Internationales Jazzfestival mit weiblicher Handschrift
Als Ulf Herden und Janis Kapetsis 2006 das Festival Women in Jazz in Halle gründeten, war die Frage nicht akademisch: Warum spielen auf den grossen Jazzbühnen so wenig Frauen? Das Festival sollte „der internationalen Szene weiblicher Künstlerinnen im Jazz eine einzigartige Plattform in der Kulturstadt Halle bieten“. Das Eröffnungskonzert am 2. Februar 2006 mit der japanischen Pianistin Hiromi Uehara setzte den Ton — international, anspruchsvoll, ohne Pose. 20 Jahre später ist Women in Jazz eines der profiliertesten Jazzfestivals Deutschlands geworden.
Die Programmierung verbindet weltbekannte Namen mit Entdeckungen. Hiromi Uehara, Esperanza Spalding, Tigran Hamasyan, Cécile McLorin Salvant, Dee Dee Bridgewater — fast alle wichtigen Stimmen der zeitgenössischen Jazz-Szene haben in Halle gespielt. Parallel läuft jedes Jahr der Next Generation Women in Jazz-Wettbewerb, in dem Nachwuchsmusikerinnen aus ganz Europa eingeladen sind. Der Jazzpreis der Stadt Halle wird im Rahmen des Festivals vergeben.
Women in Jazz nutzt Halle als ganzes: Eröffnungs- und Abschlusskonzerte finden im Opernhaus statt, grosse Solokonzerte in der Georg-Friedrich-Händel-Halle, kammermusikalische Programme in der Pauluskirche und der Georgenkirche, der SWH-Saalejazz öffnet auf der Peißnitzinsel als Open-Air-Konzert kostenlos. Das Festival zieht durch die ganze Stadt — und es lockt Publikum aus Berlin, Leipzig und Magdeburg an.
Halle (Saale) ist die grösste Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt und seit Jahrhunderten ein Musikzentrum — Georg Friedrich Händel wurde hier geboren, die Universität trägt seinen Namen. Women in Jazz fügt sich in diese Tradition ein und gibt ihr eine zeitgenössische, internationale und feministische Dimension. Schirmherr ist Staatsminister Rainer Robra; das Festival wird vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle gefördert.
2026 feiert Women in Jazz seine 21. Ausgabe — und damit das fünfjährige Folgekapitel nach dem 20. Jubiläum. Festivalleiter Ulf Herden und Janis Kapetsis stellen die Frage: „Wer bestimmt die Zukunft des Jazz?“ Das Programm besetzt diese Frage mit fünf international gefeierten Künstlerinnen, einem hochkarätigen Nachwuchswettbewerb und einem kostenfreien Open Air auf der Peißnitzinsel. Hauptzeitraum: 2. bis 9. Mai 2026, mit einem zusätzlichen Konzert am 8. Juni 2026.
Vollständige Programmauflistung und alle Spielzeiten auf womeninjazz.de.
Halle (Saale) ist ICE-Halt (45 Minuten Leipzig, 1h Berlin). Die Spielstätten liegen alle in der Innenstadt und sind fussläufig oder per Tram (Linien 2, 4, 5, 7) erreichbar. Die Peißnitzinsel ist über die Peißnitzbrücke zu Fuss oder per Tram (Haltestelle Burg Giebichenstein) erreichbar.
Vorverkauf läuft über die Festival-Webseite und die jeweiligen Spielstätten (Oper Halle, Händel-Halle). Studierende erhalten Ermässigungen (z.B. 16 € für das Angélique-Kidjo-Konzert in Kategorie 3). Das Open-Air-Konzert auf der Peißnitz ist traditionell kostenlos.
Halle bietet viele Restaurants und Cafés in der Altstadt rund um Marktplatz, Hallmarkt und Kleine Ulrichstrasse. Hotels sind in dieser Saison meist gut gebucht — frühzeitige Reservierung empfohlen.
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Oper Halle, Georg-Friedrich-Händel-Halle, Pauluskirche, Georgenkirche, Peißnitzinsel
Universitätsring 24, 06108 Halle (Saale)