Einziges Deutsch-Türkisches Tulpenfest Deutschlands — Immaterielles Kulturerbe des Saarlandes
Zwei Nachbarn, eine Entdeckung, eine Idee: 2013 stellten Klaus Friedrich und Nurettin Tan in Homburg fest, dass die Tulpe — Symbol der Niederlande und Lieblingsblume vieler Deutscher — ursprünglich aus dem Osmanischen Reich stammt. Aus dieser Begegnung wurde das Deutsch-Türkische Tulpenfest, inspiriert von der berühmten Tulpenzeit (Lale Devri) unter Sultan Ahmed III. (1718–1730). Heute ist das Fest einzigartig in Deutschland und seit 2025 als immaterielles Kulturerbe des Saarlandes registriert — neben dem saarländischen Schwenker und wenigen anderen Traditionen.
Schauplatz ist der Homburger Stadtpark im Saarpfalz-Kreis. Auf grünen Wiesen und unter alten Bäumen verteilen sich die Stände der teilnehmenden Vereine, Familien und Initiativen — 2026 ein neuer Rekord von 18 Ständen. Die Tulpenbeete des Parks sind im April in voller Blüte und bieten das passende natürliche Bühnenbild.
Die kulinarische Achse ist symbolisch: Auf einer Seite Baklava, Gözleme, Lahmacun, türkischer Tee und Mokka — auf der anderen saarländische Bohnensuppe, Schwenker, Dibbelabbes, Lyoner. Dazwischen bulgarisches Osterbrot, kurdische Süßspeisen, syrische Spezialitäten — das Fest hat sich über die Jahre zu einem allgemeinen interkulturellen Treffpunkt erweitert.
Auf der Bühne wechseln sich türkische Volkstanzgruppen, saarländische Chöre, moderne Bands, Saz-Solisten und Kinderchöre ab. Das Programm ist vielfältig, der Eintritt frei. Höhepunkte sind erfahrungsgemäß die gemeinsamen Tanz-Mitmach-Aktionen, an denen Generationen und Kulturen sich mischen.
Die Eröffnung erfolgt um 13 Uhr und ist diplomatisch von Gewicht: Oberbürgermeister Michael Forster, die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und der türkische Generalkonsul Mehmet Akif Inam begrüßen die Gäste. Diese Konstellation aus kommunaler, Landes- und konsularischer Ebene spiegelt die kulturpolitische Bedeutung des Festes.
Homburg ist Universitätsstadt mit einem der wichtigsten medizinischen Standorte Deutschlands (Universitätsklinikum des Saarlandes) und Bezirkshauptstadt im Saarpfalz-Kreis. Mit seiner deutsch-pfälzisch-saarländischen Mischung, der Schlossbergruine und den Schlossberghöhlen — den größten Buntsandsteinhöhlen Europas — bietet das Stadtgebiet weitere Ausflugsziele für den Festtag.
Die zwölfte Ausgabe markiert das erste Tulpenfest seit der Eintragung ins saarländische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (2025). 18 teilnehmende Stände und Vereine — vier mehr als 2025 — bestätigen den wachsenden Charakter der Veranstaltung. Der Tag bleibt familienfreundlich und für alle Generationen gestaltet.
Eintritt frei. Speisen und Getränke an den Marktständen.
Homburg liegt etwa 40 km östlich von Saarbrücken im Saarpfalz-Kreis. Per Auto über die A6 (Abfahrt Homburg). Mit der Bahn: Bahnhof Homburg, ICE/RE-Verbindungen aus Saarbrücken, Mannheim und Frankfurt.
Kostenfreies Parken auf dem Gelände der Karlsbergbrauerei (L120 / Brunnenstraße), auf eigene Verantwortung. Von dort sind es 10 Gehminuten zum Stadtpark.
Frei.
11–19 Uhr. Offizielle Eröffnung 13 Uhr.
Schlossberghöhlen Homburg (größte Buntsandsteinhöhlen Europas) und Schlossberg-Ruine als Wanderziele nach dem Festbesuch. Universitätsklinikum, Saarland-Therme und Bostalsee als weitere Ziele im Saarpfalz-Kreis.
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Homburger Stadtpark
Homburger Stadtpark, 66424 Homburg