Stadtteilfest mit klarer politischer Botschaft – seit über zwei Jahrzehnten am Michael-Brückner-Platz in Niederschöneweide
Das Fest für Demokratie und Toleranz gehört zu den profiliertesten Stadtteilfesten Berlins. Es wurde Anfang der 2000er Jahre vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick ins Leben gerufen – einer breiten Allianz aus Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen, Jugendeinrichtungen, Bezirkspolitik und Anwohnerschaft. 2026 läuft die 22. Ausgabe. Das macht das Fest zu einem der kontinuierlichsten politischen Festivals der Stadt.
Der Bezirk Treptow-Köpenick im Südosten Berlins ist groß, geografisch zerklüftet und politisch komplex. Neben Ortsteilen mit starker Zivilgesellschaft – Friedrichshagen, Adlershof, Niederschöneweide – kennt der Bezirk auch Gebiete, in denen rechtsextreme Strukturen über Jahrzehnte Fuß gefasst haben. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat sich genau dieser Spannung verschrieben: Es will demokratisches Engagement sichtbar machen, vernetzen und unterstützen – nicht in der Defensive, sondern als selbstbewusstes Stadtteilleben.
Der Michael-Brückner-Platz an der Schnellerstraße in Niederschöneweide ist der Veranstaltungsort. Auf der Hauptbühne wechseln sich Live-Bands, Tanz- und Kabarettbeiträge mit Podien aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ab. Rundherum reihen sich rund vierzig Infostände aneinander – von der lokalen Geschichtswerkstatt über antirassistische Initiativen, Gewerkschaften, kirchliche Träger bis zu Jugendeinrichtungen. Für Kinder gibt es Mitmachaktionen, Malstraßen und Theater. Der Tag ist explizit als Begegnungsraum konzipiert: Politik macht sich ansprechbar, Vereine zeigen ihre Arbeit, Anwohnerinnen kommen ins Gespräch.
Musik bildet die Klammer des Tages. Über die sieben Stunden Programm hinweg treten Bands aus dem Bezirk und aus ganz Berlin auf – Pop-Rock, Liedermacher:innen, Hip-Hop-Acts mit politischem Anspruch, gelegentlich auch internationale Gäste. Das Niveau ist gewachsen, der Fokus bleibt aber das gemeinsame Stadtteilerlebnis statt das Konzert.
Im Bundesland Berlin – Berlin ist zugleich Stadt und Land – ist Treptow-Köpenick der größte Bezirk nach Fläche. Mit dem Fest für Demokratie und Toleranz präsentiert sich der Bezirk seit zwei Jahrzehnten als Ort eines aktiven, demokratischen Bürgerengagements und ist über die eigenen Grenzen hinaus ein Vorbild für ähnliche Allianzen anderswo.
Die Ausgabe 2026 setzt das eingespielte Konzept fort: ein politisches Stadtteilfest mit klarer Linie und einem Programm, das Begegnung statt reiner Bühnenbeschallung in den Mittelpunkt stellt. Über sieben Stunden hinweg wechseln sich Bands, Podien und Mitmach-Aktionen ab. Rund vierzig Infostände versammeln antirassistische, gewerkschaftliche, kirchliche und kulturelle Akteure aus Treptow-Köpenick.
Veranstalter ist das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick – seit der Gründung Anfang der 2000er Jahre das zentrale Netzwerk demokratischen Engagements im Berliner Südosten. Das Format gilt als Vorbild für ähnliche Allianzen in anderen Bundesländern.
Genaues Programm auf den Kanälen des Bündnisses und über berlin.de.
Michael-Brückner-Platz / Schnellerstraße, 12439 Berlin-Niederschöneweide. S-Bahn S Schöneweide (S8/S9/S45/S46/S85, ca. 200 m). Straßenbahn M17, 21, 27, 37, 60, 61, 67. Bus 165, 167, 365. Direkt von S Schöneweide zu Fuß.
Eintritt frei.
Hauptbühne, ca. 40 Infostände, Gastronomie, Kinderbereich. Veranstalter: Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick (Trägerschaft aus Bezirksamt, Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen).
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Michael-Brückner-Platz, Niederschöneweide
Michael-Brückner-Platz / Schnellerstraße, 12439 Berlin