Deutschlands größter Tourmarathon in Nürnberg und Fürth
Wenn an einem Septemberwochenende über 500 Führungen in Nürnberg und Fürth gleichzeitig stattfinden, dann sind Stadt(ver)führungen. Das Format der bayerischen Doppelstadt gilt als Deutschlands größter Tourmarathon und hat es zu einem festen Termin im mitteldeutschen Kulturkalender gebracht. Mit einer einzigen Wochenendkarte für zehn Euro öffnen sich Türen, hinter denen sonst nur Geschäftsleute, Vereinsmitglieder oder Eigentümer verschwinden – Bunker unter der Burg, Hinterhöfe in der Südstadt, Werkstätten, Sammlungen, Industriebrachen und Verwaltungsetagen.
Geführt wird von einer ungewöhnlichen Mischung aus stadtbekannten Persönlichkeiten, Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Vereinen, Initiativen, Verbänden und professionellen Stadtführerinnen. Sie alle deuten die Stadt aus ihrer Perspektive: ein Kabarettist führt durch das Viertel seiner Kindheit, ein Mitarbeiter der U-Bahn zeigt die Werkstätten der VAG, ein Industriearchitekt erklärt einen ehemaligen Großbetrieb, eine Roma-Aktivistin spricht über Erinnerungsorte. Die Themen reichen von Stadtgeschichte und NS-Vergangenheit über Architektur und Industriekultur bis zu Gegenwartsthemen wie Migration, Klimaanpassung und Kreativwirtschaft.
Die Stadt(ver)führungen sind nicht nur ein touristisches Ereignis, sondern ein dichter zivilgesellschaftlicher Termin in Nürnberg und Fürth, den die Stadt Nürnberg seit Jahren ausrichtet. Jede Ausgabe steht unter einem Leitmotto, das von den Führenden auf eigene Weise interpretiert wird – mal politisch, mal poetisch, oft beides. Im Landkreis Mittelfranken ist das Format längst zur Marke geworden, die im September für volle Bahnen und für ein anderes, persönlicheres Bild der beiden Städte sorgt.
Die Ausgabe 2026 stellt das Motto „Zeitfenster“ in den Mittelpunkt. Damit lädt die Stadt Nürnberg dazu ein, Orte und Geschichten aus verschiedenen Epochen miteinander zu verschränken – ein U-Bahn-Tunnel kann ebenso zum Zeitfenster werden wie eine spätmittelalterliche Burganlage, ein Industriebau der 1950er oder ein digital genutzter Hinterhof.
Wie in den Vorjahren spielt sich das Programm in Nürnberg und Fürth ab, von der Burg bis in die südlichen Stadtteile, von der Fürther Südstadt bis zum Hardhöhe-Quartier. Persönlichkeiten, Künstler, Initiativen, Vereine und professionelle Guides verantworten je eine eigene Tour; viele Termine sind nur einmal im Jahr buchbar.
Das vollständige Programm mit Tourenkatalog und Treffpunkten erscheint einige Wochen vor der Veranstaltung auf nuernberg.de/internet/stadtverfuehrungen. Erwartet werden:
Pro Tag sind hunderte Termine möglich; Besucher buchen ihre Touren online mit der Wochenendkarte.
S-Bahn / U-Bahn / Tram bringen dich in beide Innenstädte. Die Wochenendkarte gilt nur als Eintritt für die Führungen, nicht als ÖPNV-Ticket. Treffpunkte sind über das gesamte Stadtgebiet von Nürnberg und Fürth verteilt – siehe Programm.
Wochenendkarte 10 € im Vorverkauf, 12 € am Veranstaltungswochenende. Tickets über das offizielle Portal sowie Tourist-Information und Vorverkaufsstellen.
Stadt Nürnberg, Stadt(ver)führungen, [email protected], Telefon +49 911 231 2008.
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