Jährliches Festival zu Bertolt Brechts Geburtstag im Literaturforum im Brecht-Haus und an Berliner Partnerinstitutionen
Das Brecht-Haus in der Chausseestraße 125 in Berlin-Mitte ist die letzte Wohnstätte von Bertolt Brecht und Helene Weigel. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Haus eine Gedenkstätte und das Literaturforum im Brecht-Haus, das ganzjährig Lesungen, Diskussionen und Workshops zu Brecht und zur Gegenwartsliteratur veranstaltet. Jedes Jahr im Februar – um den 10. Februar herum, Brechts Geburtstag (1898) – organisiert das Literaturforum die Brecht-Tage als jährliches Festival rund um einen wechselnden thematischen Schwerpunkt.
Das Motto der 2026er Brecht-Tage lautet 'Die Erde, die große Nährerin. Brechts grüne Revolution'. Im Fokus stehen Brechts wenig bekannte agrarische Texte – allen voran der Lehrgesang 'Die Erziehung der Hirse', das Stück 'Die Tage der Commune' und seine Beschäftigung mit sowjetischer Landwirtschaftsplanung. Im Gespräch sind diese Texte mit aktuellen ökosozialistischen Debatten: Wie können wir Landwirtschaft, Ernährung und Klima im 21. Jahrhundert neu denken? Gastredner:innen sind unter anderem die US-Ökosozialisten Troy Vettese und Drew Pendergrass (Autor:innen von 'Half-Earth Socialism').
Die Projektleitung der 2026er Brecht-Tage liegt bei Hans-Christian von Herrmann (TU Berlin) und Alexander Karschnia. Partnerorganisationen sind das Network for Natural Knowledge am Museum für Naturkunde Berlin, das Zeiss-Großplanetarium, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, das TU-Berlin-Institut für Literaturwissenschaft sowie das Künstlerkollektiv andcompany&Co. Veranstaltungen finden je nach Thema im Literaturforum, im Hörsaal des Museums für Naturkunde (Invalidenstraße 43), im Futurium (Alexanderufer 2) und im Zeiss-Großplanetarium (Prenzlauer Allee 80) statt.
Das Festival mischt Eröffnungsvorträge, Lesungen, Filmreihen, Performances und Workshops. Zur 2026er Ausgabe gehören eine dreiteilige sowjetische Filmreihe zur 'wissenschaftlich-technischen Revolution', ein Eröffnungsvortrag zu 'Die Erziehung der Hirse', Workshops zu Fermentation und Agrarliteratur, sowie eine theatrale Lesung mit andcompany&Co. Eintrittspreise variieren je Veranstaltung zwischen 6 und 10 €, einige Vorträge sind kostenfrei zugänglich.
Die 2026er Ausgabe der Brecht-Tage stellt Brechts Beschäftigung mit Landwirtschaft, Ernährung und Naturordnung in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist der Lehrgesang 'Die Erziehung der Hirse', den Brecht 1949/50 in Anlehnung an sowjetische Agrarpoesie verfasst hat. Von dort spannt das Festival einen Bogen zu aktuellen ökosozialistischen Debatten: Wie lässt sich Brechts dialektische Methode für eine grüne Politik im 21. Jahrhundert produktiv machen?
Die Wahl der Partnerorte ist programmatisch. Im Museum für Naturkunde stehen Naturwissenschaft und Brechts 'naive' Beobachtung im Dialog. Im Futurium geht es um Zukunftsentwürfe. Im Zeiss-Großplanetarium wird Brechts Lehrstücktradition mit dem ältesten Berliner Planetarium gepaart. Der Eröffnungsvortrag am 9. Februar im Brecht-Haus markiert den inhaltlichen Auftakt.
Vollständiges Programm und Tickets über lfbrecht.de/projekte/brecht-tage-2026.
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin (Bezirk Mitte). U-Bahn U6 Naturkundemuseum oder Oranienburger Tor, dann ca. 5 Minuten Fußweg.
Museum für Naturkunde Berlin (Invalidenstraße 43, 10115 Berlin) – U-Bahn U6 Naturkundemuseum. Futurium (Alexanderufer 2, 10117 Berlin) – S/U Hauptbahnhof. Zeiss-Großplanetarium (Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin) – Tram M2 / S-Bahn Prenzlauer Allee.
Eintritt 6–10 € pro Veranstaltung, freier Eintritt bei einigen Vorträgen. Tickets über lfbrecht.de und an den Abendkassen.
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Literaturforum im Brecht-Haus & Partnerorte (Museum für Naturkunde, Futurium, Zeiss-Großplanetarium)
Chausseestraße 125, 10115 Berlin