Veranstaltungen in Bayern am Wochenende 7. und 8. November 2026, von Landshut und Augsburg bis Lindau und Schwabach. In Inchenhofen zieht am Sonntag der älteste Leonhardiritt Bayerns mit rund 200 Pferden dreimal um den Markt.
Um halb zehn beginnt in der Wallfahrtskirche St. Leonhard das Pontifikalamt. Am Sonntag, 8. November 2026, eröffnet es den Festtag des Leonhardiritts. In Inchenhofen zieht am Sonntag der älteste Leonhardiritt Bayerns mit rund 200 Pferden dreimal um den Markt.
Der älteste Leonhardiritt Bayerns
Der Leonhardiritt Inchenhofen geht auf das Jahr 1459 zurück, als der Fürstenfelder Zisterzienserabt Paul Herzmann ihn einführte. Inchenhofen im Landkreis Aichach-Friedberg war im Spätmittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort zum heiligen Leonhard, dem Schutzpatron der Bauern und des Viehs.
Das Programm folgt einem festen Ablauf. Nach dem Pontifikalamt um 9:30 Uhr setzt sich am frühen Nachmittag der Ritt in Bewegung, und rund 200 festlich geschmückte Pferde, mehrere Musikkapellen und Trachtengruppen aus dem Wittelsbacher Land umrunden den Marktplatz dreimal.
Die Pferdesegnung spendet der Festzelebrant vor der Wallfahrtskirche. Rund um den Ritt steht ein traditioneller Markt mit Buden, Schaustellern, Bratwurstständen und regionalen Spezialitäten.
Historische Festwagen stellen Szenen aus dem Leben des heiligen Leonhard und aus der bäuerlichen Tradition als lebende Bilder nach, und Festandacht und Kirchenführung schließen das offizielle Programm ab.
Die spätgotische Hallenkirche, zwischen 1450 und 1457 fertiggestellt, ist der Mittelpunkt einer Wallfahrt, die seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert ist. Votivtafeln, eiserne Ketten und Opfergaben erinnern darin bis heute an sie. Das Leonhardifest ist neben der Pfingstwallfahrt das zweite große Fest der Bruderschaft des heiligen Leonhard.
Der Eintritt ist frei, Foto- und Filmaufnahmen sind aus respektvollem Abstand erlaubt, eine Kollekte für den Erhalt der Wallfahrtskirche und der Tradition ist willkommen.
Spiele, Bücher, Konzerte und Märkte
Die SPIELWIESN verteilt am Samstag und Sonntag rund 2.200 Spielstationen auf 14.500 Quadratmeter der Messe Augsburg, dazu steht eine Bibliothek mit mehr als 3.000 Titeln zum Ausprobieren bereit, eine Pen-&-Paper-Arena und ein Flohmarkt mit gebrauchten Spielen kommen hinzu. 2025 zählte sie 16.500 Besucher. Dieselbe Messe gehört am Samstag, 7.11.26, von 10 bis 17 Uhr der AugsBuch: Über 100 Autoren, Verlage und Dienstleister stellen aus, in drei Sälen laufen mehr als 40 Lesungen.
Am 07.11.2026 führt in Landshut die Nacht der Blauen Wunder mit einem einzigen Bändchen durch rund 30 Wirtshäuser zwischen Hauptstraße und Burg Trausnitz. Rock, Jazz, Pop, Blues und Singer-Songwriter spielen live, jedes Konzert beginnt zur halben Stunde und dauert dreißig Minuten.
Die Ingolstädter Jazztage, 1984 gegründet, eröffnen am Samstag ihre Festivalwoche bis zum 14. November und werden seit 2024 vom Schlagzeuger Wolfgang Haffner künstlerisch geleitet. In Schwabach beginnt am selben Tag die LesArt, die seit 1997 jeden November und bis zum 15. November Gegenwartsliteratur nach Franken holt und 2026 ihr 30. Jubiläum feiert.
Auf der Lindauer Insel läuft der Lindauer Jahrmarkt mit rund 140 Kaufleuten und 60 Schaustellern, dazu kommen Autoscooter und Fahrgeschäfte, das Riesenrad blickt auf den bayerischen Löwen und den Leuchtturm. Am Sonntag, 8. November, ist von 12 bis 17 Uhr verkaufsoffener Sonntag.
Sonntag vor Martini: In der Rhön feiert Oberelsbach dann seine Kirchweih mit Jahr- und Taubenmarkt. Marktstände bieten Waren aller Art, der Taubenmarkt erinnert an den alten Vieh- und Geflügelhandel. Das Marktrecht verlieh dem Ort 1726 der Würzburger Fürstbischof Christoph Franz von Hutten.
Der Martinimarkt Roßtal breitet sich an beiden Tagen von 10 bis 19 Uhr über Marktplatz, Schulstraße, Rathausgasse und die Spitzweedscheune aus, ein Gewerbemarkt bei der Grundschule zeigt das örtliche Handwerk, am Sonntag verteilt der Pulzermärtl Süßigkeiten an die Kinder. In Pappenheim stehen die Buden des Pelzmärtelmarkts in den Gassen unterhalb der Burg, sein Name geht auf den Pelzmärtel zurück, eine fränkische Figur, die mit dem heiligen Nikolaus verwandt ist.
In Inchenhofen ist am Rittsonntag der Marktkern gesperrt, Parkplätze sind am Ortsrand ausgeschildert.