Friesischer Nationalfeiertag am Husumer Deich — UNESCO-Welterbe an der Nordseeküste
Das Wort Biike kommt aus dem Friesischen und bedeutet Seezeichen oder Feuer-Bake. Am Abend des 21. Februar, dem Vorabend des heiligen Petrus, entzündet die nordfriesische Bevölkerung seit Jahrhunderten ihre Biiken – ein Brauch, der ursprünglich die im Frühjahr in den Walfang aufbrechenden Männer verabschieden sollte und heute als friesischer Nationalfeiertag begangen wird. 2014 hat die UNESCO das Biikebrennen ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen. Rund 60 Biiken werden Jahr für Jahr in Schleswig-Holstein entzündet – das größte und besucherstärkste auf dem Festland ist das Husumer Biikebrennen am Dockkoog.
Husum, die Storm-Stadt und Kreisstadt Nordfrieslands mit rund 23.000 Einwohnern, hat einen besonders eindrucksvollen Platz für sein Biikefeuer: den Deich am Dockkoog, direkt am Hafen, mit weiter Sicht über die Husumer Bucht. Die Freiwillige Feuerwehr stapelt hier wochenlang Astwerk und Holz zu einem mehrere Meter hohen Feuerstoß. Wenn die Dunkelheit hereinbricht, versammeln sich tausende Besucher auf dem Deich – Husumer, Touristen, Schaulustige aus der ganzen Region.
Das Programm folgt einem festen Ritual: Um 18:00 Uhr beginnt das Geschehen mit einer kurzen Begrüßung, gefolgt von der Biikerede, einer Ansprache in Friesisch und Deutsch, die meist auf die kulturelle Bedeutung des Brauchs und aktuelle gesellschaftliche Themen eingeht. Um 18:30 Uhr wird das Feuer mit Fackeln entzündet. Die Feuerwehrkapelle, traditionell von der Freiwilligen Feuerwehr Viöl, spielt im Hintergrund. Stundenlang lodert dann das Feuer in den nordfriesischen Februarhimmel – ein Bild von beeindruckender Wucht.
Zum Brauch gehört untrennbar das Grünkohlessen im Anschluss. In den Husumer Restaurants und Gaststätten wird der Februar damit zur klassischen Grünkohl-Saison: Kohl, Kassler, Bratwurst und Schweinebacke gehören zum Pflichtprogramm jedes Biikegängers. Auch direkt am Dockkoog werden warme Getränke und einfache Speisen ausgeschenkt.
Wer den Abend kombinieren möchte: Die Husumer Bucht hat gleich mehrere Biikefeuer, oft am selben Abend zu verschiedenen Uhrzeiten – in Schobüll, Hattstedt, Hattstedtermarsch und Simonsberg. Bei klarem Wetter sieht man von einem Biike-Platz mehrere andere am Horizont – ein Bild, das die regionale Verwurzelung des Brauchs deutlich macht. In Schobüll organisiert der Ortskulturring sein eigenes Biikefeuer.
Am Samstag, 21. Februar 2026 ab 18:00 Uhr findet auf dem Husumer Dockkoog wieder das traditionelle Biikebrennen statt. Die Freiwillige Feuerwehr Husum bereitet das Feuer wochenlang vor – ein mehrere Meter hoher Holzstoß auf dem Deich am Hafenrand.
Um 18:30 Uhr wird die Biike entzündet. Begleitet wird das Geschehen von der Feuerwehrkapelle aus Viöl. Heiße und kalte Getränke sowie Bratwurst werden direkt am Festplatz ausgegeben.
Der Ablauf des Husumer Biikebrennens 2026:
Parallel finden weitere Biikefeuer in der Husumer Bucht statt: Schobüll (organisiert vom Ortskulturring), Hattstedt, Hattstedtermarsch und Simonsberg. Aktuelle Programmdetails auf husum-tourismus.de.
Mit der Bahn über die Marschbahn bis Husum, von dort 15 Minuten zu Fuß oder per Shuttle zum Dockkoog. Mit dem Auto über die A23/B5 nach Husum, Beschilderung folgen. Achtung: An den Biike-Tagen werden umliegende Straßen häufig gesperrt.
Kostenloser Pendelbus vom Hafenparkhaus Husum (Hafenstraße) zum Dockkoog und zurück, in der Regel zwischen 17:00 und 21:00 Uhr.
Warm anziehen! Februarwetter an der Nordsee mit Wind, oft frostig. Festes Schuhwerk, Mütze, Handschuhe.
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Deich am Husumer Dockkoog
Dockkoog, 25813 Husum