Frankfurts „Nationalfeiertag“ – fünftägiges Volksfest im Stadtwald über Pfingsten
Der Frankfurter Wäldchestag ist eines der ungewöhnlichsten Volksfeste Deutschlands – nicht weil seine Fahrgeschäfte ungewöhnlich wären, sondern weil er mitten im Wald stattfindet. Über die Pfingsttage verwandelt sich der Frankfurter Stadtwald rund um das Oberforsthaus in ein fünftägiges Volksfest-Areal, das Oberbürgermeister Mike Josef mit der lokal-tradierten Formel als „Frankfurter Nationalfeiertag“ bezeichnet.
Die genaue Geschichte des Wäldchestags ist nicht eindeutig dokumentiert. Manche Quellen führen ihn auf Pfingst-Zugumzüge der Handwerksgilden zurück, andere auf einen historischen arbeitsfreien Pfingstdienstag, der den Frankfurter Beschäftigten zustand. Sicher ist: Der Wäldchestag wird seit Jahrhunderten gefeiert, immer im Stadtwald, immer über die Pfingsttage – als Form gemeinschaftlichen Feierns in der Natur, das in der heutigen Mietshaus-Großstadt Frankfurt fast überraschend wirkt.
Das Fahrgeschäft-Arsenal 2026 umfasst:
Die diesjährige Programm-Neuheit ist die Weinverkostung im Riesenrad am Sonntag, 24. Mai. Während der Fahrt verkosten die Gäste Weine aus dem Frankfurter Stadt-Weinberg (Frankfurt besitzt seit dem Mittelalter eigene Weinberge an den Lohrberg-Hängen), mit Blick über den Stadtwald und die Skyline. Eine ungewöhnliche Verbindung von Volksfest und Önologie.
Ebenfalls neu: geführte Behind-the-Scenes-Touren am 23., 24. und 25. Mai um 12 und 14 Uhr. Schausteller, Stadt-Verantwortliche und Wäldchestag-Insider zeigen, wie ein Volksfest funktioniert – vom Aufbau über Logistik bis zum nachhaltigen Müll-Management im Wald.
Seit 23 Jahren prangt eine Biene namens Waldtraut auf den Plakaten – das Wäldchestag-Maskottchen. Inzwischen läuft sie als Kostümfigur über das Festgelände und hat sogar ein eigenes Waldmeister-Likör. Solche kleinen Details unterscheiden den Wäldchestag von anderen Volksfesten: Lokal verwurzelt, mit Identität, kein austauschbares Massenfest.
Der Wäldchestag ist nur eingeschränkt mit dem Auto erreichbar – das Areal mitten im Stadtwald hat begrenzte Parkmöglichkeiten. Die Stadt bahnt deshalb mit zusätzlichen Fahrten und längeren Zügen auf der Tram-Linie 21 (Hauptbahnhof–Oberforsthaus) bis weit nach Mitternacht. Buslinien 61 und 80 sind verstärkt. Eine Tram-Fahrt durch den nächtlichen Stadtwald zum erleuchteten Riesenrad gehört für viele Frankfurter zur Wäldchestag-Erfahrung dazu.
Fünftägiges Pfingst-Volksfest mitten im Frankfurter Stadtwald. Eintritt frei. Veranstalter: Stadt Frankfurt am Main.
Eintritt frei. Fahrgeschäfte und Bewirtung kostenpflichtig. Pfandbecher 2 €. Weinverkostung im Riesenrad mit Aufpreis.
Mit der Tram: Linie 21 (Hauptbahnhof–Oberforsthaus) direkt zum Festgelände, verstärkter Takt bis nach Mitternacht. Mit dem Bus: Linien 61, 78 und 80. Mit der S-Bahn: S7, S8 oder S9 bis Stadion, dann Buslinie 61. Mit dem Fahrrad: Radstellplätze 2 € (Erwachsene). Mit dem Auto stark abgeraten – begrenzte Parkflächen.
Freitag 22.05. 17:00–01:00 Uhr (Eröffnung 19 Uhr), Samstag und Sonntag 12:00–01:00 Uhr, Montag und Dienstag 12:00–24:00 Uhr.
Eintritt frei. Fahrgeschäfte und Bewirtung kostenpflichtig. Pfandbecher 2 €.
Wer nicht in Massen will: Montagnachmittag oder Dienstagvormittag. Für die Atmosphäre: Pfingstsonntagabend mit Tram-Anreise. Neuheit 2026: Weinverkostung im Riesenrad am 24. Mai. Achten auf die Reinigung – die Stadt bittet, Zigarettenkippen unbedingt korrekt zu entsorgen, um den Stadtwald zu schützen.
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Frankfurter Stadtwald (Oberforsthaus / Sachsenhäuser Wald)
Frankfurter Stadtwald, Oberforsthaus, 60598 Frankfurt am Main