Politisches Straßenfest am Tag der Arbeit – Bühne, Reden, Punk und Hip-Hop am Feuerwehrbrunnen Mariannenplatz
Der Mariannenplatz im Ortsteil Kreuzberg (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) ist seit Jahrzehnten einer der symbolträchtigsten öffentlichen Räume Berlins. Hier steht das Bethanien-Gebäude (1969 nach Abrissplänen besetzt und damit Geburtsort der Berliner Hausbesetzerbewegung), hier befindet sich der Feuerwehrbrunnen mit seinem ikonischen Löscheinsatz-Denkmal, hier endete in den 1980er Jahren so manche revolutionäre 1.-Mai-Demonstration. Wer am 1. Mai in Kreuzberg unterwegs ist, kommt am Mariannenplatz nicht vorbei.
Der 1. Mai ist in Berlin – besonders im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – kein gewöhnlicher Feiertag. Seit den späten 1980er Jahren steht der Tag für eine eigene Berliner Tradition aus Demonstrationen, MyFest-Straßenfest, Open-Air-Konzerten und politischen Kundgebungen. Das Mariannenplatzfest der Linken ist Teil dieser Tradition – an einer der zentralen Adressen des Tages.
Das Bühnenprogramm beginnt um 12:00 Uhr und läuft bis in den Abend. Musikalisch ist es bewusst vielfältig: Punk und Metal als historische Klammer der Kreuzberger Subkultur, Hip-Hop als heute dominante politische Jugendsprache, elektronische Tanzmusik und Techno für den Abendteil. Zwischen den Sets sprechen Politikerinnen und Aktivistinnen. 2026 sind Elif Eralp (Spitzenkandidatin der Linken für die Berliner Abgeordnetenhauswahl) und Kerstin Wolter (Landesvorsitzende) angekündigt – ein zusätzlicher Wahlkampfakzent in einem Wahljahr.
Rund um die Bühne stellen sich Gewerkschaften (DGB, ver.di, IG Metall), antirassistische Initiativen und nachbarschaftliche Projekte vor. Für Kinder gibt es Theatervorstellungen und Schminken – das Fest ist familienfreundlich konzipiert, kein reines Demonstrationsformat. Speisen und Getränke werden zum Selbstkostenpreis verkauft, die Standbesetzung übernehmen ehrenamtliche Helferinnen.
Friedrichshain-Kreuzberg ist einer der jüngsten und politisch profiliertesten Bezirke des Bundeslandes Berlin. Mit dem MyFest, der Revolutionären 1.-Mai-Demonstration und dem Mariannenplatzfest hat der Bezirk an einem einzigen Tag im Jahr eine Konzentration politischer und kultureller Veranstaltungen, die im Rest Deutschlands selten erreicht wird. Das Mariannenplatzfest ist der konsequent politische Pol dieses Tages – nicht spektakulär, aber unverhandelbar.
Die Edition 2026 stand wie jedes Jahr im Zeichen der Kreuzberger 1.-Mai-Tradition. Das politische Programm war 2026 zusätzlich durch den Wahlkampf zur Berliner Abgeordnetenhauswahl geprägt – Elif Eralp trat als Spitzenkandidatin der Linken auf, Landesvorsitzende Kerstin Wolter unterstrich die Verankerung der Partei in den sozialen Bewegungen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.
Musikalisch dominierten die historischen Genres der Kreuzberger Subkultur (Punk, Metal, Hip-Hop) den Tag, ergänzt um elektronische Sets für den Abendteil. Familien fanden über Kindertheater und Schminken einen niedrigschwelligen Einstieg in den politisch aufgeladenen Tag.
Mariannenplatz, 10997 Berlin-Kreuzberg (Feuerwehrbrunnen). U-Bahn U1/U3 'Görlitzer Bahnhof' (10 Gehminuten) oder U8 'Moritzplatz'. Bus M29, 140. Mit dem Fahrrad sehr gut erreichbar – Auto am 1. Mai in Kreuzberg nicht empfohlen (Demos blockieren Straßen).
Eintritt frei.
Bühne am Feuerwehrbrunnen, Infostände von Gewerkschaften und antirassistischen Initiativen, Kindertheater und Kinderschminken, Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis. Veranstalter: Die Linke Friedrichshain-Kreuzberg.
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Mariannenplatz, Kreuzberg (Feuerwehrbrunnen)
Mariannenplatz, 10997 Berlin
Berlin (11000)
26 Jun 2026
Stockach (08335)
23 Jan 2026
Oberammergau (09180)
03 Jul 2026