Traditionsreichstes Volks- und Schützenfest der Oberlausitz seit 1844 — 17. bis 26. Juli 2026 in Großschönau
Die Grußschinner Schissn — der oberlausitzer Mundartname für «Großschönauer Schießen» — gehört zu den ältesten und größten Schützenfesten der Oberlausitz. Gegründet wurde sie 1844 von der Schützengesellschaft Großschönau unter den Initiatoren E. David Schiffner und August Ender an der damaligen Sandschenke. Das erste Königsschießen 1845 markierte den Anfang dieses gesellschaftlichen Großereignisses, das seither — abgesehen von Kriegs- und politischen Zwangspausen — jeden Juli durchgeführt wird. Nach der Wende wurde die Schützengesellschaft am 26. Juni 1993 im Gasthof «Zur deutschen Eiche» wiederbegründet, und das Schissn-Fest knüpfte nahtlos an seine Tradition an. Heute ist es das wichtigste Sommerfest des Damast- und Frottierdorfs.
Im Mittelpunkt des Fests stehen — wie es sich für ein Schützenfest gehört — die sportlichen und gesellschaftlichen Wettbewerbe der Schützengesellschaft. Über die Festtage verteilt finden Wertungsschießen statt: Königsschießen (zur Wahl des neuen Schützenkönigs), Vereinsschießen, Damenschießen, Jugendschießen und Pokalschießen. Die Proklamation des neuen Königs am Festwochenende ist einer der gesellschaftlichen Höhepunkte. Eröffnet wird das Fest mit Kanonenschüssen der Schützengesellschaft.
Auf der Festwiese erstreckt sich ein großes Festzelt — Bühne für Live-Musik (Tanzbands, Schlager, Volksmusik) und Treffpunkt der ganzen Gemeinde. Daneben das bunte Marktprogramm — Karussells, Schießbuden, Süßwarenstände, Bratwurst- und Speisestände, Riesenrutsche, Autoscooter — also alles, was zu einer ostdeutschen Kirmes gehört. Eröffnet wird das Fest am ersten Freitagabend mit Bieranstich durch den stellvertretenden Bürgermeister und mit der musikalischen Einleitung durch die Freiwillige Feuerwehr Großschönau.
Eine einzigartige Besonderheit der Grußschinner Schissn ist das Weberschiffchenrennen der Freiwilligen Feuerwehr auf der Lausur (dem Bach im Ortskern). Das Spiel verbindet die textile Tradition Großschönaus — seit 1666 ist das Dorf einer der Hauptorte der deutschen Damastweberei — mit dem Brauchtum der Feuerwehr. Hölzerne Weberschiffchen (die Spulen, die das Schussgarn beim Weben durch die Kette tragen) werden auf der Lausur losgelassen und über eine Strecke ausgetragen. Das Rennen findet typischerweise am ersten Samstagnachmittag um 16 Uhr statt.
Höhepunkt und Abschluss des Festes ist ein großes musikalisches Feuerwerk über der Festwiese — synchron zu klassischer und populärer Musik. Es wird am letzten Festwochenende abgebrannt und gehört zu den schönsten Feuerwerken der Oberlausitz. Davor und danach Festabend im Zelt mit Tanzbands.
Großschönau liegt im Landkreis Görlitz im äußersten Südosten des Bundeslandes Sachsen, am Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien, im Naturpark Zittauer Gebirge. Mit rund 5 500 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Gemeinde klein — doch ihre textile Geschichte ist außergewöhnlich: 1666 wurde hier die Damastweberei eingeführt, 1856 die Frottierweberei. Heute beherbergt das Deutsche Damast- und Frottiermuseum (im Kupferhaus von 1809) die wichtigste textile Sammlung der Region. Die Grußschinner Schissn ist das gesellschaftliche Großereignis des Dorfs — vergleichbar mit dem Jacobimarkt in Neugersdorf in seiner Bedeutung für die Lausitzer Gemeinde-Identität.
Vom 17. bis 26. Juli 2026 verwandelt sich die Festwiese Großschönau zum 182. (!) Mal seit Gründung 1844 in einen Festplatz. Zehn Tage Schützenfest, Sommerkirmes, Live-Musik im Festzelt und Marktprogramm mit Karussells, Schießbuden und Speisemeile.
Eröffnet wird das Fest am Freitagabend mit Kanonenschüssen der Schützengesellschaft und dem Bieranstich durch den stellvertretenden Bürgermeister. Höhepunkte sind das traditionelle Weberschiffchenrennen der Freiwilligen Feuerwehr auf der Lausur, die Proklamation des neuen Schützenkönigs und das große musikalische Feuerwerk am Abschlusswochenende.
Detaillierte Zeitangaben und Bandnamen werden vor Ort und auf grossschoenau.de veröffentlicht.
Eintritt zur Festwiese frei. Karussells und Fahrgeschäfte je Fahrt 2 — 5 €. Bratwurst ca. 4 €, Bier 0,5 l ca. 4 €. Tanzabende im Festzelt frei.
Freitag, 17. Juli — Sonntag, 26. Juli 2026 (zehn Tage, mit Festschwerpunkten am ersten und am Abschlusswochenende).
Freitag, 17. Juli um 17:00 Uhr Kanonenschuss der Schützengesellschaft und musikalische Eröffnung durch die Freiwillige Feuerwehr, Bieranstich durch den stellvertretenden Bürgermeister im Festzelt.
Festwiese Großschönau, im Ortskern (zugänglich über die Hauptstraße). 02779 Großschönau, Landkreis Görlitz, Sachsen.
Festwiese frei. Karussells, Speisen und Getränke gegen Bezahlung.
Mit der Bahn nach Zittau (Trilex TLX 1 von Dresden über Bautzen), dann Bus nach Großschönau (ca. 20 Min.). Mit dem Auto über die A 4 Dresden — Görlitz, Ausfahrt Bautzen-Ost, dann B 96 nach Zittau und weiter nach Großschönau. Parkplätze am Ortsrand.
Schützengesellschaft Großschönau e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Großschönau und der Freiwilligen Feuerwehr.
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Festwiese Großschönau
Festwiese, 02779 Großschönau