Internationales Festival für Kunst und digitale Kultur – 39. Ausgabe 'By the Mango Belt & Tamarind Road' im silent green Kulturquartier
Die transmediale wurde 1988 als 'VideoFilmFest' im Rahmen der Berlinale gegründet und entwickelte sich rasch zu einem eigenständigen internationalen Festival für post-digitale Kunst und Kultur. Heute zählt sie zu den weltweit wichtigsten Foren, an denen Künstlerinnen, Forschende, Aktivistinnen und Theoretikerinnen über das Verhältnis von Technologie und Gesellschaft verhandeln.
Die 39. Ausgabe wird von Neema Githere und Juan Pablo García Sossa kuratiert und lädt zu einem doppelten Perspektivwechsel ein: geografisch (vom Globalen Norden weg) und theoretisch (von eurozentrischen Vorstellungen des Internets als 'World Wide Web' weg). 'Mango Belt' und 'Tamarind Road' werden zu metaphorischen Koordinaten, um andere Modelle von Vernetzung, Wissensaustausch und Technologie zu denken – aus afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen und diasporischen Perspektiven.
Das Programm 2026 ist nach einer maritimen Metapher strukturiert: 'High Tide' sind die großen, publikumsoffenen Formate – Performances, Konzerte, Vorträge, Gespräche im Hauptsaal des silent green. 'Low Tide' sind die intimeren, oft tagelang laufenden Erfahrungen – Filmprogramme, Sound-Art-Installationen, Workshops und rituelle Interventionen. Die Kuppelhalle wird von der großformatigen Installation '6,500 Alphabets Make a Map' des äthiopischen Künstlers Kidus Hailesilassie bespielt – ein Atlas, der auf 20 indigene afrikanische Wissenssysteme zurückgreift.
Hauptort ist seit Jahren das silent green Kulturquartier in der Gerichtstraße 35 (Berlin-Wedding, Bezirk Mitte) – ein ehemaliges Krematorium, das heute eines der einflussreichsten Kulturzentren der Stadt ist. Zweiter Ort 2026 ist das CANK in Neukölln. Gemeinsam mit dem zeitgleich stattfindenden CTM Festival (mit dem die transmediale traditionell kooperiert) bildet die Edition Anfang Februar das wichtigste Berliner Cluster für experimentelle Musik und digitale Kunst des Jahres.
Die Edition 2026 strukturiert sich nach der Metapher der Gezeiten: 'High Tide' bündelt Performances, Konzerte, Vorträge und Gespräche im großen Saal des silent green – Programmpunkte für ein breites Festivalpublikum. 'Low Tide' versammelt die intimeren, oft länger laufenden Erfahrungen: Filmscreenings, dauerhafte Sound-Art-Installationen, Workshops und rituelle Interventionen. In der Kuppelhalle ist die großformatige Installation '6,500 Alphabets Make a Map' des äthiopischen Künstlers Kidus Hailesilassie zu sehen – ein begehbarer Atlas, der auf 20 indigene afrikanische Wissenssysteme zurückgreift.
Ein Höhepunkt ist die Co-Präsentation mit dem CTM Festival am Freitag, 30. Januar, im silent green: 'Transhemispheric Resonances' bringt Nursalim Yadi Anugerah (Indonesien) und Vica Pacheco (Mexiko) auf zwei Bühnen zusammen, deren Auftritte sich klanglich verzahnen – eine Konversation zwischen Waldklangwelten und atembasierten Technologien.
Programm im Detail und Künstlerliste auf transmediale.de. Konferenzbeiträge mehrheitlich auf Englisch.
silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin (U-Bahn U6 Leopoldplatz oder S-Bahn Wedding). CANK in Neukölln (Adresse über das Programm). Innerstädtische Anreise mit dem ÖPNV empfohlen.
Tages- und Festivalpässe online auf transmediale.de. Einzelveranstaltungen mit eigenen Tickets, Workshops mit limitierter Teilnehmerzahl. Mehrere Veranstaltungen mit freiem Eintritt.
transmediale e.V., gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und den Hauptstadtkulturfonds. Kuratorinnen 2026: Neema Githere, Juan Pablo García Sossa.
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silent green Kulturquartier (Hauptort) + CANK (Neukölln)
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Berlin (11000)
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