Vier Wochen queerer Weihnachtsmarkt am Nollendorfplatz
Der Nollendorfplatz ist seit den 1920er-Jahren das Herzstück des schwulen Berlin. Christopher Isherwoods „Goodbye to Berlin" und das Musical „Cabaret" spielten hier; bis heute sind die Motzstraße und die umliegenden Straßen mit ihren Bars, Cafés und Buchläden Mittelpunkt der queeren Berliner Szene. Mit der Christmas Avenue setzt die Community ihrem eigenen Kiez ein adventliches Denkmal: einen Weihnachtsmarkt, der explizit für LGBTQIA*-Menschen konzipiert ist — als Safe Space, als Begegnungsort und als sichtbare Antwort auf die heteronormative Dominanz klassischer Weihnachtsmärkte.
Schauplatz ist der Bereich unter der historischen U-Bahn-Hochbahn am Nollendorfplatz, die 1902 als zweite Berliner U-Bahn-Strecke eröffnet wurde. Das Stahltraggerüst und die markante grünliche Eisenkonstruktion bilden eine atmosphärische und ungewöhnliche Kulisse — und der überdachte Bereich schützt Markt und Besucher:innen vor Regen und Schnee.
Das tägliche Bühnenprogramm unterscheidet die Christmas Avenue maßgeblich von anderen Berliner Weihnachtsmärkten. Drag Queens und Drag Kings — viele davon prominente Berliner Performer:innen — übernehmen das Mikrofon. Live-Musik aus Pop, Schlager und Cabaret wechselt sich mit DJ-Sets ab. Spezielle Events wie Drag Bingo und Drag Karaoke ziehen ihre eigene Fangemeinde an, während das „Winter Wonderdate" als queeres Matchmaking-Format konzipiert ist.
Das Bar- und Foodangebot setzt auf Glühwein, heiße Cocktails und Punsch. Anders als bei vielen Berliner Märkten wird ausschließlich per Karte bezahlt — Bargeld wird nicht akzeptiert. Handgefertigte Produkte, queere Manufakturen und community-bezogene Stände prägen das kommerzielle Angebot. Wer eine private Feier plant, kann eine eigene „Party-Hütte" ab 355 € buchen — von Geburtstagen bis Firmenfeiern.
„A discrimination-free meeting point, a safe space for all" — so beschreibt der Veranstalter den Markt. Der Eintritt ist ab 16 Jahren, und das Sicherheitskonzept ist explizit queer-sensibel. Damit setzt die Christmas Avenue ein Statement: Auch in der Adventszeit hat queere Sichtbarkeit ihren Ort in Berlin. Der Markt ist Teil einer wachsenden Reihe von LGBTQIA*-Adventsformaten in deutschen Großstädten — Vorreiter, weil er im historischen schwulen Kiez direkt am Nollendorfplatz stattfindet.
Die Saison 2026 wird voraussichtlich Ende November starten und bis kurz vor Weihnachten laufen — basierend auf der Saison 2025 (24. November bis 23. Dezember). Der Veranstalter bestätigt die genauen Termine traditionell wenige Wochen vor Saisonbeginn auf der offiziellen Website.
Im Mittelpunkt steht das tägliche Bühnenprogramm mit Drag-Shows, Live-Musik und DJ-Sets, dazu thematische Abende und Events wie Drag Bingo, Drag Karaoke und „Winter Wonderdate". Die Christmas Avenue versteht sich als Safe Space — Sicherheitskonzept und Türpolitik sind queer-sensibel ausgelegt.
Das vollständige Programm 2026 wird im Herbst auf christmas-avenue.berlin veröffentlicht. Folgende Highlights sind aus 2025 bekannt und werden voraussichtlich wieder im Programm sein:
Eigene Party-Hütte für Geburtstage oder Firmenfeiern ab 355 € — Buchung über die Website.
U-Bahn U1, U2, U3, U4 bis Nollendorfplatz — der Markt liegt direkt an der Station, unter der Hochbahn. Bus M19, 106, 187 und Nachtbus N2.
Eintritt frei. Ausschließlich Kartenzahlung — Bargeld wird an den Buden nicht akzeptiert. Ab 16 Jahren.
Privat-Hütten für Geburtstage und Firmenfeiern ab 355 € — Buchungen über christmas-avenue.berlin.
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Nollendorfplatz (unter der Hochbahn)
Nollendorfplatz, 10777 Berlin