Oberpfälzer Kirwa mit Goass-Tanz im 1000er-Festzelt
Die Luher Martini-Kirwa ist ein Höhepunkt der oberpfälzischen Kirwa-Kultur. Anders als die fränkischen Kirchweihen, die meist im Sommer und Herbst stattfinden, wird die oberpfälzische Kirwa im Herbst um den Martinstermin (11. November) gefeiert — daher der Name Martini-Kirwa. Luhe-Wildenau ist ein Markt im oberpfälzischen Landkreis Neustadt an der Waldnaab (Bayern), gelegen an der Waldnaab und der A93. Die Kirwa ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse des Marktes und zieht weit über die Marktgrenzen hinaus Besucher:innen an.
Im Gegensatz zu kleineren Dorfkirchweihen findet die Luher Martini-Kirwa in einem großen Festzelt mit 1000 Plätzen statt. Das Festzelt wird am Volksfestplatz aufgebaut und ist Schauplatz aller Kirwa-Programmpunkte. Für eine Gemeinde mit rund 2 800 Einwohner:innen ist das eine bemerkenswerte Größenordnung — sie zeigt, dass die Luher Kirwa auch von Besucher:innen aus den Nachbargemeinden (Wernberg-Köblitz, Pfreimd, Vohenstrauß) und dem weiteren Raum besucht wird.
Das Programm folgt dem oberpfälzischen Kirwa-Schema. Kirwafreitag 20:00 Uhr: Rotzlöffel-Tanz — ein klassischer Eröffnungstanz mit den Kirwapaaren. Kirwasamstag 18:00 Uhr: Kirchgottesdienst, anschließend Grogotz Weißbier im Festzelt mit Festwirtschaft und Tanzmusik. Kirwasonntag: das Kernbrauchtum mit Kirwamoidler-Abholen (die Kirwaboum holen die Kirwamoidler ab) und Baumaustanzen — ein Tanz rund um den Kirwabaum, der das Ende der Festwoche markiert.
Der Spitzname Goass-Kirwa ("Ziegen-Kirwa") bezieht sich auf den traditionellen Goass-Tanz, ein oberpfälzischer Volkstanz, bei dem die Tänzer:innen die Bewegungen einer Ziege nachahmen. Wer den Goass-Tanz beobachten will, hat in Luhe einen der besten Spielorte. Der Tanz wird meist am Kirwasonntag aufgeführt, oft als Höhepunkt im Festzelt.
Bemerkenswert ist die moderate Eintrittspolitik: 3 € im Vorverkauf, 5 € an der Abendkasse. Diese Preisstruktur ist deutlich günstiger als bei vielen anderen Festzelt-Veranstaltungen und Ausdruck der Volksfest-Tradition: die Kirwa soll für alle Marktbürger:innen erschwinglich bleiben. Bewirtung im Festzelt: oberpfälzische Spezialitäten wie Schäuferl, Goaßlbier, Bratwürste, Knödel. Die Einnahmen kommen den lokalen Vereinen zugute.
Die Ausgabe 2026 setzt die oberpfälzische Kirwa-Tradition fort. Wie jedes Jahr ist das Festzelt mit 1000 Plätzen Schauplatz aller Programmpunkte. Den Auftakt bildet am Freitagabend (6.11.) der Rotzlöffel-Tanz — ein traditioneller Eröffnungstanz der Kirwapaare.
Höhepunkt ist der Kirwasonntag (8.11.) mit dem Brauchtum des Kirwamoidler-Abholens (Kirwaboum holen die Kirwamoidler ab) und dem Baumaustanzen rund um den Kirwabaum. Der berühmte Goass-Tanz wird ebenfalls am Sonntag aufgeführt — Namensgeber für den Spitznamen "Goass-Kirwa".
Mit dem Auto über die A93 (Regensburg–Hof), Ausfahrt Luhe-Wildenau. Mit dem Zug nach Weiden in der Oberpfalz (Strecke Nürnberg–Hof), dann Bus oder Taxi nach Luhe-Wildenau (ca. 10 km).
Festzelt am Volksfestplatz Luhe-Wildenau (1000-Personen-Zelt).
Freitag 20:00–23:00 Uhr / Samstag ab 18:00 Uhr / Sonntag ab Vormittag.
3 € Vorverkauf, 5 € Abendkasse. Tickets über die Luher Kirwaleit oder am Festzelteingang.
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Festzelt am Volksfestplatz Luhe-Wildenau
Hauptstraße, 92706 Luhe-Wildenau