Jubiläumsfest im sorbisch-wendischen Storchen- und Museumsdorf
Dissen ist eines der ältesten sorbisch-wendischen Dörfer im Spree-Neiße-Kreis und gilt als Modellort der wendischen Kultur in der Niederlausitz. 2026 begeht das Storchen- und Museumsdorf sein 575-jähriges Jubiläum – und verbindet es mit der 30. Auflage seines Heimat- und Trachtenfestes. Vom 23. bis 25. August wird das gesamte Dorf zur Festbühne.
Am Freitag, 23. August, eröffnet Landtagspräsidentin Dr. Ulrike Liedtke das Fest. Das Orchester Lausitzer Braunkohle begleitet den Festakt musikalisch. Anschließend öffnen die Höfe für Besucher und das Markttreiben startet.
Der Samstag steht ganz im Zeichen der Landwirtschaft „wie zu Großmutters Zeiten“. Auf den Höfen werden Kartoffeln mit der Hacke geerntet, Getreide mit Flegeln gedroschen, Kartoffelpuffer gebacken. Bauernhöfe öffnen für Besucher: Alpaka-Höfe, eine US-Car-Sammlung, ein Fledermausschutzprojekt, sorbische Stickerei, Fischer- und Jagdvorführungen. Auf Haupt- und Naturbühne läuft ein bunt gemischtes Bühnenprogramm. Im Pfarrhof gibt es Familienspiele und Bastelaktionen.
Der Höhepunkt am Sonntag: um 14 Uhr setzt sich der große Festumzug in Bewegung. Geschmückte Wagen, Trachtengruppen, Reiter und Festwagen ziehen durch das Dorf. Im Anschluss findet das traditionelle Hahnrupfen der Dissener Jugend statt – ein lausitzischer Volksbrauch, bei dem ein toter Hahn als Symbol an einem Pfahl gerupft wird. Die Naturbühne präsentiert sorbisch-wendische Kultur: die Tanzgruppe Drjewjanki, das Ensemble Serbka reja, der Dichter Pittkunings und der Chor Pśezpolni.
Das Heimat- und Trachtenfest Dissen ist mehr als ein Volksfest. Es ist eine Selbstvergewisserung des sorbisch-wendischen Erbes in der Niederlausitz, einer Region im Süden Brandenburgs, in der zwei Sprachen, zwei Kulturen und zwei Geschichten nebeneinander leben. Die Trachten der Spreewald-Sorben sind eines der lebendigsten Symbole dieser Identität. In Dissen werden sie nicht zur Schau gestellt, sondern getragen – von Großmüttern, Müttern und Töchtern.
Wie in vielen ländlichen Bundeslandfesten Brandenburgs ist der Eintritt frei. Das Fest lebt von Spenden, regionaler Gastronomie an den Höfen und der Beteiligung der Dorfbewohner. Ein Termin für alle, die das Bundesland Brandenburg jenseits der touristischen Routen kennenlernen wollen.
Das 30. Heimat- und Trachtenfest 2026 ist gleichzeitig die Jubiläumsfeier des 575-jährigen Bestehens von Dissen. Drei Tage lang verwandelt sich das wendische Dorf im Spree-Neiße-Kreis in eine Festbühne mit Höfen, Marktständen, zwei Bühnen und einem dichten Programm aus Trachten, Tanz, Landtechnik und Musik.
Höhepunkte: die Eröffnung durch Dr. Ulrike Liedtke (Landtagspräsidentin Brandenburg) am Freitagabend, der Bauern- und Erntetag am Samstag und der Festumzug am Sonntag um 14 Uhr, gefolgt vom Hahnrupfen der Dissener Jugend – einem lausitzischen Brauch, der die Identität der Region prägt.
575 Jahre Dissen, 30 Jahre Trachtenfest, Festumzug, Hahnrupfen, sorbisch-wendische Kultur, Eröffnung durch Landtagspräsidentin Liedtke.
Freier Eintritt. Speisen und Getränke an den Höfen kostenpflichtig.
RB46 ab Cottbus über Burg (Spreewald) bis Bahnhof Dissen. Mit dem Auto über die A15 (Ausfahrt Vetschau) oder die B97. Parkplätze am Dorfrand.
Freier Eintritt. Speisen und Getränke an den Höfen kostenpflichtig.
Komme in sorbisch-wendischer Tracht oder einem dunklen, schlichten Kleid – du wirst in die Tanzkreise eingeladen werden.
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Storchen- und Museumsdorf Dissen
Dorfstraße, 03096 Dissen-Striesow