sprechchören und Musik. Endpunkt ist die Färberei am Universitätsplatz, wo Bühnenprogramm, Infostände und Partys den Tag beschließen.
Hinter der Organisation steht das Queere Zentrum Kassel, ein gemeinnütziger Verein, der ganzjährig Anlaufstelle für die LGBTQIA+-Community ist. Das Zentrum versteht sich ausdrücklich als niedrigschwellige und diskriminierungsfreie Anlaufstelle für Neuzuzügler*innen, Menschen im Coming-out und mehrfach marginalisierte Gruppen. Die Planungsversammlungen für den jährlichen CSD laufen das ganze Jahr über im Studihaus (Universitätsplatz 10).
Das Programm folgt einem bewährten Muster: Mittag Kundgebung, Nachmittag Demo-Zug, Spätnachmittag bis Abend Stage-Programm mit Drag-Shows, DJ-Sets und Live-Acts, dann Aftershow-Party ab 20 Uhr (ab 18 Jahren). Mottos in vergangenen Jahren: 2025 "Queer joy is an act of rebellion – Queere Freude ist ein Akt des Widerstands".
Christopher Street Days erinnern weltweit an den Stonewall-Aufstand am 28. Juni 1969 in der Christopher Street in New York. In Deutschland wurden die ersten CSDs 1979 organisiert, knapp ein Jahrzehnt nach Stonewall. Der Begriff "CSD" ist primär in Deutschland und der Schweiz gebräuchlich (anderswo: Pride). Kassel reiht sich in eine dichte hessische CSD-Saison ein, mit benachbarten Veranstaltungen in Fritzlar (6.6.), Witzenhausen (30.5.) und Eschwege (15.8.).
Die Ausgabe 2026 wird vom Queeren Zentrum Kassel und ehrenamtlichen Helfer*innen organisiert. Das Motto und das genaue Tagesprogramm werden über csdkassel.wordpress.com und Instagram @csdkassel kommuniziert. Planungsversammlungen finden im Studihaus statt.
Demo und Open-Air kostenfrei. Aftershow-Party ggf. mit moderatem Eintritt.
Samstag 13. Juni 2026.
Demo und Open-Air-Programm eintrittsfrei. Abendparty in der Färberei ab 18 Jahren, ggf. Eintrittsgebühr.
Mit der Bahn: Hauptbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe (ICE) und Kassel Hauptbahnhof (Regio), mit Tram 1/3/4 in die Innenstadt zum Friedrichsplatz. Mit dem Auto: Innenstadt-Parkhäuser (Friedrichsplatz, Königsplatz). Demo-Strecke ist während des Zugs Vollsperrung — ÖPNV ausdrücklich empfohlen.
Queeres Zentrum Kassel, Web csdkassel.wordpress.com, Instagram @csdkassel.
Noch keine Fotos. Teile deine!
Max. 5 Fotos, 5 MB pro Foto (JPG, PNG, WebP)
Hilf uns, diesen Eintrag aktuell zu halten. Jeder Vorschlag wird von unserem Team vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Bewertung — sei der oder die Erste!
Noch keine Kommentare. Sei der oder die Erste!
Teile deine Erfahrung mit der Community.
Reserva tu tren o autobús para llegar a CSD Kassel al mejor precio.
Gesponserter Link
Friedrichsplatz → Innenstadt → Färberei (Universitätsplatz)
Friedrichsplatz / Färberei Universitätsplatz 10, 34117 Kassel