Bundesweiter UNESCO-Welterbetag am Dom und der Michaeliskirche unter dem Motto Gemeinsam für Frieden und Verständigung
Hildesheim gehört zu den wenigen deutschen Städten mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten innerhalb der Stadtgrenzen : dem Mariendom (St. Mariä Himmelfahrt) und der St. Michaeliskirche. Beide wurden 1985 in die Welterbeliste aufgenommen und stehen für die herausragende Bedeutung der vorromanischen und ottonischen Sakralarchitektur in Deutschland. Der Welterbetag würdigt diese internationale Bedeutung und macht die Welterbestätten für ein breites Publikum erlebbar.
Der Mariendom ist eine der bedeutendsten Domkirchen Deutschlands. Sein Kern reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde er in der Nachkriegszeit aufwendig wieder aufgebaut. Berühmt ist er für die romanische Bernwardstür, die Christussäule und den 1 000-jährigen Rosenstock am Außenhof. Die mittelalterlichen Kunstschätze des Doms werden im Dommuseum gezeigt.
Die St. Michaeliskirche, ebenfalls ein UNESCO-Welterbe, gilt als eines der wichtigsten Beispiele ottonischer Sakralarchitektur. Erbaut Anfang des 11. Jahrhunderts unter Bischof Bernward, verkörpert sie die theologische und architektonische Symbolik des frühmittelalterlichen Reichsdenkens. Die berühmte hölzerne Decke (Michaelisdecke) gehört zu den größten erhaltenen mittelalterlichen Holzdecken Europas.
Der UNESCO-Welterbetag 2026 steht unter dem Motto Gemeinsam für Frieden und Verständigung. Dieses Motto spiegelt das ursprüngliche Anliegen der UNESCO wider, durch Bildung, Wissenschaft und Kultur zu Frieden und internationaler Verständigung beizutragen. Welterbestätten als Orte gemeinsamer Menschheitsgeschichte und Kulturgeschichte sind dafür ideale Anker.
An beiden Welterbestätten finden über den Tag verteilt Führungen, Konzerte und Mitmachaktionen statt. Spezialführungen zu Architektur, Kunstschätzen und Geschichte vermitteln Hintergrundwissen, das im normalen Besuch oft nicht erschlossen wird. Konzerte – in der Regel mit sakraler Musik, oft mit Bezug zur Welterbe-Architektur – nutzen die akustische Qualität der Räume. Mitmachaktionen für Kinder und Familien machen den Tag auch für Jüngste zu einem Erlebnis.
An diesem besonderen Tag sind die Welterbestätten – inklusive Sonderführungen und Konzerte – kostenfrei zugänglich. Diese Geste ist Teil des bundesweiten Welterbetag-Konzepts und soll den Zugang zu den Welterbestätten so niedrig wie möglich halten.
Der UNESCO-Welterbetag wird seit 2005 bundesweit am ersten Sonntag im Juni begangen und ist eine Initiative der UNESCO-Welterbestätten Deutschland. In über 40 Welterbestätten in Deutschland finden parallel Programme statt – Hildesheim ist eine der traditionellen Welterbestädte, die den Tag mit besonderem Engagement begeht.
Wie in den Vorjahren wird der Welterbetag mit einem dichten Programm an beiden Welterbestätten begangen. Spezialführungen vermitteln Hintergrundwissen zu Architektur, Kunstgeschichte und Theologie, die über den normalen Besuch hinausgehen.
Das genaue Detailprogramm wird im Frühjahr 2026 auf hildesheim-tourismus.de/welterbetag veröffentlicht. Bei einigen Sonderführungen ist eine Anmeldung empfehlenswert.
Das genaue Programm 2026 wird vom Veranstalter im Frühjahr publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre :
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