Traditionelles Volksfest mit Pferdetradition seit 1637 — größtes Volksfest im Landkreis Sömmerda
Im Jahr 1637 — mitten im Dreißigjährigen Krieg — entwickelte sich Buttstädt im Thüringer Becken zu einem wichtigen Umschlagplatz für Pferde und Vieh. Aus dem östlichen Europa kamen Händler über die alten Handelsstraßen, um in der Kleinstadt ihre Tiere zu verkaufen. Aus dieser ökonomischen Notwendigkeit wurde ein Markt, der sich Jahrhundert für Jahrhundert hielt — und sich vom reinen Geschäft zum Volksfest wandelte. Heute steht der Roßplatz noch immer im Zentrum, aber statt Tausenden Pferden findet man dort Festzelte, Karussells und Imbissstände.
Den Auftakt macht am Freitag ein feierlicher Festumzug durch die Innenstadt: Reitergruppen, Trachtenträger, Vereine, geschmückte Festwagen und Musikkapellen ziehen vom Stadtrand bis zum Roßplatz. Der Umzug ist eine bewusste Hommage an die Pferdemarkts-Tradition — mehrere Gestüte und Reitvereine aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen schicken Pferde und Reiter.
An allen drei Festtagen — Freitag, Samstag, Sonntag — verwandeln sich die Straßen der Altstadt in eine Festmeile. Händler bieten Handwerkswaren, Lederprodukte und Trachten an, regionale Anbieter sorgen für kulinarische Spezialitäten (Thüringer Bratwurst, Rostbrätl, Bauerngemüse), Fahrgeschäfte laufen für Kinder und Erwachsene, Schießbuden und Spielautomaten ergänzen das Angebot. Im Festzelt am Roßplatz spielen Bands aller Stilrichtungen — von Volksmusik bis Coverbands.
Mit rund 37 000 Besuchern ist der Buttstädter Pferdemarkt das größte Volksfest des Landkreises Sömmerda und einer der besucherstärksten Märkte des Thüringer Beckens. Die Kleinstadt mit gut 2 500 Einwohnern verzehnfacht ihre Bevölkerung an diesem Wochenende — Gäste kommen aus dem ganzen Landkreis, aus Erfurt, Weimar, Jena und den angrenzenden Bundesländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.
Der Eintritt zum Festgelände ist frei. Das ist Teil des Selbstverständnisses: ein Volksfest, das niemandem den Zutritt verwehrt, das die ganze Stadt aufbietet und das mit großer Selbstverständlichkeit zu Buttstädts Identität gehört. Wer das Thüringer Becken im Sommer kennenlernen möchte, findet im Pferdemarkt einen idealen Anlass.
Wie jedes Jahr am ersten Juliwochenende verwandelt sich die Buttstädter Innenstadt in eine Festmeile. Der Festumzug am Freitag bildet den traditionellen Auftakt, die Markt- und Festzeit erstreckt sich über das gesamte Wochenende bis zum Sonntagabend. Veranstalter ist die Landgemeinde Buttstädt mit zahlreichen Vereinen und Partnern aus der Region.
Detailliertes Programm und Festumzugsroute auf lg-buttstaedt.de.
Eintritt frei. Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke werden einzeln bezahlt.
Mit dem Auto über die A4 (Ausfahrt Weimar) und die L1059. Buttstädt liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich von Erfurt. Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand werden eingerichtet, in der Innenstadt sind die Straßen während des Festes gesperrt. Mit der Bahn: Regionalbahn nach Sömmerda, von dort Bus oder Taxi nach Buttstädt (ca. 20 km).
Eintritt zum gesamten Festgelände frei. Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke werden einzeln bezahlt.
In Buttstädt selbst nur begrenztes Hotelangebot. Erfurt, Weimar oder Sömmerda bieten reichlich Auswahl.
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Roßplatz und Innenstadt Buttstädt
Roßplatz, 99628 Buttstädt