Lichterprozession und Festgottesdienst zum Hochfest Mariä Himmelfahrt am barocken Wallfahrtsort über dem Pleichachtal
Die Wallfahrtskirche Fährbrück thront einsam zwischen Feldern und Wiesen unweit der B 19, zwischen Würzburg und Werneck. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1164 zurück, als ein Ritter Ländereien an Benediktinermönche schenkte, die hier eine kleine Kapelle errichteten. Berühmt wurde der Ort durch den Gregoriusstein, einen Taufstein, dessen gesammeltem Regenwasser die Pilger heilende Kraft zuschrieben.
Nach Zerstörungen in Reformation und Dreißigjährigem Krieg entstand 1651 eine hölzerne Kapelle. Der Andrang war so groß — zeitweise 3.000 bis 4.000 Pilger täglich —, dass schon 1653 erweitert werden musste. Den heutigen Barockbau errichtete der Würzburger Baumeister Antonio Petrini zwischen 1685 und 1697.
Das Gnadenbild schuf der Bildhauer Johann Peter Wagner 1798: Es zeigt Maria als »Herzogin von Franken« mit Zepter, während das Jesuskind den Reichsapfel trägt. Über die Jahrhunderte betreuten verschiedene Orden den Wallfahrtsort — Benediktiner, Karmeliten, Redemptoristen und zuletzt von 1880 bis 2023 die Augustiner, die hier 143 Jahre lang wirkten.
Das Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August ist der Höhepunkt des Wallfahrtsjahres. Den Auftakt bildet am Vorabend, dem 14. August, die Lichterprozession: Mit brennenden Kerzen, Gesang und Gebet ziehen die Gläubigen in vier Stationen um die Kirche. Eine hölzerne Madonnenfigur, traditionell aus Volkach entliehen, wird von Mitgliedern des Katholischen Männervereins St. Hubertus getragen; Blaskapelle, Ministranten, die Hubertus-Bruderschaft und freiwillige Helfer gestalten den Zug mit.
Am Hochfest selbst feiert die Gemeinde den festlichen Gottesdienst, am Abend folgt eine Marienvesper — in den vergangenen Jahren im byzantinischen Ritus mit dem Ostkirchenchor der Catholica Unio Würzburg. Fährbrück bleibt damit ein lebendiger Pilgerort: Rund 25 Fußwallfahrten aus den Pfarreien des Bistums erreichen den Ort jedes Jahr.
Auch 2026 begeht der Wallfahrtsort Fährbrück sein Patrozinium am Hochfest Mariä Himmelfahrt. Nach bewährtem Ablauf eröffnet die Lichterprozession am Abend des 14. August die Feierlichkeiten: Mit Kerzen, Gesang und Gebet ziehen die Gläubigen in mehreren Stationen um die Kirche, begleitet von der Fährbrücker Blaskapelle, Ministranten und der Hubertus-Bruderschaft. Am 15. August folgen der festliche Pontifikalgottesdienst und am Abend die Marienvesper. Pilgerinnen und Pilger aus dem gesamten Bistum Würzburg werden erwartet. Die genauen Uhrzeiten gibt die Pfarreiengemeinschaft im Vorfeld bekannt.
Der genaue Zeitplan 2026 wird von der Pfarreiengemeinschaft Bergtheim-Fährbrück rechtzeitig veröffentlicht.
Die Wallfahrtskirche Fährbrück liegt im Gemeindegebiet von Hausen bei Würzburg (Landkreis Würzburg), abgelegen zwischen Feldern an der B 19 zwischen Würzburg und Werneck. Anfahrt mit dem Auto über die B 19; Parkmöglichkeiten am Wallfahrtsort. Viele Pilger kommen traditionell zu Fuß über die ausgeschilderten Wallfahrtswege aus dem Würzburger Umland.
Lichterprozession am Vorabend (14. August), Festgottesdienst und Marienvesper am Hochfest Mariä Himmelfahrt (15. August). Der Eintritt zu den Gottesdiensten ist frei.
Genaue Uhrzeiten und das Programm werden jährlich von der Pfarreiengemeinschaft Bergtheim-Fährbrück bekannt gegeben.
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Wallfahrtskirche Fährbrück