30 selbstorganisierte Projekträume, 30 Tage, ein Festival quer durch Berlin
Projekträume sind das ausdifferenzierteste Phänomen der Berliner Kunstszene: kleine, oft nur wenige Quadratmeter große Räume, die von Künstler:innen, Kurator:innen oder Kollektiven selbstorganisiert betrieben werden — ohne Galeriegewinnabsicht, oft ehrenamtlich, mit Mikro-Förderung. Sie liegen in Hinterhöfen in Wedding, Kreuzberg, Neukölln, Moabit, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte und Tempelhof. Sie zeigen Ausstellungen junger oder marginaler Positionen, Performances, Lesungen, Filme — und sind oft Wegmarken für Karrieren, die später in den Hamburger Bahnhof oder die KW Institute for Contemporary Art führen.
Das Project Space Festival Berlin wurde 2014 gegründet, um die Vielfalt dieser Szene jedes Jahr für 30 Tage sichtbar zu machen. Jeden Tag im Festivalzeitraum öffnet ein anderer Projektraum ein eigens kuratiertes Programm: Ausstellungseröffnungen, Performances, Workshops, Konzerte, Diskursrunden. Das Festival ist kostenlos — alle Veranstaltungen frei zugänglich. Wer durch den Berliner Kalender wandert, lernt 30 Räume kennen, die er sonst nie betreten hätte.
Die 2026er-Ausgabe läuft vom 30. Mai bis 28. Juni 2026. Das vollständige Programm mit den 30 ausgewählten Räumen wird auf der Festival-Webseite veröffentlicht. Die Auswahl erfolgt jährlich durch eine Jury aus Kurator:innen — Bewerbungen können alle Berliner Projekträume einreichen. Die Räume liegen über die ganze Stadt verteilt, was das Festival auch zu einer Stadterkundungs-Tour macht.
Das Festival wird vom Hauptstadtkulturfonds (Berliner Senatsverwaltung) finanziert — eine Anerkennung dafür, dass die Projekträume zwar individuell klein, in Summe aber ein zentrales Kapitel der Berliner Kunst sind. Das Festival arbeitet zusammen mit dem Netzwerk freier Projekträume Berlin, einer Interessenvertretung, die seit Mitte der 2010er-Jahre für stabilere Mieten und Strukturen kämpft. Parallel finden in den gleichen Wochen die Sellery Weekend-Ausstellungen statt — ebenfalls in selbstorganisierten Räumen, mit anderem Fokus.
Die Ausgabe 2026 läuft 30 Tage am Stück: Vom 30. Mai bis zum 28. Juni öffnet jeden Tag ein anderer Berliner Projektraum für ein eigens kuratiertes Programm. Das Festival ist über die ganze Stadt verteilt — vom Hinterhof in Neukölln bis zum Ladenraum in Wedding, von Friedrichshain bis nach Spandau. Die 30 ausgewählten Räume werden über die Festival-Webseite und Instagram bekannt gegeben. Eintritt frei. Wer mehrere Räume besuchen will, plant am besten Routen entlang von zwei oder drei Bezirken pro Tag.
Das vollständige Tag-für-Tag-Programm wird auf projectspacefestival.berlin und auf dem Instagram-Account @projectspacefestival kurz vor Festivalbeginn (Ende Mai 2026) freigeschaltet.
Parallel finden in einigen Berliner Räumen die Veranstaltungen des Sellery Weekend (independent art weekend) statt — sodass das Mai-Juni-Fenster zur dichtesten Projektraum-Saison Berlins wird.
Finanziert vom Hauptstadtkulturfonds (Berliner Senatsverwaltung für Kultur).
Die Räume liegen über die ganze Stadt verteilt — vor allem in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Wedding/Mitte. ÖPNV und Fahrrad sind die beste Wahl.
Alle Veranstaltungen frei. Spenden an die einzelnen Räume willkommen.
Eine Karte mit allen 30 teilnehmenden Räumen, Daten und Programmen erscheint kurz vor Festivalbeginn auf projectspacefestival.berlin.
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30 selbstorganisierte Berliner Projekträume (stadtweit)