Zwei Wochen Klassik, Orgelkunst und Nachwuchsakademien rund um die Trost-Orgel von 1739
Das Altenburger Musikfestival ist eines der bedeutendsten Klassik- und Orgelfestivals im mitteldeutschen Raum. Über zwei Augustwochen vereint es die kulturhistorisch herausragenden Spielstätten des Altenburger Landes: die Schlosskirche mit der weltberühmten Trost-Orgel von 1739, die Brüderkirche, die St. Bartholomäi-Kirche sowie weitere Schlosskonzerte und Open-Air-Spielorte im Skatstadt-Land zwischen Thüringer Becken und sächsischem Vogtland.
Das Herzstück des Festivals ist die Trost-Orgel in der Schlosskirche des Altenburger Residenzschlosses. Erbaut von Heinrich Gottfried Trost und 1739 vollendet, ist sie eine der wenigen großen Barockorgeln, die in nahezu originalem Zustand erhalten geblieben sind. Johann Sebastian Bach kannte das Instrument persönlich — eine direkte Verbindung zwischen dem Festivalprogramm und der Bach-Pflege Mitteldeutschlands. Schlossorganist Daniel Beilschmidt betreut das Instrument und prägt die künstlerische Linie des Festivals.
Drei parallel laufende Akademien machen das Altenburger Musikfestival einzigartig: die 4. Jugendorgel-Akademie, die erstmals stattfindende Kontrabass-Akademie in der Brüderkirche und die 35. Thüringer Orgel-Akademie. Diese Verbindung von Spitzenkonzerten und gezielter Nachwuchsförderung ist in der deutschen Festivallandschaft selten. Junge Organistinnen und Organisten arbeiten zwei Wochen lang an historischen Instrumenten und treten in Eröffnungs- und Abschlusskonzerten gemeinsam mit etablierten Solisten auf.
Das musikalische Großereignis des Festivals 2026 ist die Aufführung von Bachs h-Moll-Messe durch das Leipziger Ensemble Lachrymae gemeinsam mit Daniel Beilschmidt. Wie zur Bach-Zeit üblich, übernimmt die große Trost-Orgel dabei eine Continuo- und Solofunktion mitten im Orchester — ein klanglich authentisches Erlebnis, das den Werkcharakter zur Bach-Zeit unmittelbar erfahrbar macht. Daneben stehen Opern-Galas, Orgelromantik-Programme und Open-Air-Konzerte (u. a. in Treben) auf dem Spielplan.
Altenburg im gleichnamigen Landkreis liegt am Übergang zwischen Thüringen und Sachsen. Die Skatstadt mit ihrem markanten Residenzschloss, dem Spielkartenmuseum und der barocken Brüderkirche ist mit dem Auto rund vierzig Minuten von Leipzig entfernt und ideal für einen Festivalbesuch. Der ECHO-Chair (European Cities of Historic Organs) hat Altenburg 2025 als Zentrum europäischer Orgelkunst ausgerufen — das Musikfestival ist der Höhepunkt dieser kulturpolitischen Auszeichnung.
Das Altenburger Musikfestival 2026 verbindet über sechzehn Festivaltage zwei Schwerpunkte: die intensive Arbeit mit dem klassischen Nachwuchs in drei Akademien und ein dichtes Konzertprogramm an den historischen Spielstätten des Altenburger Landes. Im Zentrum stehen die Trost-Orgel der Schlosskirche, ein Klangdenkmal aus dem Jahr 1739, sowie die Sauer-Orgel der Brüderkirche.
Das große Festkonzert mit Bachs h-Moll-Messe durch das Leipziger Ensemble Lachrymae unter Daniel Beilschmidt ist eine klanglich authentische Aufführung: Die Trost-Orgel wird wie zur Bach-Zeit ins Orchester integriert. Daneben bringt die Eröffnung der Jugendorgel-Akademie junge Organistinnen und Organisten an die historischen Instrumente — ein Markenzeichen des Festivals.
Detailliertes Tagesprogramm und Uhrzeiten werden ab Juni 2026 auf orgelgesellschaft.de sowie in der Festivalbroschüre veröffentlicht. Kontakt: [email protected].
Vorverkauf über die Tourist-Information Altenburger Land sowie an den Abendkassen der jeweiligen Konzertorte. Tarifgestaffelt nach Konzertformat. Schüler- und Studentenermäßigung. Detaillierte Preise und Festivalpässe ab Juni 2026 auf orgelgesellschaft.de.
Freitag 14. August bis Samstag 29. August 2026 — zwei Festivalwochen mit Konzerten an wechselnden Spielstätten.
Hauptspielorte: Schlosskirche (Trost-Orgel), Brüderkirche, St. Bartholomäi-Kirche. Open-Air-Konzert in Treben. Weitere Spielstätten im Altenburger Land werden ab Juni 2026 auf orgelgesellschaft.de bekannt gegeben.
Vorverkauf über die Tourist-Information Altenburger Land, online sowie an den Abendkassen der jeweiligen Konzertorte. Kontakt: [email protected]. Schüler- und Studentenermäßigungen sind erhältlich.
Mit der Bahn: ICE bis Leipzig, dann RB nach Altenburg (ca. 40 Min). Mit dem Auto: A4 Abfahrt Schmölln/Altenburg, dann B7 nach Altenburg. Parkmöglichkeiten am Schlossberg und in der Innenstadt.
Hotels und Pensionen in Altenburg sowie in der Umgebung Schmölln, Meuselwitz und Lucka. Frühzeitige Buchung empfohlen.
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Schlosskirche, Brüderkirche, St. Bartholomäi und weitere Spielstätten im Altenburger Land
Schloss 2, 04600 Altenburg