Radikal-live: zehn Tage Experimental, Afro, Jazz, Kraut, Improvisation in einer ehemaligen Gaswerksiedlung
Die Gaswerk Music Days sind ein junges Festivalformat, das 2023 in der ehemaligen Berlin-Lichtenberger Gaswerksiedlung gestartet ist. Konzept: ein "radikal live" gespieltes Programm, in dem Experimente, Improvisation und Live-Musik im engsten Sinn Vorrang haben. Keine reine Clubveranstaltung, keine Tanz-Open-Air-Routine — sondern ein dichtes Festival für Hörer:innen, die zuhören wollen.
Die Gaswerksiedlung am Blockdammweg im Ortsteil Karlshorst (Bezirk Lichtenberg) ist ein architektonisches Juwel: gebaut Anfang des 20. Jahrhunderts für die Arbeiter des Berliner Gaswerks, heute denkmalgeschützt. Das Festival bespielt mehrere Räume des Areals — zwei Bühnen, beide eine Mischung aus Outdoor und Indoor, dazu Bar-Bereiche und Foyer. Die Akustik der ehemaligen Industriegebäude und das Außenareal mit Kiefern und alten Mauern schaffen eine besondere Atmosphäre.
Was die Music Days strukturell auszeichnet, ist die Organisation in thematische Nächte:
Das Line-up 2026 bestätigt sich mit erfahrenen Avantgarde-Acts: Embryo (deutscher Krautrock-Klassiker), Burnt Friedman, MC Yallah & Scotch Rolex (uganda-japanischer Hip-Hop), Ancestral Futures, NSI als Duo aus Tobias Freund und Max Loderbauer. Insgesamt über 30 Acts auf zwei Bühnen, verteilt über zwei Wochenenden. Wer auf vorhersagbares Headliner-Open-Air kommt, ist hier falsch — wer afrikanische Diaspora-Jazz neben deutschen Drone-Pionieren hören will, kommt richtig an.
Anders als die kommerziellen Berliner Großfestivals ist das Music-Days-Festival eine Gemeinschaftsproduktion der Anwohner und Kulturschaffenden der Gaswerksiedlung. Das prägt die Atmosphäre — nahbar, dialogorientiert, ohne Pyrotechnik und Showbusiness-Inszenierung. Die Bar wird teilweise vom Kollektiv selbst betrieben, das Essen kommt aus regionalen Beziehern. Spätsommer-Festival mit Kiez-Atmosphäre.
Die 4. Edition bestätigt das bewährte Format: zwei aufeinanderfolgende Wochenenden, von Freitag bis Sonntag der ersten Woche (24.–26. Juli), dann eine Woche Pause, anschließend zweites Wochenende von Freitag bis Sonntag (31. Juli – 2. August). Online-Verkauf ist geschlossen, aber Abendkasse meist möglich; viele Einzelveranstaltungen vergeben Restplätze über Lotterie.
Die fünf thematischen Nächte 2026 mit bestätigten Acts (Auswahl):
Beispielhafte Tagesstruktur (Vorjahresmuster):
Vollständiges Line-up und Tagesprogramm: rausgegangen.de/gaswerk-music-days-2026.
Festivalpass 100 € (Online-VVK geschlossen, Abendkasse oder Lotterie). Einzeltickets 25–65 € je nach Programm. Viele Veranstaltungen mit Lotterie-Verlosung. Tickets über rausgegangen.de und vor Ort.
Tram 27 oder M17 Erich-Kurz-Straße. S-Bahn S3 Karlshorst (15 Min Fußweg). Pkw: Stellplätze an Blockdammweg knapp, ÖPNV empfohlen.
Festivalpass 100 € (Online-VVK geschlossen, Abendkasse möglich). Einzeltickets 25–65 €. Viele Veranstaltungen mit Lotterie-Anmeldung (Verlosung als alternative Zugangsmöglichkeit).
Frühe Anreise empfohlen, einige Sets klein und schnell ausverkauft. Bargeld an Bar gerne genommen. Wetterfeste Kleidung für die offenen Bereiche.
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Gaswerksiedlung Berlin
Blockdammweg 1, 10317 Berlin
Zusmarshausen (09772)
14 Mai 2026
Geldersheim (09678)
11 Jul 2026
Ascheberg (05558)
14 Mai 2026