DDR-Kinogeschichte mit Filmgesprächen im Domstadtkino — drei Tage Reflexion und Begegnung
Die DEFA (Deutsche Film-Aktiengesellschaft) war die zentrale Filmproduktionsfirma der DDR. Zwischen 1946 und 1990 entstanden hier rund 700 Spielfilme — Klassiker wie „Die Legende von Paul und Paula“, „Sonnenallee“-Vorläufer, anspruchsvolle Auteurenkino-Arbeiten und zugleich Kassenschlager. Heute ist das DEFA-Erbe ein eigener Forschungsbereich — und in Merseburg gibt es seit 2006 ein Festival, das diese Filme nicht als Museumsstücke zeigt, sondern als lebendige Diskussionsgrundlage.
Das Domstadtkino in Merseburg ist eines der schönsten kommunalen Kinos Sachsen-Anhalts — ein Programmkino in der ehemaligen Kreisstadt im Saalekreis. Hier finden vom 10. bis 12. April 2026 die 21. Merseburger DEFA-Filmtage statt, organisiert vom Förderverein Kino Völkerfreundschaft. Motto 2026: „21 Takte Leben — Arbeit, Aufbruch & Applaus“. Die thematischen Schwerpunkte: Die Arbeitswelt in der DDR und Musik und Entertainment im DEFA-Kino.
Eröffnung mit dem Film „Zeit zu leben“, dazu eine Podiumsdiskussion mit Titel „Die DDR-Arbeitswelt im Spiegel der Kunst“ mit Forschenden und Künstlern. Den Abschluss bildet ein Konzert mit dem Titel „Das DEFA-Songbook“, gespielt von der Jazz-Sängerin Pascal von Wroblewsky und dem Lora Kostina Trio. Zwischen den Filmen führen Schauspielerinnen und Schauspieler, die in den gezeigten Werken gespielt haben, durch ihre Erinnerungen — eine Form der oral history, die das Festival besonders macht.
Die Veranstalter berichten von wachsendem Interesse jüngerer Zuschauer — sowohl bei Dokumentar- als auch bei Spielfilmen. Das Festival positioniert sich nicht als nostalgisches DDR-Gedenken, sondern als kritische Auseinandersetzung mit Filmgeschichte und ihrer Aktualität. Eine Veranstaltung, die im Bundesland Sachsen-Anhalt einen wichtigen Platz im kulturellen Reflexionsfeld zwischen Ost und West einnimmt — kein gestriges, sondern ein hochaktuelles Festival.
Vom 10. bis 12. April 2026 richtet der Förderverein Kino Völkerfreundschaft die 21. Auflage der Merseburger DEFA-Filmtage aus. Drei Tage Programm mit Eröffnungsfilm, Podiumsdiskussion, Filmgesprächen und einem Abschlusskonzert — eine der wichtigsten Plattformen für DEFA-Filmgeschichte und ihre kritische Auseinandersetzung in Sachsen-Anhalt.
Hinweis: Die exakte Filmauswahl und die Liste der Gesprächspartner werden im März 2026 auf filmtage-merseburg.de veröffentlicht.
Mit der Bahn bis Merseburg Hbf, von dort 15 Minuten zu Fuß oder mit der Buslinie. Mit dem Auto über die B91 oder A38 (Abfahrt Merseburg-Süd). Parken am Kino oder in der Innenstadt.
Einzelfilm-Tickets ca. 7–9 €, Festivalpass ca. 35–45 €. Vorverkauf online und an der Kinokasse.
Filminteressierte aller Altersgruppen, besonders willkommen junge Erwachsene, die DEFA neu entdecken wollen.
Förderverein Kino Völkerfreundschaft Merseburg e.V., [email protected], +49 179 24099005.
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Domstadtkino Merseburg
Lützener Straße 2, 06217 Merseburg