Vierwöchiges Musikfestival auf der Oberburg Giebichenstein in Halle (Saale)
Das Trotzburgfest ist die Antwort, die der Hallenser Veranstalter Michael Proschek im Sommer 2020 auf die Corona-Pandemie gefunden hat. Damals fragte das Stadtmuseum, ob er einige Konzerte organisieren könne — heraus kam ein vierwöchiges Musikfestival, das seitdem jeden Sommer auf der Oberburg Giebichenstein über der Saale stattfindet. Inzwischen ist es bei der 7. Ausgabe angekommen und längst eine Institution in der hallischen Konzertlandschaft.
Der Name ist Programm: Aus einer Trotzreaktion gegen die Pandemie geboren, hat sich das Festival einen Stil bewahrt, der bewusst gegen den Strich gebürstet ist. Keine Headliner-Plakate, keine Genre-Festlegung, keine Massenproduktion. Stattdessen kuratiert Proschek pro Edition rund 18 Konzerte, die quer durchs musikalische Universum führen — Indie und Deutschrock treffen Bluegrass und Reggae, Swing trifft Acapella-Jazz, Acoustic-Songwriter teilen sich den Spielplan mit finnischen Tango-Bands oder brasilianischen Folkloristinnen.
Die Oberburg Giebichenstein thront auf einem Porphyrfelsen am westlichen Saaleufer und ist eine der ältesten erhaltenen Burganlagen Mitteldeutschlands. Über 1000 Jahre Geschichte, von der Königspfalz Heinrichs IV. bis zur Bischofsresidenz, machen die Kulisse besonders. Das Konzertgelände im Burghof fasst nur einige Hundert Besucher — bewusst überschaubar, damit der Charakter des Festivals erhalten bleibt. Die Saale fließt 100 Meter tiefer, von der Burgmauer fällt der Blick auf Halle (Saale) und die Berge der Saale-Aue.
Das Trotzburgfest gehört zu den Festivals, die Halle als Kulturstadt prägen — gemeinsam mit den Händel-Festspielen, dem Laternenfest, der Werkleitz Biennale und dem Lichterfest. Im Bundesland Sachsen-Anhalt steht es für eine intime, hochkurierte Form von Festival, die mehr auf musikalische Vielfalt als auf Lautstärke setzt. Wer Halle und seine Burg lieben lernt, hat hier sein Sommerfestival gefunden.
Im Sommer 2026 läuft die 7. Auflage des Trotzburgfests vom 5. bis 28. Juni — vier Wochenenden lang, immer von Dienstag bis Sonntag, jeweils ab etwa 20 Uhr auf der Oberburg Giebichenstein über der Saale. 18 Konzerte stehen auf dem Plan, von der lokalen Studierendenband bis zur internationalen Folk-Größe. Ein Großteil der Tickets ist im Einzelverkauf erhältlich; das limitierte Saisonticket öffnet alle Abende.
Veranstalter Michael Proschek hat erneut eine breite Genre-Auswahl kuratiert: Dub & Reggae treffen Acapella-Jazz, finnischer Tango trifft brasilianische Folklore, Bluegrass trifft Deutschrock. Charakteristisch bleibt die intime Atmosphäre — nur einige Hundert Plätze pro Abend, Konzerte unter freiem Himmel mit Blick auf Halle (Saale).
Das vollständige Programm und alle Einzeltickets sind über trotzburgfest.de erhältlich.
Oberburg Giebichenstein, Seebener Straße 1, 06114 Halle (Saale). Mit der Straßenbahn-Linie 7 bis Haltestelle Burg Giebichenstein, von dort 5 Minuten Fußweg. Mit dem Auto: begrenzte Parkmöglichkeiten in der Umgebung.
Einzeltickets über scantickets.de, Saisonkarten in limitierter Stückzahl, telefonische Bestellung unter 0177 3107195 (täglich 10–20 Uhr).
Konzertbeginn meist 19:50 oder 20:00 Uhr unter freiem Himmel. Bei Regen Ausweich-Spielort innerhalb der Burganlage.
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Oberburg Giebichenstein
Seebener Straße 1, 06114 Halle (Saale)