Schwäbisch-alemannische Straßenfasnet mit Großem Rosenmontagsumzug
Die Freiburger Fasnet gehört zu den großen Bühnen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht — einer süddeutschen Karnevalskultur, die sich grundlegend von der rheinischen Fasching-Variante unterscheidet. Im Mittelpunkt stehen kunstvolle Holzlarven (Masken), traditionelle Häs (Kostüme), Narrenrufe und Zunftbräuche, die zum Teil seit Jahrhunderten überliefert sind. Veranstalter aller großen Termine ist die Breisgauer Narrenzunft e.V.
Schmutziger Donnerstag, 12. Februar 2026: Eröffnung der Straßenfasnet mit dem Hemdglonkerumzug am Abend. Schulen werden „gestürmt", Rathaus symbolisch übernommen. Die Narren übernehmen ab diesem Tag das Regiment.
Fasnetsfreitag bis Fasnetssonntag (13.–15. Februar): Tagsüber Aktionen in der Altstadt, abends Narrenbälle und Hexentänze. Die Fasnetsfiguren — Breisgauer Hexen, Schopfheimer Salpeterer, Narros — sind in den Gassen unterwegs.
Großer Rosenmontagsumzug, Montag, 16. Februar 2026, 14:00 Uhr: Der Höhepunkt der Fasnet. Über 4 000 Hästräger aus mehr als 120 Narrenzünften der Region ziehen durch die Innenstadt — von Konstanz im Süden bis Offenburg im Norden ist nahezu jede traditionelle Zunft vertreten. Der Zug startet typischerweise an der Kaiser-Joseph-Straße und führt über den Rathausplatz und das Martinstor.
Fasnetsdienstag, 17. Februar 2026 — Geldbeutelwäsche: Auf dem Rathausplatz werden die Geldbeutel symbolisch in einem Brunnen gewaschen — ein Brauch, der den finanziellen Aderlass der Fasnetstage rituell beendet. Anschließend Trauerumzug zur „Begräbnis" der Fasnet.
Über 4 000 Hästräger nehmen am Rosenmontagsumzug teil. Sie tragen handgeschnitzte Holzlarven, oft Erbstücke, die seit Generationen weitergegeben werden. Die wichtigsten Freiburger Figuren sind die „Breisgauer Hexen", der „Breisgauer Narro" und die „Schopfheimer Salpeterer". Jede Zunft hat einen eigenen Narrenruf — in Freiburg häufig „Hoorig, Hoorig isch die Katz".
Die schwäbisch-alemannische Fasnet ist seit 2014 UNESCO-immaterielles Kulturerbe Deutschlands. Die Breisgauer Narrenzunft ist Mitglied der „Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte" (VSAN), die den dachverbandlichen Charakter der Tradition pflegt.
Die Breisgauer Narrenzunft führt die Freiburger Fasnet 2026 mit dem traditionellen Sechs-Tage-Programm durch. Der Schmutzige Donnerstag (12. Februar) eröffnet die Straßenfasnet, am Fasnetssamstag und -sonntag finden Narrenbälle und Hexentänze statt, der Rosenmontag (16. Februar) ist mit dem Großen Umzug der Höhepunkt, und die Geldbeutelwäsche am Fasnetsdienstag (17. Februar) schließt das Treiben ab.
Straßenfasnet komplett kostenfrei: Umzüge, Hexentänze im Freien, Geldbeutelwäsche. Narrenbälle in Bürgersälen mit Eintritt (typisch 15–30 EUR), Verkauf direkt bei den ausrichtenden Zünften.
Freiburg liegt an der A 5 und an der ICE-Strecke Karlsruhe–Basel. Vom Hauptbahnhof Freiburg sind es 5 Gehminuten zur Innenstadt und zum Rathausplatz. Am Rosenmontag wird die Innenstadt von 12 bis 19 Uhr für den Autoverkehr gesperrt — Anreise unbedingt mit der Bahn oder zu Fuß.
Alle Aktionen in der Straßenfasnet (Hemdglonkerumzug, Rosenmontagsumzug, Geldbeutelwäsche) sind kostenfrei. Bezahlte Veranstaltungen sind nur die Narrenbälle und einzelne Indoor-Hexentänze in den Bürgersälen.
Wer „Hoorig, Hoorig" gerufen bekommt, antwortet mit „Hoorig". Larven nicht anfassen — sie sind heilig und oft jahrhundertealt. Konfetti ist gestattet, Schneebälle nicht.
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