Drei Wochen Industriekultur in über 30 Industriestandorten Berlins — von der AEG-Fabrik in Schöneweide bis zum BVG-Bahnhof
Berlin war über Jahrzehnte eine der größten Industriestädte Europas: AEG, Siemens, Borsig, Knorr-Bremse — Marken, die ganze Stadtviertel geprägt haben. Heute ist diese Geschichte zwischen Wohnumnutzung, Verfall und Kreativstandorten verteilt. Das Berlin Industriekultur Festival des Berliner Zentrums Industriekultur (bzi) macht diese verstreuten Spuren einmal im Jahr für drei Wochen erlebbar: ein Festival ohne festes Festivalgelände, das stattdessen über das ganze Stadtgebiet wandert und an jedem Wochenende neue Türen öffnet.
Die Ausgabe 2026 läuft vom 12. September bis 4. Oktober — drei Wochen über vier Wochenenden hinweg. Die Eröffnung am 12. September fällt bewusst mit dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals zusammen: An diesem Tag haben viele der Festivalstandorte ohnehin geöffnet, das Festival nutzt diesen Auftakt für eine konzentrierte Aufmerksamkeit auf Berliner Industriedenkmäler.
Mehr als 30 Partnerstandorte und Hidden Gems Berlins beteiligen sich am Programm. Im Schwerpunkt: der Industriesalon Schöneweide auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Niederschöneweide, eines der größten zusammenhängenden Industriedenkmal-Areale Berlins. Aber auch die alten Borsig-Werke in Tegel, die Schultheiss-Brauerei in Spandau, das Umspannwerk Markgrafendamm in Friedrichshain, die Knorr-Bremse-Werke in Marzahn — sieben Berliner Bezirke sind über das Programm verbunden.
Das Programm ist bewusst breit und experimentell: Silent Disco an außergewöhnlichen Orten, historische Verkehrsrallyes mit Oldtimer-Trams und alten Bussen, Improtheater zu Industriegeschichts-Themen, exklusive Stadtführungen mit Insider-Zugängen, Foto-Walks durch verlassene Industriebauten, kulinarische Abende vor Industriekulisse. Hinzu kommen Vorträge, Lesungen und Workshops mit Berliner Architektur-, Wirtschafts- und Sozialhistorikern.
Das Festival ist ein Kooperationsprojekt mit über 30 Partnern und wird von der Berliner Senatsverwaltung, visitBerlin und den Wirtschaftsförderungen aus sieben Berliner Bezirken unterstützt. Initiativen, Kulturhäuser und Bildungseinrichtungen, die selbst zur Industriekultur beitragen wollen, können eigene Beiträge anmelden. Damit ist das Festival auch ein offenes Format, das sich von Ausgabe zu Ausgabe verändert — eingebettet in das Bundesland Berlin als Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Das Berlin Industriekultur Festival 2026 nutzt den Tag des offenen Denkmals am 12. September für seinen Auftakt und läuft anschließend über drei Wochen mit verteilten Programmpunkten an Wochenenden weiter. Mehr als 30 Berliner Industriestandorte öffnen ihre Tore, ergänzt um kuratierte Spezialevents an exklusiven Orten. Das Festival ist bewusst dezentral angelegt: Wer dabei sein will, plant sich aus dem Online-Programm seine eigene Route zusammen.
Programmrahmen der Ausgabe 2026 (Stand: Voranzeige Berliner Zentrum Industriekultur):
Das vollständige Programm wird ab Anfang Juni 2026 auf industriekultur.berlin veröffentlicht. Eigenanmeldungen von Kulturhäusern und Initiativen sind willkommen.
Eintrittspreise variieren je Veranstaltung — vom kostenfreien Tag des offenen Denkmals bis zu gebührenpflichtigen Spezialführungen (üblich 10–20 €). Vorverkauf und Anmeldungen über industriekultur.berlin/erleben/festival ab Anfang Juni 2026.
Festivalzentrum Industriesalon Schöneweide, Reinbeckstraße 9, 12459 Berlin. S-Bahn Schöneweide (S8, S9, S45, S46, S47, S85), ca. 5 Min. Fußweg. Die übrigen Festivalstandorte sind über das gesamte Berliner Stadtgebiet verteilt und werden für jeden Termin einzeln angegeben — ÖPNV-Anbindung in den meisten Fällen gut.
Eintrittspreise variieren pro Veranstaltung — von kostenfreien Tagen der offenen Tür bis zu gebührenpflichtigen Spezialführungen (üblich 10–20 €). Vorverkauf über die Festival-Website und Partner. Programm- und Anmeldedetails auf industriekultur.berlin/erleben/festival ab Anfang Juni 2026.
Viele Veranstaltungen sind nur mit Voranmeldung zugänglich — frühe Buchung empfohlen. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung für Foto-Walks und Außenführungen sinnvoll. Sprachen überwiegend Deutsch, ausgewählte Führungen auch auf Englisch.
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Industriesalon Schöneweide und über 30 Industriestandorte in Berlin
Reinbeckstraße 9, 12459 Berlin