Themenjahr rund um die Heidschnucke — Schnuckeneintrieb, Wollwerkstatt, Bockauktion und Naturerlebnis in der Lüneburger Heide
Das Jahr 2026 ist für die Lüneburger Heide ein außergewöhnlich bedeutsames Jahr. Die Vereinten Nationen haben es zum Internationalen Jahr der Hirten und Weidegebiete erklärt. Gleichzeitig wurde die Heidschnucke – die charakteristische Schafrasse der Lüneburger Heide – von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres ernannt. Diese beiden Ehrungen geben den Heidschnucken die volle Aufmerksamkeit der regionalen Tourismus- und Naturschutzakteure.
Eines der zentralen Erlebnisse des Themenjahres ist der Schnuckeneintrieb am Heidschnuckenhof Niederohe. Mittwochs ab 16.30 Uhr (von Mai bis Oktober) und zusätzlich an den Samstagen im August kehrt die Herde nach dem Tagesweidegang zurück in den Stall. Begleitet vom Schäfer und seinen Hütehunden, durchqueren mehrere hundert Schnucken die Heidelandschaft – ein Anblick, der in Europa selten geworden ist.
Im Stall des Heidschnuckenhofs ist ab dem 21. März die Wollwerkstatt eingerichtet. An Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr können Besucher den Verarbeitungsprozess der Heidschnuckenwolle erleben – vom Scheren über das Waschen, Kämmen, Spinnen bis zum Weben und Filzen. Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene gehören zum Programm.
Die Bockauktion in Müden an der Örtze ist seit Jahrzehnten der zentrale Markt für Heidschnucken-Zuchtböcke. Schäfer aus der gesamten Region treffen sich, um die Tiere zu beurteilen und zu kaufen. Der Termin 2026 wird von Lüneburger Heide GmbH bekanntgegeben.
Zu Ostern bieten zahlreiche Heidehöfe und Restaurants in der Lüneburger Heide Spezialitäten vom Heidschnuckenlamm an. Die geringe Größe und der besondere, leicht würzige Geschmack der Heidschnucken-Lämmer machen das Fleisch zu einer regionalen Delikatesse. Auch im Herbst – nach der Heideblütenzeit – sind Heidschnucken-Gerichte auf den Speisekarten der Region zu finden.
Die Heidschnucken sind nicht nur eine Tradition, sondern auch eine ökologische Notwendigkeit. Ohne ihre Beweidung würde die Heide schnell von Gehölzen überwuchert und das charakteristische Landschaftsbild würde verschwinden. Das Themenjahr 2026 will diese ökologische Funktion stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Das Programm verteilt sich über die gesamte Sommer- und Herbstsaison. Zentrale Erlebnisse sind der wöchentliche Schnuckeneintrieb und die Wollwerkstatt am Heidschnuckenhof Niederohe. Hinzu kommen punktuelle Events wie die Bockauktion in Müden und kulinarische Aktionen zu Ostern.
Folgender Saisonplan ist nach den Angaben der Lüneburger Heide GmbH vorgesehen:
Schnuckeneintrieb am Heidschnuckenhof Niederohe: Mittwochs 16.30 Uhr (Mai bis Oktober) und Samstage im August. Wollwerkstatt: Wochenenden und Feiertage von 10 bis 16 Uhr (ab 21. März).
In Müden an der Örtze, Termin 2026 wird von Lüneburger Heide GmbH bekanntgegeben.
Heidschnuckenhof Niederohe (Neuenkirchen), Müden (Örtze) und weitere Heidehöfe in der Region.
Frei. Spenden für die Pflege der Heidschnucken willkommen. Für die Wollwerkstatt-Mitmachaktionen können Materialkosten anfallen.
Mit dem Auto über die A7 (Abfahrt Bispingen oder Soltau-Süd). Mit der Bahn bis Soltau oder Bispingen, von dort weiter mit dem Bus oder Taxi zu den Heidehöfen.
Lüneburger Heide GmbH und regionale Heidehöfe. Programmübersicht unter lueneburger-heide.de.
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