Frankfurts 'Nationalfeiertag' im Stadtwald – Volksfest am Dienstag nach Pfingsten
Wenn Frankfurt einen „Nationalfeiertag“ hätte – es wäre der Wäldchestag. Traditionell der Dienstag nach Pfingsten, an dem die Stadtbewohner früher arbeitsfrei bekamen, um in den Stadtwald zum Festplatz am Oberforsthaus zu pilgern. Auch wenn heute kaum noch ein Arbeitgeber den Tag frei gibt, lebt die Tradition: Der Wäldchestag bleibt eines der eigentümlichsten Frankfurter Stadtfeste – ein Volksfest mitten im Wald, tief in der lokalen Identität verankert.
2026 läuft der Wäldchestag von Freitag, 22. Mai, bis Dienstag, 26. Mai. Der Festplatz am Oberforsthaus liegt im südlichen Frankfurter Stadtwald (Sachsenhausen), eingerahmt von hohen Eichen und Buchen – eine ungewöhnliche Festkulisse zwischen Bäumen statt zwischen Hochhäusern.
Das Programm umfasst 2026 13 große Fahrgeschäfte, darunter ein Riesenrad mit 45 Metern Höhe, das die Baumwipfel überragt und einen einzigartigen Blick auf den Stadtwald bietet. Hinzu kommen Karussells für Kinder, ein Auto-Scooter, klassische Rummel-Spiele, Süßwarenstände und Frankfurter Imbiss-Klassiker.
Eine Besonderheit der 2026er Edition: Am Sonntag, 24. Mai, gibt's eine Weinverkostung im Riesenrad – Weine vom städtischen Weingut Frankfurt. Die Stadt besitzt seit Jahrhunderten eigene Weinberge (im Lohrberger Hang im Frankfurter Osten), die nur wenige Frankfurter kennen. Bei der Riesenrad-Verkostung kommt diese Tradition zu neuer Aufmerksamkeit.
Eine Eigenheit des Wäldchestags: Die Tramlinie 21 verbindet den Hauptbahnhof Frankfurt direkt mit dem Festplatz am Oberforsthaus. Diese Linie wird jedes Jahr verstärkt – Wäldchestag ohne ÖPNV-Anreise ist praktisch unmöglich, das nahe Wald-Areal hat kaum Parkmöglichkeiten.
Die Wurzeln des Wäldchestags reichen Jahrhunderte zurück. Der Tag entstand im 18. Jahrhundert aus dem brauchtumsmäßigen Frühjahrs-Vergnügen der Frankfurter im damals stadtnahen Wald. Die Bezeichnung „Wäldchen“ ist Frankfurterisch für „kleiner Wald“. Inzwischen ist die Frankfurter Stadtfläche stark gewachsen, der Stadtwald aber bleibt mit über 4.800 Hektar eines der größten zusammenhängenden Stadtwald-Areale Deutschlands – Wäldchestag eingeschlossen.
Anreise nur per Tram 21 (Hauptbahnhof Frankfurt direkt zum Festplatz). Mit dem Auto ungeeignet – keine Parkplätze im Stadtwald.
Eintritt frei. Bezahlung an den Fahrgeschäften. Weinverkostung im Riesenrad ggf. mit Voranmeldung.
Tram 21 vom Hauptbahnhof oder Innenstadt direkt zum Oberforsthaus. Mit dem Auto ungeeignet (kaum Parkplätze, Stadtwald-Schutzzone).
Freitag: 17:00–01:00 Uhr. Samstag/Sonntag: 12:00–01:00 Uhr. Montag/Dienstag: 12:00–24:00 Uhr.
Eintritt frei. Bezahlung an den Fahrgeschäften.
Wäldchestag-Dienstag (26.5.) ist der traditionelle Höhepunkt. Wer Wein am Riesenrad probieren möchte: Sonntag, 24.5. Tram 21 ab Hauptbahnhof in alle Richtungen verstärkt.
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Festplatz am Oberforsthaus im Stadtwald
Oberforsthaus, Stadtwald, 60599 Frankfurt am Main