Deutschlands größtes Karl-May-Festival — 33. Auflage im Lößnitzgrund unter dem Motto «Fest im Sattel»
Wenn an Pfingsten der Lößnitzgrund in Radebeul von Westernhüten, Lederfransen und dem Klappern von Pferdehufen erfüllt wird, beginnt eines der eigenwilligsten Festivals Deutschlands: die Karl-May-Festtage. Seit 1992 feiert das Karl-May-Museum in Radebeul mit Tausenden von Fans den sächsischen Schriftsteller Karl May (1842–1912) und sein literarisches Universum — Winnetou, Old Shatterhand, Old Surehand, Kara Ben Nemsi. Die Festtage sind weit mehr als ein Kostümtreffen: Sie sind eine ernsthafte, leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Lebenswerk des Erfolgsautors und mit der Kultur der nordamerikanischen Indigenen, denen May sein literarisches Denkmal setzte.
Die 33. Karl-May-Festtage 2026 stehen unter dem Motto «Fest im Sattel». Der Fokus liegt auf der Pferd-Reiter-Kultur: 150 Pferde ziehen durchs Festgelände, Reitershows mit Stunts und Akrobatik, ein historischer Western-Camp samt Sternreitercamp, Siedlertrecks, ein Saloon mit Live-Musik und Cancan, dazu Raubüberfälle auf den historischen Zug, gefilmt und live aufgeführt. Über das Festgelände verteilen sich Western-Bars, Lagerfeuer, Stoffhütten und Tipi-Camps.
Das Festival pflegt langjährige Kontakte zu indigenen Communities in Nordamerika. 2026 sind Gäste aus zwölf Nationen angekündigt — darunter erstmals der Apsáalookw-Rapper und Pow-Wow-Tänzer Supaman aus Montana. Supaman verbindet traditionelle Pow-Wow-Tanzkultur mit Hip-Hop und ist eine prominente Stimme der jungen indigenen Generation in den USA. Sein Auftritt 2026 ist ein Highlight für alle, die die Karl-May-Festtage nicht nur als nostalgisches Wild-West-Spektakel, sondern auch als kulturellen Dialog verstehen.
Das Programm umfasst acht Theaterstücke (Live-Inszenierungen aus dem Karl-May-Universum, Schauspiel mit Pferd und Action), über 20 Bands (Country, Western-Swing, Cowboy-Folk, Pow-Wow-Musik, Hip-Hop), fünf Filmvorführungen (historische Karl-May-Filme der 1960er, neuere Dokumentationen). Im Karl-May-Museum selbst gibt es Theateraufführungen von Roland Wichmann, der den Museumsgründer Patty Frank verkörpert, sowie Vorträge des wissenschaftlichen Leiters Robin Leipold und der Ethnologin Martin Schulz mit Schätzen aus dem Museumsdepot.
Mehr als 50 Sonderfahrten mit dem historischen Santa-Fé-Express der Lößnitzgrundbahn (eine Schmalspur-Dampflok in Western-Optik) bringen Besucher durchs Festgelände — eine Attraktion vor allem für Familien. Für Kinder gibt es Goldwaschen, Bogenschießen und Ponyreiten. Der Pow-Wow-Tanz mit Mitmach-Möglichkeit, Kostüm-Wettbewerbe und Märchenvorlesungen runden das Familienprogramm ab.
Die Stadt Radebeul mit rund 33 000 Einwohnern liegt im Landkreis Meißen, direkt nordwestlich von Dresden an der Elbe. Sie ist Karl Mays Wohn- und Sterbeort: 1895 zog der Schriftsteller in die Villa Shatterhand in Radebeul, wo er bis zu seinem Tod 1912 lebte. Das Karl-May-Museum wurde 1928 von Patty Frank gegründet, einem Karl-May-Fan und Sammler indigener Artefakte, und ist heute die wichtigste Forschungs- und Ausstellungsstätte zu Karl May und zur indigenen Kultur Nordamerikas in Europa. Mit 70 000 Besuchern bei den Festtagen 2024 gehört das Festival zu den größten kulturellen Veranstaltungen im Großraum Dresden.
Die 33. Auflage konzentriert sich programmatisch auf die Reiter- und Pferde-Welt. 150 Pferde auf dem Festgelände, Reitershows, Stunt-Duelle vor und auf dem Sattel, Siedlertrecks, Sternreitercamp, Kavallerie-Vorführungen. Das Motto «Fest im Sattel» zieht sich durch alle Programmpunkte — vom Saloon-Auftritt bis zur Theateraufführung. Daneben das vertraute Komplettprogramm: über 20 Bands aus Country, Western, Folk, Hip-Hop; acht Theaterstücke aus dem Karl-May-Universum; fünf Filmvorführungen mit historischem Material und neueren Dokumentationen.
Ein besonderes Highlight ist 2026 erstmals der Auftritt von Supaman — Apsáalookw-Rapper und Pow-Wow-Tänzer aus Montana, der eine eigene Verbindung von indigenen Traditionen und modernem Hip-Hop pflegt. Daneben Gäste aus elf weiteren Nationen, traditionelle Pow-Wow-Tänze, eine Pow-Wow-Workshop für Besucher.
Standard-Tagesticket 10 €, ermäßigt 8 €, Kinder 5 €, Familienkarte 22 €. Radebeuler Einwohner mit Ausweis 50% Rabatt. Tickets vor Ort an den Festtags-Kassen und vorab über karl-may-museum.de. Santa-Fé-Express-Fahrten separat tarifiert.
Freitag 15. bis Sonntag 17. Mai 2026 (Pfingstwochenende, das Wochenende nach Christi Himmelfahrt).
Lößnitzgrund, Karl-May-Museum, Karl-May-Straße 5, 01445 Radebeul. Festgelände erstreckt sich um das Museum und das Sternreitercamp.
Standard 10 €, ermäßigt 8 €, Kinder 5 €, Familienkarte 22 €. Radebeuler Einwohner erhalten 50% Rabatt.
Mit der S-Bahn S1 Dresden — Meißen bis Radebeul Ost. Die Lößnitzgrundbahn (Schmalspur-Dampfbahn) führt direkt ins Festgelände. Mit dem Auto Parken auf dem Kunden-Parkplatz Konsum Meißner Straße (Park-and-Ride empfohlen, Festgelände schwer zugänglich).
Erste Fahrt mit dem Santa-Fé-Express von Radebeul Ost in den Lößnitzgrund einplanen — das ist Teil des Erlebnisses. Hut und Sonnencreme nicht vergessen, das Festgelände ist überwiegend draußen.
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Lößnitzgrund — Karl-May-Museum, Sternreitercamp
Karl-May-Straße 5, 01445 Radebeul