Veranstaltungen in Niedersachsen am 3. und 4. Oktober 2026: der historische Kramermarkt in Oldenburg lockt, während auch ein Mittelaltermarkt und ein Literaturfestival stattfinden.
Der Europaplatz liegt an den Weser-Ems-Hallen, wo der 80 Meter hohe Nordturm das Festgelände überragt. Oldenburg öffnet an diesem Wochenende seinen Kramermarkt, mit dem großen Festumzug am Samstag, den 3. Oktober 2026. Am 3. und 4. Oktober 2026 zieht der historische Kramermarkt in Oldenburg das Publikum an, während im übrigen Niedersachsen ein Mittelaltermarkt, ein Literaturfestival und ein maritimes Doppel in Wilhelmshaven stattfinden.
419. Auflage des Kramermarkts in Oldenburg
1608 fand der erste Kramermarkt in Oldenburg statt. Von der Zeit des Dreißigjährigen Krieges über die Industrialisierung bis ins 21. Jahrhundert hat das Fest unzählige Generationen begleitet. 419 Ausgaben später zählt es zu den ältesten Volksfesten Norddeutschlands und erreicht in der Rangliste der größten Feste der Region den fünften Platz, hinter dem Hamburger Dom, dem Bremer Freimarkt, dem Schützenfest Hannover und dem Maschseefest.
Rund 250 Schausteller bauen ihre Stände und Fahrgeschäfte auf dem Gelände an den Weser-Ems-Hallen am Europaplatz auf, zehn Tage lang, vom 2. bis zum 11. Oktober 2026, mit Riesenrad, Achterbahn, Geisterbahn und dem 80 Meter hohen Nordturm als weithin sichtbarem Wahrzeichen. Der Eintritt zum Gelände bleibt frei.
Über die zehn Festtage hinweg setzen drei große Feuerwerke die emotionalen Höhepunkte: die Eröffnung, der Laternenumzug und der große Abschluss. An den Imbissständen dominieren Bratwurst, Schmalzkuchen, gebrannte Mandeln und Lebkuchenherzen, dazu Bier, Glühwein und Punsch.
Am Samstag, dem 03.10.2026, zieht der traditionelle Festumzug mit Festwagen, Musikkapellen und Gruppen aus der Stadt und der Region durch die Innenstadt zum Festgelände. Kinder, Vereine und Blaskapellen reihen sich ein. Das eigentliche Festtreiben beginnt danach auf dem gesamten Areal.
Das übrige Wochenende in Niedersachsen
In Braunschweig verwandelt die Herbstmesse den Schützenplatz noch bis zum 11. Oktober in ein 40.000 Quadratmeter großes Vergnügungsareal. Riesenrad, Achterbahn und Free-Fall-Turm stehen dort neben Imbissständen für Schmalzkuchen und gebrannte Mandeln, im zweitgrößten Volksfest der Region nach der Frühjahrsmesse im Frühling und einem festen Programmpunkt im Kalender der Löwenstadt. Burgdorf bei Hannover feiert die 53. Auflage seines Stadtfests Oktobermarkt: fünf Bühnen mit Musik, Theater und Comedy in der Altstadt, ein Großflohmarkt rund um die Schmiedestraße und der 14. Burgdorfer Spargel-Lauf, beide am Sonntag.
Goslars mittelalterliche Altstadt, ein UNESCO-Welterbe und einst eine der bedeutendsten Reichsstädte des deutschen Bergbaus, wird zum Kaisermarkt ANNO 1290. Schauhandwerker, Musikgruppen und Feuershows bespielen Marktplatz, Schuhhof und Marktkirche, verstärkt durch die Hanglage und die engen Gassen der Altstadt, mit verkaufsoffenem Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg südlich von Hamburg dreht sich vier Tage lang ein historischer Jahrmarkt. Handbetriebene Konzertorgeln, alte Karussells, Wahrsager und Puppentheater stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Göttingen eröffnete bereits am 2. Oktober seinen 1992 gegründeten Literaturherbst, in seiner 35. Ausgabe. Das Festival zählt zu den fünf größten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum, mit Lesungen, Gesprächen und musikalisch-literarischen Performances bis zum 11. Oktober. In Cuxhaven verwandelt sich der Kurpark in Döse zum dritten Mal unter herbstlich gefärbten Kastanienbäumen in eine Bier- und Gourmetlandschaft, mit nationalen, internationalen und lokalen Brauereien sowie abendlicher Livemusik auf der Open-Air-Bühne.