575. Ausgabe: Religiöse Prozession und anschließende Kirmes seit dem 15. Jahrhundert im Wuppertaler Stadtteil Beyenburg
Wenige Veranstaltungen in Wuppertal haben eine so tiefe historische Verankerung wie die Himmelfahrts-Prozession in Beyenburg. Am Donnerstag, 14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt), geht die 575. Ausgabe dieser Tradition über die Straßen des Wuppertaler Stadtteils — eine Tradition, die ihren Ursprung im 15. Jahrhundert hat und über fünf Jahrhunderte ununterbrochen weitergegeben wurde.
Der Tag beginnt um 9:00 Uhr mit dem Festgottesdienst in der Klosterkirche St. Maria Magdalena, dem mittelalterlichen Mittelpunkt Beyenburgs. Die Kirche ist Teil eines ehemaligen Kreuzherrenklosters aus dem 15. Jahrhundert und atmet die Spiritualität, aus der die Prozession einst hervorging.
Nach dem Gottesdienst formiert sich der Prozessionszug. Etwa 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ziehen über eine Strecke von rund 4 Kilometern durch Beyenburg. Begleitet wird die Prozession von einem Blechbläserensemble, und an drei Segensaltären entlang der Strecke werden Segensgebete gesprochen — eine geistliche Choreographie, die in dieser Form selten geworden ist.
Nach Beendigung der Prozession beginnt am Schützenplatz Beyenburg die Kirmes — der weltlich-festliche Teil des Tages. Klassische Fahrgeschäfte (Autoscooter, Kinderkarussell), Imbissstände mit Fischbrötchen, Crêpes, Bratwurst und Reibekuchen, dazu ein abendlicher Tanzabend, der noch lange nach Sonnenuntergang weitergeht. Damit verbindet der Tag in einzigartiger Weise religiöses Gedenken und volksfestliches Beisammensein — ein Format, das in der modernen Kirchenlandschaft nur noch in wenigen Orten überlebt hat.
Veranstalter ist die Schützenbruderschaft St. Annae et Katharinae Beyenburg in Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde. Diese Doppelträgerschaft ist Programm: Die Schützen sind seit Jahrhunderten Hüter der Beyenburger Tradition, die Kirche stellt den geistlichen Rahmen — gemeinsam bewahren sie eine der ältesten kontinuierlichen Prozessionen im Rheinland.
Beyenburg liegt im Osten Wuppertals an der Wupper und gilt als der älteste Stadtteil der Stadt. Das ehemalige Kloster St. Maria Magdalena (gegründet im 15. Jahrhundert) und die mittelalterliche Substanz machen den Ort zu einem der atmosphärischsten Plätze im Bergischen Land. Die Beyenburger-Talsperre und der Beyenburger See bieten landschaftlichen Reiz, und der mittelalterliche Charakter des Ortskerns macht den Himmelfahrtstag zu einem geistlich und touristisch dichten Erlebnis.
575. Ausgabe einer Tradition aus dem 15. Jahrhundert. Schützenbruderschaft St. Annae et Katharinae Beyenburg organisiert in Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde. Verbindung von religiösem Gedenken (Christi Himmelfahrt) und Volksfest in einer Form, die im Rheinland selten geworden ist.
Eintritt frei. Verzehr 3–10 €. Karussellfahrten 2–4 €.
Klosterkirche St. Maria Magdalena und Schützenplatz, 42399 Wuppertal-Beyenburg. Vom Wuppertal Hauptbahnhof mit Bus Linie 626 (ca. 30 Min). Mit dem Auto über A1 (Abfahrt Wuppertal-Langerfeld), dann L433 nach Beyenburg. Parkmöglichkeiten am Ortsrand, Innenort während der Prozession gesperrt.
Eintritt frei (Gottesdienst, Prozession und Kirmes). Verzehr und Karussellfahrten vor Ort.
Donnerstag, 14.05.2026 (Christi Himmelfahrt). 9:00 Uhr Festgottesdienst, anschließend Prozession (ca. 4 km), Kirmes am Schützenplatz bis spät in den Abend.
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Beyenburg, Wuppertal — Klosterkirche und Schützenplatz
Klosterkirche St. Maria Magdalena, Steinweg, 42399 Wuppertal