Berlins einziges Festival für neue anatolische Musik – zwei Tage Rock, Elektronik, Pop und Rap am Festsaal Kreuzberg, kuratiert von einem queeren und migrantischen Team
'Anatolische Musik' bezeichnet historisch die musikalischen Traditionen Anatoliens – des heutigen türkischen Festlands – mit ihren regionalen Volksmusiken, mit der Hochkultur des osmanischen Reichs und mit den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Heute existiert eine spannende junge Szene, die aus dieser Tradition schöpft, aber sie mit Rock, elektronischer Musik, Pop und Rap konfrontiert. Sie entsteht zur Hälfte im heutigen Anatolien, zur anderen Hälfte in den großen europäischen Diaspora-Zentren – Berlin gehört zu den wichtigsten.
Berlin hat eine der größten türkisch- und kurdischsprachigen Communitys außerhalb der Türkei. Diese Community ist nicht monolithisch: Sie umfasst Migrantenfamilien der zweiten und dritten Generation, neue Geflüchtete, Künstler:innen mit internationalen Karrieren und queere Aktivist:innen, die in Berlin Schutzräume gefunden haben. İÇ İÇE ist eines der wenigen Berliner Festivalformate, die diese Vielfalt musikalisch bündeln.
Das Festival findet im Festsaal Kreuzberg am Flutgraben statt – einer der einflussreichsten Berliner Subkultur-Bühnen. An zwei Tagen (Freitag und Samstag) laufen Live-Konzerte, DJ-Sets, Performance-Slots, Workshops, Lesungen und Diskussionen parallel. Inhaltlich verhandelt das Festival nicht nur Musik, sondern auch politische Themen: Diaspora-Identität, Solidarität, Rassismus und Empowerment.
Das Festival-Kollektiv besteht überwiegend aus queeren und migrantischen Personen. Diese Selbst-Organisation prägt nicht nur die Programmierung (mit explizit queeren Acts wie Nene H und QueerBerg), sondern auch die Festivalkultur: Awareness-Team, Safer-Space-Konzept, mehrsprachige Kommunikation. İÇ İÇE bedeutet auf Türkisch 'ineinander verschränkt' – ein Programmname, der das Selbstverständnis des Festivals zusammenfasst.
Die Ausgabe 2026 belegt zwei Tage im Festsaal Kreuzberg mit Live-Konzerten, DJ-Sets, Performances, Workshops, Lesungen und Diskussionen. Die Festivalzeit reicht von 15:00 Uhr nachmittags bis 06:00 Uhr morgens – Tagsüber stehen Workshops und Talks im Vordergrund, abends Konzerte und nachts Club-Programm und DJ-Sets.
Das Lineup spannt sich quer durch die zeitgenössische anatolische Hybridszene: Melina als Headlinerin, Young Workers für die kurdisch geprägte Szene, Nene H als queerer Diaspora-Anker, Muskila x Simona Abdallah, Paydar, Serqo, Loma Reqs, Irma und QueerBerg ergänzen das Programm. Weitere Acts werden in den Wochen vor dem Festival bekanntgegeben.
Spielzeiten und genaue Abfolge werden vom Festival kurz vor dem Termin veröffentlicht. Awareness-Team vor Ort, Safer-Space-Konzept.
Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin. S+U Treptower Park (S8, S9, S41, S42) ca. 10 Min. zu Fuß oder S+U Warschauer Straße ca. 15 Min. Direkt am Wasser zwischen Treptow und Friedrichshain gelegen.
Vorverkauf über die Festival-Plattform und rausgegangen.de. Drei Kategorien: Early Bird, Regular, Support-Ticket – Preisspanne 25 € bis 100 €.
İÇ İÇE Festival Kollektiv – queer und migrantisch organisiert. Informationen über die Festival-Kanäle.
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Festsaal Kreuzberg
Am Flutgraben 2, 12435 Berlin