Das wichtigste Orgelfestival Deutschlands an den Silbermann-Orgeln zwischen Freiberg, Dresden und dem Erzgebirge — nächste Auflage 3. bis 12. September 2027
Gottfried Silbermann (1683 — 1753), geboren in Kleinbobritzsch bei Frauenstein und gestorben in Dresden, gilt als der bedeutendste sächsische Orgelbauer der Barockzeit. Zwischen 1710 und 1753 baute er rund 50 Orgeln, von denen heute 31 erhalten sind — fast alle in Sachsen, hauptsächlich im Erzgebirge, in der Region Freiberg-Dresden und im Vogtland. Seine berühmtesten Werke sind die große Domorgel im Dom St. Marien zu Freiberg (1714, dreimanualig, 44 Register), die Orgel in der Hofkirche zu Dresden (1750/55, Vollendung durch Schüler Hildebrandt) und die kleine Petrikirchenorgel zu Freiberg. Silbermanns Orgeln zeichnen sich durch klare Klangsprache, perfekte Balance der Register und außerordentliche Stimmstabilität aus.
1978 — also in der späten DDR-Zeit — initiierten Sächsische Landeskirche und Stadt Freiberg gemeinsam ein Festival zum Werk Silbermanns. Das Konzept: alle zwei Jahre, immer im September (Silbermanns Geburtstag fiel auf den 14. Januar, aber der akustisch und touristisch günstigste Monat ist September), mit Konzerten an möglichst vielen Silbermann-Orgeln gleichzeitig. Seit fast 50 Jahren prägt dieses Format die Kulturlandschaft zwischen Freiberg, Dresden und dem Erzgebirge. Künstlerischer Leiter ist Domorganist Albrecht Koch (Freiberg).
1993 kam zum Festival der Internationale Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb hinzu. Junge Organisten aus aller Welt treten in mehreren Runden an, das Finale findet immer am Schluss-Sonntag des Festivals in der Petrikirche und im Dom statt. Der Wettbewerb gilt als einer der renommiertesten der Welt für Barock-Orgel; viele heute führende Organisten haben hier den ersten oder zweiten Preis gewonnen. 2027 findet die 18. Auflage des Wettbewerbs statt.
Was die Silbermann-Tage einzigartig macht: Sie spielen sich nicht in einem einzigen Konzertsaal ab, sondern führen das Publikum durch die ganze Region. Konzerte finden statt im Dom St. Marien zu Freiberg, in der Petrikirche zu Freiberg, in der Hofkirche zu Dresden, in der Frauenkirche zu Dresden, aber auch in kleinen Dorfkirchen — Forchheim (eine der wertvollsten Silbermann-Orgeln in Originalzustand), Großhartmannsdorf, Reinhardtsgrimma, Frauenstein, Glauchau, Crostau und vielen weiteren. Für die Konzertbesucher heißt das: Sie reisen über zehn Tage durch Sachsen — und entdecken neben den Orgeln auch die Landschaft des Erzgebirges und Mittelsachsens.
Freiberg liegt im Landkreis Mittelsachsen, knapp 40 km westlich von Dresden, am Nordrand des Erzgebirges. Mit rund 40 000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die seit 1186 urkundlich erwähnte Silberbergstadt das Zentrum der sächsischen Bergbaugeschichte (heute UNESCO-Welterbe «Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří»). Der Freiberger Dom St. Marien — spätgotisch, mit der Goldenen Pforte (eines der bedeutendsten romanischen Portale Deutschlands) und der großen Silbermann-Orgel — ist das spirituelle und kulturelle Herz der Stadt. Die TU Bergakademie Freiberg, gegründet 1765, ist die älteste montanwissenschaftliche Universität der Welt. Die Silbermann-Tage sind neben dem Bergstadtfest die wichtigste Kulturveranstaltung der Stadt.
Vom 3. bis 12. September 2027 findet die nächste Auflage der Silbermann-Tage statt. Zehn Tage Orgelmusik an den weltberühmten Silbermann-Orgeln zwischen Freiberg, Dresden und dem Erzgebirge. Konzerte im Dom St. Marien zu Freiberg, in der Hofkirche und Frauenkirche zu Dresden sowie in zahlreichen Dorfkirchen mit erhaltenen Silbermann-Instrumenten.
Höhepunkt: Der XVIII. Internationale Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb mit jungen Organisten aus aller Welt. Künstlerische Leitung: Domorganist Albrecht Koch. Detailprogramm ab Frühjahr 2027.
Das genaue Konzertprogramm wird im Frühjahr 2027 auf silbermann.org veröffentlicht. Aus den Traditionen der letzten Auflagen lässt sich die Struktur ableiten:
Im Schnitt finden über zehn Tage zwei bis vier Konzerte pro Tag statt — Besucher können Konzertreisen durch Sachsen unternehmen, ähnlich wie bei den Bachfest-Routen Leipzigs.
Einzelpreise je nach Konzert typisch 20 — 40 €. Festivalpass mit Ermäßigung für mehrere Konzerte. Wettbewerbsfinale und Preisträgerkonzert separat. Details ab Frühjahr 2027.
3. — 12. September 2027 — XVIII. Internationaler Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb und Konzertreihe. 2026 ist als Zwischenjahr ohne große Festivalwoche.
Dom St. Marien und Petrikirche Freiberg; Hofkirche und Frauenkirche Dresden; Dorfkirchen in Forchheim, Großhartmannsdorf, Reinhardtsgrimma, Frauenstein, Glauchau, Crostau und weitere.
Vorverkauf über Reservix und an den Vorverkaufsstellen Freiberg, Dresden und Chemnitz. Einzelpreise je nach Konzert (typisch 20 — 40 €), Festivalpass mit Ermäßigung für mehrere Konzerte.
Mit der Bahn ICE/IC nach Dresden, dann RB 30 nach Freiberg (ca. 35 Min.). Mit dem Auto über die A 4 Dresden — Chemnitz, Ausfahrt Siebenlehn oder Dresden-Altstadt für die Konzerte in Freiberg bzw. Dresden.
Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V., [email protected], Tel. +49 (0) 3731 22248. Künstlerische Leitung Albrecht Koch.
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Dom St. Marien Freiberg und Silbermann-Kirchen der Region
Untermarkt, 09599 Freiberg