Einzigartiger bayerisch-chinesischer Fasching am Unsinnigen Donnerstag
Der Chinesenfasching von Dietfurt an der Altmühl gehört zu den ungewöhnlichsten und ältesten Faschingstraditionen Deutschlands. Zum Höhepunkt am Unsinnigen Donnerstag wird die kleine Stadt im Naturpark Altmühltal zu „Bayrisch China“: Lampions hängen über den Straßen, Bewohner und Gäste treten in chinesisch inspirierten Faschingskostümen auf, der „Kaiser von Dietfurt“ tritt zur Audienz auf dem Rathausbalkon auf, und der traditionelle Schlachtruf „Kille-wau!“ schallt durch die Gassen.
Über die Herkunft des Chinesenfaschings gibt es mehrere Erzählungen. Eine sagt, der Eichstätter Bischof habe vor Jahrhunderten Dietfurter Bürger als unzugänglich beschrieben — wie hinter einer „Chinesischen Mauer“. Eine andere führt das Fest auf ein Faschingsmotto des 19. Jahrhunderts zurück, das sich verselbständigt hat. Klar ist: Seit Generationen ist die chinesische Verkleidung am Unsinnigen Donnerstag fester Brauch — und wird heute mit großem Stolz gepflegt.
Der große Maskenzug startet am Unsinnigen Donnerstag — 2026 am 12. Februar — durch das Stadtzentrum. Rund 50 Faschingsgruppen aus Dietfurt und benachbarten Orten ziehen mit chinesisch inspirierten Kostümen, Drachen, Pagoden und Festwagen durch die Altstadt. Die Stadt bevölkert sich für einen Nachmittag mit geschätzten 20 000 Besuchern — das Vielfache der eigenen Einwohnerzahl.
Seit 2018 ist der Chinesenfasching offiziell als immaterielles Kulturerbe Bayerns anerkannt. 2025 wurde die Tradition als Kandidatin für die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes nominiert — eine Würdigung, die das Selbstverständnis der Dietfurter bestärkt.
Jeder Jahrgang hat ein eigenes Motto, das vom Veranstalter — der Faschingsgesellschaft Bayrisch China — gewählt wird. 2026 lautet das Motto: „Mit Bambus und Brezn — feiern wir Kulturerbe — im Jahr vom Pferd“. Es verweist auf das chinesische Tierkreiszeichen 2026 und auf die Kulturerbe-Anerkennung des Faschings.
Dietfurt an der Altmühl ist eine Stadt mit rund 6 200 Einwohnern im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Bundesland Bayern. Sie liegt im Naturpark Altmühltal, an der Mündung der Schwarzen Laber in die Altmühl. Touristisch ist Dietfurt vor allem für seine Altstadt mit Stadttoren, den Chinesenbrunnen am Rathausplatz und für den Faschings-Trubel bekannt.
Die Auflage 2026 fällt auf den 12. Februar (Unsinniger Donnerstag) — das Datum ist über die offiziellen Quellen der Stadt Dietfurt und des Landkreises Neumarkt bestätigt. Das Motto 2026 lautet: „Mit Bambus und Brezn — feiern wir Kulturerbe — im Jahr vom Pferd“ — Bezug auf das chinesische Pferdejahr und die Kulturerbe-Anerkennung des Faschings.
Der genaue Ablauf wird kurz vor dem Fest auf dietfurt.de veröffentlicht. Erfahrungsgemäß stehen Stadtführungen am Vormittag, der Maskenzug am frühen Nachmittag und das anschließende Faschingstreiben in der Innenstadt am Programm.
Quellen: Stadt Dietfurt — Chinesenfasching, Landkreis Neumarkt und Neumarkt aktuell.
Mit dem Auto über die A 9 (Anschluss Hilpoltstein / Greding) und die ST 2226. Vom Bahnhof Beilngries oder Riedenburg per Bus oder Auto weiter. Während des Maskenzugs ist die Innenstadt für den Verkehr gesperrt — frühzeitige Anreise empfohlen.
Maskenzug, Stadtbild und Festtreiben frei zugänglich. Einzelne Veranstaltungen (Bälle, Stadtführungen am Chinesenbrunnen) eintrittspflichtig. Stadtführungen ab 10 Uhr am Chinesenbrunnen.
Pensionen in Dietfurt, größeres Angebot in Beilngries, Riedenburg und Neumarkt. Stark frequentiert — frühe Buchung empfohlen.
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Stadtzentrum und Chinesenbrunnen Dietfurt