Buddhistisches Hochfest im ältesten buddhistischen Haus Europas, jährlich am Vesakh-Vollmondtag in Frohnau
Am Edelhofdamm 54 in Berlin-Frohnau, am nördlichen Rand der Stadt im Bezirk Reinickendorf, liegt Das Buddhistische Haus. 1924 vom Berliner Arzt und Buddhismus-Pionier Paul Dahlke als Wohn- und Studienort errichtet, gilt es als ältestes buddhistisches Haus Europas. Seit 1957 wird die Anlage von der Deutschen Dharmaduta Gesellschaft (gegründet von Asoka Weeraratna) als Theravada-Vihara geführt; aktuell leben hier singhalesische Mönche der Tradition der Forest Hermitage, Sri Kalyana Yogashrama Sangha. Das Anwesen mit Tempelhalle, Pagode und Garten steht unter Denkmalschutz.
Vesakh (Pali: Vesak; Sanskrit: Vaishakha) wird im Theravada-Buddhismus am Vollmondtag des Mai-Monats begangen und gilt als die wichtigste Feier des Jahres. Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an drei zentrale Ereignisse, die der Tradition zufolge alle am Vesakh-Vollmondtag stattgefunden haben: die Geburt Siddhartha Gautamas, sein Erwachen unter dem Bodhibaum (Erleuchtung) und sein vollkommenes Verlöschen (Parinibbana). Das Datum wechselt mit dem Mondkalender; 2026 fällt der Vesakh-Vollmondtag auf den 31. Mai.
Die Feier im Buddhistischen Haus folgt einem festen Rhythmus: Frühmorgens beginnt der Tag mit gemeinsamer Meditation und Puja in der Tempelhalle. Im Tagesverlauf gibt es Vorträge in Pali, Singhalesisch, Deutsch und Englisch – meist von einem der ansässigen Mönche und gelegentlich Gastlehrer*innen aus Sri Lanka. Mittagsdana (gemeinsames Essen) und Gespräche im Garten gehören zum Format. Bei Einbruch der Dämmerung folgt eine besondere Stimmung: Hunderte kleiner Lichter werden um die Pagode und im Park entzündet. Die Feier endet meist mit einer Abendmeditation gegen 18:00 Uhr.
Vesakh im Buddhistischen Haus ist ausdrücklich auch für Nicht-Buddhist*innen offen. Es wird kein Eintritt erhoben; eine Dana-Box steht für freiwillige Beiträge bereit. Wer den ganzen Tag bleibt, wird zum Mittagsmahl eingeladen. Ein angemessenes, dezentes Erscheinungsbild und Schweigen während der Puja sind erwünscht. Frohnau selbst ist eine der grünsten Berliner Wohngegenden – mit Vorgärten, Villen aus den 1910er Jahren und dem nahen Tegeler Forst.
Vesakh 2026 in Frohnau folgt der seit Jahrzehnten gepflegten Theravada-Tradition. Die Feier beginnt am frühen Morgen mit einer Puja und gemeinsamer Meditation in der Tempelhalle. Im Tagesverlauf wechseln sich Vorträge der ansässigen Mönche mit Schweigephasen, Mittagsdana und Garten-Gesprächen ab.
Am Spätnachmittag treffen sich Teilnehmende zur Lichtzeremonie: Hunderte kleiner Öl- und Wachslichter werden um die Pagode und entlang der Gartenwege entzündet. Die Schlussmeditation gegen 18:00 Uhr schließt den Tag ab. Wer nicht den ganzen Tag teilnehmen kann, ist eingeladen, einzelne Programmpunkte zu besuchen.
Programmänderungen vorbehalten. Aktualisierungen unter das-buddhistische-haus.de.
Das Buddhistische Haus, Edelhofdamm 54, 13465 Berlin (Bezirk Reinickendorf, Ortsteil Frohnau). S-Bahn S1 bis Frohnau, von dort 10 Minuten Fußweg über den Edelhofdamm. Parkplätze in den Wohnstraßen verfügbar.
Eintritt frei. Dana (freiwillige Spende) willkommen. Mittagsmahl wird gegen Spende angeboten.
Schuhe vor Betreten der Tempelhalle ausziehen. Während Puja und Meditation Stille bewahren. Fotografieren in der Tempelhalle nur mit Genehmigung. Programm und aktuelle Hinweise unter das-buddhistische-haus.de.
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Das Buddhistische Haus Berlin-Frohnau
Edelhofdamm 54, 13465 Berlin