Solingens Kulturreihe zwischen Bühne und Boulevard — 29. Auflage zwischen Mai und November
Die Walder Theatertage sind in Solingen das, was in größeren Städten ein „Theater der Stadt" wäre — nur ohne festes Haus. Die Reihe verteilt sich von Mai bis November über mehrere Solinger Bühnen, Plätze und Säle und bringt jedes Jahr internationale Künstlerinnen und Künstler in den westfälischen Stadtteil Wald (zugleich Bezirk und Quartier). Träger ist der gemeinnützige Verein Walder Theatertage e.V., der das Programm seit Ende der 1990er Jahre kontinuierlich kuratiert.
Die Saison beginnt regelmäßig mit der StartRampe — einer Plattform für junge Bühnenkünstler, die hier vor einem konzentrierten Publikum erste Programme zeigen. Das Helga-Leister-Haus in Solingen-Wald ist Heimat dieses Formats. Es ist ein bewusst niederschwelliger Einstieg in die Saison, der dem Programm seinen eigenständigen Charakter gibt: Etablierte Bühnen-Profis und Newcomer treten gleichberechtigt im Spielplan auf.
Höhepunkt der Reihe ist traditionell das Internationale Straßentheater-Festival im Juni. Das Walder Zentrum verwandelt sich an einem Wochenende in eine offene Bühne: Akrobatik, Tanztheater, Performance, Musik, Mitmach-Stationen für Kinder. Die parallele Kunst- und Kulinarik-Meile entlang der Stresemannstraße bringt regionale und französische Künstler in Werkstätten und Ateliers; das macht Wald zu einem der lebendigsten Solinger Stadtteile dieses Wochenendes.
Solingen ist eine polyzentrische Stadt im Bergischen Land (Bundesland Nordrhein-Westfalen, kreisfreie Stadt) — sie besteht aus mehreren historisch eigenständigen Städten, die 1929 zur Klingenstadt fusioniert wurden. Wald gehört dazu, ebenso Gräfrath mit seinem Lichtturm, einem ehemaligen Wasserturm, der heute Veranstaltungsort ist. Die Walder Theatertage spielen genau diese polyzentrische Struktur aus: Sie nehmen mehrere Stadtteile in ihren Spielplan auf und vernetzen die einzelnen Bürgerschaften kulturell.
Im November endet die Saison mit der Verleihung des Solinger Theater- und Kabarettpreises — eine inzwischen renommierte Auszeichnung der freien Szene, die jährlich an einen Bühnen-Beitrag mit besonderer Resonanz vergeben wird. Damit schließt sich die Klammer von der StartRampe junger Künstler im Mai bis zur Anerkennung etablierter Bühnenarbeit im Spätherbst.
Saisonauftakt am 28. Mai mit der StartRampe 2.0 im Helga-Leister-Haus, Solingen-Wald. Im Juni folgen mehrere Höhepunkte: Stefan Waghubinger mit „Versunkene Sätze" (6. Juni, Lichtturm Gräfrath), der spanische Künstler Txema Muñoz mit „GOTA" (17. Juni, Walder Stadtsaal), das Internationale Straßentheater-Festival am 19. und 20. Juni im Walder Zentrum sowie die Theatergala 2026 am 20. Juni.
Im Herbst gehen die Theatertage mit der französischen Compagnie Vilcanota („De loin si près", 26. September) und dem Quartett um den Cellisten Matthieu Saglio („Voices", 13. November) weiter. Saisonabschluss bildet die Verleihung des Theater- und Kabarettpreises am 21. November.
Detailliertes Programm und Tickets über walder-theatertage.de und das Programmheft 2026.
S-Bahn S7 (Solingen-Wuppertal-Remscheid) oder Bus zum Stadtteil Wald. Lichtturm Gräfrath über S7 erreichbar. Mit dem Auto über A46.
Tickets je nach Produktion (Schauspiel, Tanz, Konzert). Straßentheater-Festival in Wald: Eintritt frei.
Walder Stadtsaal, Helga-Leister-Haus, Lichtturm Gräfrath, Stresemannstraße (Open Air), wechselnde Orte.
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Walder Stadtsaal, Lichtturm Gräfrath, Helga-Leister-Haus u.a.
Solingen-Wald, 42719 Solingen