Berliner Ballroom-Festival zur Sichtbarkeit und Empowerment transgeschlechtlicher Menschen – Kiki Ball, Workshops und Afterparty im legendären SO36 Kreuzberg
Ballroom – ursprünglich entstanden in der queeren BIPoC-Subkultur New Yorks in den 1980er-Jahren – ist heute eine weltweite künstlerische und politische Bewegung. In Wettbewerbsformaten ('Balls') treten Performer:innen in Kategorien gegeneinander an: Vogue, Runway, Hands, Realness u.a. Die Häuser ('Houses') bilden gewählte Familien, die queere und trans Menschen auffangen, die in ihren Herkunftsfamilien Diskriminierung erfahren haben.
Veranstalter des Trans Pride Festivals ist das Berliner Grassroots-Kollektiv Workdatcxnt. Es bezeichnet sich selbst als Plattform für BIPoC-transmaskuline Stimmen in der Ballroom-Kultur und betreibt neben dem Festival monatliche Events, Workshops und einen Podcast. Das Kollektiv setzt sich gezielt für transmaskuline Sichtbarkeit innerhalb der Ballroom-Community ein, in der bisher eher trans-feminine Performer:innen prominent waren.
Das Festival verbindet zwei Komponenten: Erstens den Kiki Ball – einen Ballroom-Wettbewerb mit mehreren Kategorien (Runway, Vogue, Hands, Performance, Realness), bei dem Performer:innen um Geldpreise und Status konkurrieren. Zweitens kostenfreie Panel-Talks und Workshops, die Themen wie Ballroom-Geschichte, HIV-Prävention, Self-Care, queere Body-Autonomy diskutieren.
Hauptort ist das SO36 in der Oranienstraße 190 – einer der ältesten und einflussreichsten queeren Berliner Clubs, gegründet 1978. Mit seiner Geschichte als politisch wacher Subkulturraum (Punk, queere Szene, Hausbesetzer-Kultur) ist es der ideologisch und atmosphärisch passende Ort für ein Festival, das künstlerische Brillianz und politischen Anspruch verbindet.
Das Trans Pride Festival ist als jährliches Format etabliert. 2025 fand die Ausgabe am 23. August im SO36 statt; 2026 wird typischerweise wieder eine August-Edition erwartet, ein konkreter Termin war zum Zeitpunkt dieses Eintrags (Mai 2026) noch nicht öffentlich angekündigt. Das SO36-Programm war bis März 2027 ohne Trans-Pride-Eintrag einsehbar; das Workdatcxnt-Kollektiv plant das Format erfahrungsgemäss kurzfristiger als kommerzielle Festivals.
Inhaltlich folgt jede Edition dem gleichen Schema: Tagsüber kostenfreie Workshops und Panels zu Ballroom-Geschichte, HIV-Prävention, Self-Care und queer-trans-spezifischen Gesundheitsthemen. Abends ein Kiki Ball mit Wettbewerbskategorien (Runway für Anfänger und Transmaskuline, Realness, Performance, Vogue, Hands, Arms Control, Open-to-All Battles), anschließend eine Afterparty mit DJ-Sets.
Hinweis: Der genaue Termin 2026 wird vom Workdatcxnt-Kollektiv und dem SO36 bekanntgegeben (Stand Mai 2026: noch nicht öffentlich). Dieser Eintrag wird aktualisiert, sobald das Datum bestätigt ist.
SO36, Oranienstraße 190, 10999 Berlin (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg). U-Bahn U1/U3 Görlitzer Bahnhof ca. 5 Min. zu Fuß. Bus M29.
Tickets in den Vorjahren ausschließlich an der Abendkasse, Bargeld: 5 € für Teilnehmende, 10 € für allgemeines Publikum. 2026er-Modalitäten werden vom Kollektiv und SO36 zur Festivalterminierung veröffentlicht.
Workdatcxnt-Kollektiv. Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt (zwei aufeinanderfolgende Jahre).
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SO36
Oranienstraße 190, 10999 Berlin