Historischer Markt im Wald von Rügen – seit 28 Jahren rund um das Jagdschloss
Mitten in der bewaldeten Granitz, einem Endmoränenhügel zwischen den Ostseebädern Binz und Sellin, steht das Jagdschloss Granitz: 1884 für den Fürsten zu Putbus erbaut, im Stil eines neugotischen Märchenschlosses, gekrönt von einem gusseisernen Aussichtsturm, dessen 154-stufige Wendeltreppe zu den eindrucksvollsten Bauwerken Rügens gehört. Während das Schloss das ganze Jahr über besichtigt werden kann, wird es Ende Juli für drei Tage zur Bühne eines der bekanntesten Mittelaltermärkte Mecklenburg-Vorpommerns: das Schlossfest Granitz.
Über 100 Marktteilnehmer säumen die Wege rund um das Schloss: Schmiede, Bogenbauer, Töpferinnen, Kerzenmacher, Lederwerker und Schreiner zeigen ihre Handwerke. Dazwischen ziehen Gaukler wie der Jongleur Lupus und die Marktwitwe Chibraxa von Stand zu Stand, Musikgruppen wie die Spielmänner von Satolstelamanderfanz spielen auf alten Instrumenten, und ein Wikingerlager veranstaltet Kampfvorführungen mit Schwertern, Schilden und viel Theatralik. Für die Kleinen gibt es zehn Mitmachstationen – vom Bogenschießen über Töpfern bis zum Bootsbau und Weben –, die das Fest zu einem ausgesprochen kinderfreundlichen Termin machen. Rund ein Viertel der Besucher sind Kinder.
Die Gastronomie ist rustikal und thematisch passend: Eine Holzofenbäckerei produziert vor Ort Brote und Fladen, ein Erbsensuppen-Stand sorgt für Wärme an kühlen Vormittagen, daneben Crêpes, Nussröstereien, Waffelstände und Baumkuchen über offenem Feuer. Getränke reichen vom regional gebrauten Bier über Honigwein (Met) bis zum Apfelsaft für die Kinder. Wichtig zu wissen: Auf dem Fest wird ausschließlich bar bezahlt – keine Karten, kein Smartphone-Bezahlen.
Im Eintrittspreis ist die Besichtigung des Schlosses enthalten – inklusive Aufstieg über die berühmte Wendeltreppe in den Aussichtsturm. Von dort blickst Du auf das gesamte Mönchgut, die Boddenlandschaft, die Ostseeküste und an klaren Tagen bis nach Hiddensee. Allein der Treppenturm rechtfertigt für viele die Anreise; in Kombination mit dem Schlossfest hast Du ein eindrückliches Wochenendprogramm.
Das Jagdschloss Granitz steht auf dem Tempelberg, dem höchsten Punkt der Halbinsel Mönchgut-Granitz, administrativ Teil der Gemeinde Lancken-Granitz (Landkreis Vorpommern-Rügen). Die Ostseebäder Binz, Sellin und Göhren liegen jeweils ca. 5 km entfernt und sind die typischen Übernachtungsorte für einen Schlossfest-Besuch. Vom Bahnhof Binz oder Sellin Ost fährt die Rasende Roland, eine schmalspurige Dampfeisenbahn, in direkter Nähe vorbei – wenn Du das Festwochenende mit einem klassischen Rügen-Erlebnis verbinden willst, fahr mit dem Roland an.
2026 verwandelt sich das Jagdschloss Granitz vom 30. Juli bis 1. August zum 28. Mal in einen historischen Marktplatz. Über 100 Markthändler, Schmiede, Bäcker, Bogenbauer und Wikinger besetzen die Wege rund um das Schloss, dazu kommen Musikanten, Gaukler und ein umfangreiches Kinderprogramm.
Erwartet werden rund 4 000 bis 5 000 Besucher. Das Schloss selbst kann während des Festes mitsamt Aussichtsturm besichtigt werden – die berühmte gusseiserne Wendeltreppe mit 154 Stufen ist im Eintrittspreis enthalten.
Eintritt: 10 € für Erwachsene, 5 € für Kinder von 7 bis 14 Jahren, Kinder unter 7 Jahren frei. Im Eintritt ist die Schlossbesichtigung inklusive Turmaufstieg enthalten. Wichtiger Hinweis: Es kann ausschließlich bar bezahlt werden – sowohl an der Kasse als auch an den Markt- und Gastrostandständen. Geldautomaten in den nächsten Orten Binz und Sellin.
Auto: Über die B196 nach Binz oder Sellin, von dort Beschilderung Richtung Jagdschloss Granitz folgen. Parkplätze am Schloss kostenpflichtig, zur Hauptzeit oft voll – Anreise früh am Morgen oder mit ÖPNV empfohlen. Bahn + Schmalspurbahn: ICE/RE nach Binz, dann mit dem »Rasenden Roland« bis Haltestelle Jagdschloss Granitz. Zu Fuß: schöne Waldwanderung von Binz oder Sellin aus (ca. 60–90 Minuten).
Erwachsene 10 €, Kinder 7–14 Jahre 5 €, Kinder unter 7 frei. Eintritt schließt die Schlossbesichtigung mit Aufstieg in den Aussichtsturm ein. Nur Barzahlung – keine EC- oder Kreditkarten.
Festes Schuhwerk wegen Waldwegen und unbefestigtem Untergrund. Hunde nur an der kurzen Leine. Kinderwagen geländegängig oder Tragehilfe.
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Jagdschloss Granitz
Jagdschloss Granitz, 18586 Lancken-Granitz