„Nikodemus und der Prinzenraub zu Altenburg“ — Open-Air-Spektakel im Agnesgarten vom 7. bis 11. Juli 2026
In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 1455 entführte der Ritter Kunz von Kauffungen die beiden sächsischen Prinzen Ernst und Albrecht aus dem Altenburger Schloss — eine politische Tat, die als „Altenburger Prinzenraub“ in die Geschichtsbücher einging und in Sachsen-Thüringen bis heute populär ist. Köhler, Köche und Müller spielten am Ende eine größere Rolle als Ritter und Fürsten — der bürgerliche Held Triller und der Köhler Schmidt befreiten die Prinzen. Genau diese Geschichte erzählt das Prinzenraub-Spektakel im Agnesgarten des Residenzschlosses Altenburg jährlich neu.
Das Stück wird komplett ehrenamtlich getragen: Rund 200 Mitwirkende — vom Kind bis zum Senior — bilden eine sogenannte „Prinzenräuberfamilie“. Seit 2013 produziert der Traditionsverein Altenburger Prinzenraub e.V. die Inszenierungen, jeweils in Zusammenarbeit mit professionellen Regisseuren. Der Ursprung reicht zurück auf das Jahr 2003, als sich ein Förderverein für die 550-Jahr-Feierlichkeiten gründete und die offiziellen Festspielproduktionen von 2005 bis 2011 übernahm. Seitdem ist das Spektakel ein fester Sommertermin im Altenburger Land.
Für die Ausgabe 2026 wechselt der Traditionsverein die Erzählperspektive: „Nikodemus und der Prinzenraub zu Altenburg“ ist ein vollkommen neu geschriebenes Stück aus der Feder des Vereinsvorsitzenden Andy Drabek, inszeniert von Ansgar Schäfer. Schäfer beschreibt die Vision als „kein Sommertheater, sondern ein Sommerspektakel für alle Sinne“ — Musik, Gesang, Tanz und Klang werden vom Ensemble selbst erzeugt. Der Fokus verschiebt sich zu den einfachen Menschen und Kindern: Mehr als ein Drittel der Besetzung sind junge Darsteller mit Solorollen. Erzählt werden die historischen Ereignisse von 1443 (Ankunft Kunz von Kauffungens) bis 1455 (Prinzenraub), mit der neuen Figur Nikodemus als roter Faden.
Spielort ist der Agnesgarten direkt am Residenzschloss Altenburg, ein historischer Garten am Schlossberg. Die Schlossfassade dient als natürliche Kulisse, Stadt und Schlossturm sind in den Bühnenbau integriert. Das Vorprogramm ab 18:00 Uhr lädt mit Mittelalter-Atmosphäre, Marktständen und Speisen ein; das Hauptspektakel beginnt ab 20:00 Uhr und nutzt die einsetzende Dämmerung als Bühnenlicht. Ergänzt wird die Atmosphäre durch Feuerelemente, Live-Musik und Tanz.
2026 fällt das Spektakel zusammen mit dem Jubiläumsjahr „1050 Jahre Altenburg“. Die Stadt im äußersten Osten Thüringens, im Landkreis Altenburger Land, gilt als „Skat-Hauptstadt“ Deutschlands und besitzt mit dem Residenzschloss, der Brüderkirche, dem Lindenau-Museum und der historischen Altstadt ein dichtes Ensemble historischer Bauten. Ein Spektakelbesuch lässt sich gut mit einer Stadtbesichtigung verbinden.
Die Ausgabe 2026 startet am Dienstag, 7. Juli, mit der Premiere von „Nikodemus und der Prinzenraub zu Altenburg“. Vier weitere Vorstellungen folgen am 8., 9., 10. und 11. Juli. Regie führt Ansgar Schäfer; das Stück stammt aus der Feder des Vereinsvorsitzenden Andy Drabek.
Der Fokus liegt 2026 auf den einfachen Menschen — Köhler, Köche, Müller — und auf den Kindern: Mehr als ein Drittel der Besetzung sind junge Darsteller mit Solorollen. Die neue Figur Nikodemus dient als roter Faden durch die Ereignisse von 1443 (Ankunft des Kunz von Kauffungen) bis zum Raub im Juli 1455.
Begleitend zum Jubiläumsjahr „1050 Jahre Altenburg“ sind weitere Sonderveranstaltungen in der Stadt geplant.
Kartenvorverkauf ab 1. Juni 2026 über die Tourist-Information Altenburger Land. Preise und Tarife für Erwachsene, Kinder und Familien werden über die offizielle Website www.prinzenraub-spektakel.de und die Social-Media-Kanäle bekannt gegeben.
Premiere Dienstag, 7. Juli 2026. Weitere Vorstellungen: 8., 9., 10. und 11. Juli 2026. Vorprogramm jeweils ab 18:00 Uhr, Hauptspektakel ab 20:00 Uhr.
Residenzschloss Altenburg — Agnesgarten. Adresse: Schlossberg 2, 04600 Altenburg.
Kartenvorverkauf ab 1. Juni 2026 über die Tourist-Information Altenburger Land. Aktuelle Preise und Konditionen über die offizielle Website www.prinzenraub-spektakel.de und Social Media.
Bahnhof Altenburg (Linie Leipzig — Hof). Vom Bahnhof zu Fuß rund 15 Minuten zum Schloss. A4 Abfahrt Schmölln oder Altenburg, dann B7 / B93. Parkmöglichkeiten am Großen Teich und am Schlossberg.
Traditionsverein Altenburger Prinzenraub e.V. Weitere Informationen, Pressematerial und Galerien auf www.prinzenraub-spektakel.de.
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Residenzschloss Altenburg — Agnesgarten
Schlossberg 2, 04600 Altenburg