Tradition zu Pferd am ersten Augustsonntag
Das Tonnenabschlagen ist eine norddeutsche, vor allem auf Fischland-Darß-Zingst und Rügen verwurzelte Tradition, deren Wurzeln in der Erntezeit alter Bauern- und Fischerdörfer liegen. In Born a. Darß wird der Brauch jedes Jahr am ersten Sonntag im August begangen — und gehört seit 2017 zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO in Deutschland. Es ist gleichermaßen Reiterturnier, Dorffest und Familiennachmittag.
Bereits am frühen Morgen werden die amtierenden Könige des Vorjahrs vom Hauptmann und der Reitergruppe mit Fanfaren und Trompeten geweckt. Anschließend lädt der Tonnenkönig zu einem festlichen Frühstück. Mittags formiert sich der geschmückte Reiterzug und reitet zur Festwiese, wo das eigentliche Spektakel beginnt. Auf der Wiese hängt zwischen zwei hohen Pfosten ein hölzernes Heringsfass — die »Tonne«. Reihum reiten die Teilnehmer im Galopp darunter hindurch und schlagen mit einem hölzernen Stab nach der Tonne. Die Tradition ist klar geregelt: Bodenkönig wird, wer den Boden des Fasses zerschlägt; Stäbenkönig, wer die letzten Verbindungsstäbe entfernt; Tonnenkönig, wer das letzte Stück bricht.
Rund um die Reiterei erstreckt sich ein klassisches Volksfest mit Imbissständen, Getränken, Kuchenbasar und Musik. Am Abend folgt der Tonnenball mit Live-Musik und Tanz, bei dem die neuen Könige feierlich gekrönt werden. Das Fest wird vom örtlichen Tonnenverein in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Born organisiert. Born a. Darß liegt im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern und gehört zu den traditionsreichsten Dörfern des Boddenkrans.
Die Auflage 2026 folgt dem über Generationen tradierten Ablauf des Borner Tonnenabschlagens. Bereits am frühen Morgen werden die Könige des Vorjahrs feierlich geweckt; mittags zieht der Reiterzug durch den Ort zur Festwiese, wo das eigentliche Turnier stattfindet. Drei Titel werden vergeben: Bodenkönig, Stäbenkönig und Tonnenkönig.
Eingerahmt wird das Reiterspiel von einem Volksfest mit regionaler Verpflegung — Bratwurst, Räucherfisch, hausgebackener Kuchen — und einem musikalischen Rahmenprogramm. Höhepunkt ist der Tonnenball am Abend, bei dem die neuen Könige gekrönt werden und Live-Bands für Tanzstimmung sorgen. Die Veranstaltung ist offen für alle und ein echter Höhepunkt im Sommerkalender des Dorfes.
Genaue Uhrzeiten und Programmpunkte werden in den Wochen vor dem Fest auf ostsee.de sowie an den Aushangtafeln in Born veröffentlicht.
Der Zugang zur Festwiese und zum Reiterspiel ist frei. Verpflegung an Imbissständen wird einzeln bezahlt. Für den abendlichen Tonnenball kann je nach Ausrichtung ein moderater Eintritt oder Verzehrbon erhoben werden — Details werden vor Ort und durch den Tonnenverein bekannt gegeben.
Mit dem Auto über die L21 nach Born a. Darß, Parkplätze am Ortsrand. Mit der Bahn bis Ribnitz-Damgarten West, dann mit dem Bus Richtung Prerow. Die Festwiese liegt in fußläufiger Nähe zur Ortsmitte.
Das Tonnenabschlagen ist eine offene Dorfveranstaltung; der Eintritt auf die Festwiese ist traditionell frei. Verpflegung und Tonnenball am Abend sind kostenpflichtig.
Wer das Fest in seiner ganzen Tiefe erleben möchte, kommt früh am Morgen zum Aufwecken der Könige und bleibt bis zum Tonnenball am Abend.
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