Eisenbahntheater im ozeanblauen Zug über das DDR-Stahlwerk Eisenhüttenkombinat Ost
HÜTTENWERK ist eines der außergewöhnlichsten Theaterprojekte Deutschlands. Die Künstlergruppe Das Letzte Kleinod aus Geestenseth (Niedersachsen) hat einen Zug mit Sechsachs-Flachwagen umgebaut: beladen mit Tonnen von Stahlbrammen, Trägern und Coils, dazu sechs ozeanblaue Waggons, die als Bühne und Zuschauerraum dienen. Der Zug reist 2026 durch ganz Deutschland und macht dort Halt, wo Stahlgeschichte gemacht wurde oder noch gemacht wird — Salzgitter, Brake, Eisenhüttenstadt, Magdeburg und am 2. bis 4. Juni 2026 in Ferropolis bei Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg.
Das Stück erzählt von der Arbeit und vom Leben im Eisenhüttenkombinat Ost (heute ArcelorMittal Eisenhüttenstadt) — dem prestigeträchtigsten Stahlwerk der DDR, das nach der Wende eine schwierige Transformation durchmachte. Im Zentrum stehen Menschen, die in der Stahlindustrie gearbeitet haben oder noch arbeiten — ihre Erzählungen bilden die Grundlage des dokumentarischen Theaters. Spielzeit: 19:00 Uhr, Spieldauer rund 100 Minuten.
Ferropolis ist selbst ein Industrie-Mahnmal: Auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Golpa-Nord stehen heute fünf riesige Bagger als Open-Air-Museum, darunter der weltweit größte. Die Stadt aus Eisen liegt am Gremminer See und ist zugleich Festivalort für splash!, MELT (bis 2022) und HIVE. Ferropolis und HÜTTENWERK ergänzen sich perfekt — beides Orte, die DDR-Industriegeschichte sichtbar machen.
Gräfenhainichen liegt im Landkreis Wittenberg, Bundesland Sachsen-Anhalt — eingebettet zwischen Lutherstadt Wittenberg im Osten und Dessau-Roßlau (Bauhaus) im Westen. Die Industriekultur des mitteldeutschen Reviers prägt die ganze Region. Wer HÜTTENWERK in Ferropolis besucht, sollte sich Zeit nehmen für die anderen Industriekultur-Stätten: Bitterfeld-Wolfen, Brikettfabrik Herrmannschacht, Stahlwerk Eisenhüttenstadt.
Ferropolis ist eine der wichtigen Stationen der Tour des Zugtheaters HÜTTENWERK 2026. Das Letzte Kleinod hat seinen Theaterzug eigens für diese Spielzeit umgebaut und macht im Frühjahr 2026 in Deutschland Halt.
Ort: Ferropolis, Gleisanschluss. Anfahrt zum Gelände über die Ferropolis-Zufahrt. Beförderung des Zuschauer-Publikums zwischen Wartebereich und Theaterzug ist Teil der Inszenierung.
Mit dem Auto über die A9 (Abfahrt Dessau-Ost oder Bitterfeld-Wolfen). Mit der Bahn bis Gräfenhainichen Hauptbahnhof, dann Shuttle oder Taxi nach Ferropolis (5 km).
Tickets pro Vorstellung ca. 30 €. Reservierung über das-letzte-kleinod.de oder Ferropolis-Tickets dringend empfohlen — die Vorstellungen sind oft ausverkauft.
2., 3. und 4. Juni 2026, jeweils 19:00 Uhr. Spieldauer ca. 100 Minuten.
Vorstellung im Waggon, also wettergeschützt. Auf dem Gelände bewegen sich die Zuschauer — wetterfeste Kleidung sinnvoll.
Tagsüber Besuch des Ferropolis-Geländes (Riesenbagger), Bauhaus Dessau, Wörlitzer Park.
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Ferropolis — Stadt aus Eisen
Ferropolisstraße 1, 06773 Gräfenhainichen