95 Stände, finnisches Dorf und der Rote Turm als Kulisse
Wer in Halle (Saale) auf dem Marktplatz steht, sieht eines der dichtesten architektonischen Ensembles in Sachsen-Anhalt: die Marktkirche St. Marien mit ihren vier Türmen (in denen es nach der Sage einen geheimen Aufzug gegeben haben soll), den Roten Turm, das Händel-Denkmal in der Mitte, dazu die historische Ratswaage. An einem normalen Wochentag ist der Marktplatz Verkehrsknoten und Treffpunkt — vier Wochen im Jahr aber ist er Weihnachtsmarkt.
Der Hallesche Weihnachtsmarkt zählt mit 95 Ständen zu den größten in Sachsen-Anhalt. Eröffnet wird jedes Jahr am letzten Dienstag im November, geöffnet ist bis zum 23. Dezember. Trägerin ist die Stadt Halle, die das Marktrecht eng mit dem Erbe der Salzgewinnung verknüpft — Halloren-Schokoladenstände, Salzsiederei-Vorführungen und Bezüge zur Saline machen das deutlich.
Was den Markt von anderen mitteldeutschen Weihnachtsmärkten unterscheidet, ist die Finnland-Komponente. Halle und das nordfinnische Oulu sind seit 2017 Partnerstädte; aus dieser Verbindung ist das 'Arctic Village' entstanden, ein finnisches Dorf mitten auf dem Marktplatz. Im Zentrum: ein sieben Meter hohes Lappenzelt (Kota). Drumherum: Stände mit am offenen Feuer gegrilltem Flammlachs, mit Glögi (finnischem Glühwein aus Preiselbeeren), Zimtlikör, Lakritz und Rentier-Spezialitäten. Mit 2.600 Kilometern hat das finnische Team die weiteste Anreise aller Marktbeschicker. Höhepunkt ist das jährliche Finnische Fest am Nikolaustag (6. Dezember).
Über die vier Wochen verteilt bietet die Stadt ein dichtes Bühnenprogramm: Puppenspieler, Konzerte regionaler Chöre, Kinderchöre der hallischen Schulen, klassische Bläserensembles. Der Weihnachtsmann besucht den Markt täglich von 14 bis 16 Uhr und macht sich für Fotos und Wunschbriefe verfügbar.
Der Marktplatz ist nur einer von mehreren Weihnachtsorten in Halle. Der Wintermarkt am Hallmarkt mit Eisbahn, die Marktschorre als Spätsommer-Schorre, die Stände vor der Marktkirche — Halle gestaltet die Adventszeit mit System. Wer einen Tagesausflug plant, kombiniert den Markt mit dem Händel-Haus, dem Marienturm-Aufstieg (mit Blick über Halle) oder dem Roten Turm.
Die Stadt Halle setzt das bewährte Konzept fort: zentraler Marktplatz vor der Marktkirche und dem Roten Turm, 95 Stände mit kulinarischen Spezialitäten, Kunsthandwerk und Weihnachtsartikeln. Das finnische Dorf der Partnerstadt Oulu kehrt zurück und ist mit Lappenzelt, Flammlachsfeuer und Glögibar fester Mittelpunkt.
Das Bühnenprogramm verteilt sich auf die kleine Marktbühne und Auftritte vor der Marktkirche. Tagsüber prägen Kinderchöre der hallischen Schulen das Bild, abends übernehmen Bläser- und Vokalensembles.
Aktuelles Programm: halle.de.
Halle (Saale) Hbf ist ICE-Knoten (Berlin 1:00 h, Leipzig 25 min, Frankfurt 3:00 h, München 3:30 h). Vom Bahnhof zum Markt: Straßenbahnlinie 5 (Haltestelle Marktplatz, 4 Minuten) oder 10 Minuten zu Fuß.
Sonntag–Donnerstag 10 — 21 Uhr, Freitag–Samstag 10 — 22 Uhr. Ausnahmen am Eröffnungstag und am Heiligabend. Eröffnung 2026: 24. November. Letzter Tag: 23. Dezember.
Eintritt frei.
Wochentage tagsüber (außer Freitag) sind ruhiger. Der Tower-Aufstieg am Marktkirchen-Turm bietet Blick über den ganzen Markt.
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Marktplatz Halle (Marktkirche & Roter Turm)
Marktplatz, 06108 Halle (Saale), 06108 Halle (Saale)