Einmal im Jahr öffnen die Festungswerke der grössten erhaltenen Bundesfestung Deutschlands
Was viele Besucher in Ulm überrascht: Die Stadt zwischen Württemberg und Bayern war im 19. Jahrhundert die grösste Festung Deutschlands. Zwischen 1842 und 1859 errichtete der Deutsche Bund einen massiven Festungsgürtel rund um Ulm und Neu-Ulm — als Sperrriegel gegen Frankreich. Der Gürtel umfasst 40 Festungswerke, 24 Kilometer Mauerlinie und ist in seiner Substanz bis heute zu grossen Teilen erhalten geblieben. Eingebettet in Parks, Wälder und Wohngebiete bildet die Bundesfestung heute den vielleicht eindrucksvollsten militärarchitektonischen Komplex Deutschlands aus der vorindustriellen Zeit.
Die Ausgabe 2026 findet am Sonntag, 7. Juni 2026 statt — die 14. Auflage dieses besonderen Erlebnistags. Der Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. setzt 2026 den thematischen Schwerpunkt auf die Festungswerke des Ulmer Eselsbergs: die Forts, Geschützstellungen und Verteidigungslinien im Norden der Stadt, die heute teilweise von Wohnbebauung umrahmt, teilweise im Wald versteckt liegen. Daneben öffnet das Festungsmuseum im Fort Oberer Kuhberg mit seinen Sammlungen und Sonderausstellungen.
Geboten werden:
Das vollständige Programm mit Treffpunkten, Uhrzeiten der Führungen und Sonderaktionen wird vom Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. kurz vor dem Termin auf der Vereinshomepage veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Festungstouristik steht das Fort Oberer Kuhberg im Westen Ulms — ein vollständig erhaltenes Festungswerk aus den 1850er Jahren, das heute das Festungsmuseum beherbergt. Das Fort wurde während der NS-Zeit als Konzentrationslager Ulm-Kuhberg (1933–1935) genutzt; an diese düstere Geschichte erinnert eine eigene Gedenkstätte. Der Ort verbindet damit Militärarchitektur, deutsche Geschichte und politische Erinnerungskultur in einer Weise, die in dieser Verdichtung selten zu finden ist.
Die Faszination der Ulmer Festung liegt heute paradoxerweise in ihrer Stille und Natur: Was einst Bollwerk gegen militärische Bedrohung war, ist heute ein grüner Ring um die Stadt mit Glacis-Wiesen, Festungspark und Spazierwegen. Spaziergänger und Radfahrer erleben die Festungsmauern als Kulisse für Sport, Picknick und Naturbeobachtung — ein historisch-landschaftliches Ensemble, das die Ulmer:innen mit grosser Sorgfalt erhalten und pflegen.
Die 14. Auflage dieses Festungstags konzentriert sich 2026 auf die Festungswerke des Eselsbergs — den nordwestlichen Höhenrücken Ulms, der von einer Reihe von Forts und Geschützstellungen durchzogen ist. Diese Werke gehören zur äusseren Festungslinie und sind in ihrer militärarchitektonischen Substanz weitgehend erhalten geblieben. Sie sind ausserhalb des Tags der Festung in der Regel nicht zugänglich — der 7. Juni 2026 ist deshalb eine der wenigen Gelegenheiten, sie zu betreten.
Parallel öffnet das Festungsmuseum im Fort Oberer Kuhberg mit ständiger Sammlung und Sonderausstellungen. Der Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. bietet das ganze Spektrum geführter Touren — von kurzen Einführungen für Einsteiger bis zu vertiefenden Führungen für Festungsenthusiasten.
Das vollständige Tagesprogramm 2026 (Uhrzeiten, Treffpunkte der Führungen, eventuelle Voranmeldungen) wird kurz vor dem Termin auf festung-ulm.de veröffentlicht. Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung mitbringen, da einige Werke im Wald oder auf unwegsamem Gelände liegen.
Eintritt zu den meisten Festungswerken: frei oder gegen Spende. Geführte Touren teils kostenfrei, teils gegen Spende für den Förderkreis. Voranmeldung für einzelne Sonderführungen empfohlen. Aktuelle Konditionen unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn auf festung-ulm.de.
Mit der Bahn: ICE-Hauptbahnhof Ulm, von dort mit Bus oder zu Fuss zu den Festungswerken (je nach Werk 10–30 Min.). Mit dem Auto: A8 (München–Stuttgart) Ausfahrt Ulm-West oder Ulm-Ost, Parkmöglichkeiten je nach Festungsbereich.
Der Eintritt zu den Festungswerken am Tag der Festung ist in der Regel frei, geführte Touren teils kostenfrei, teils gegen Spende. Aktuelle Konditionen siehe festung-ulm.de. Voranmeldung für einzelne Führungen empfohlen.
Festes Schuhwerk anziehen — die Festungsanlagen sind teilweise unwegsam, mit Treppen, Erdwällen und unbefestigten Pfaden. Wer das ganze Tagesprogramm nutzen will, plant 4–6 Stunden ein. Eine geführte Tour am Vormittag und eine Sonderführung am Nachmittag sind ein realistisches Tagesprogramm.
Hotels in Ulm und Neu-Ulm in zentraler Lage; insbesondere die Donau-Lage rund um Ulmer Münster und Fischerviertel bietet schöne Innenstadt-Hotels mit Festungs- und Münsterblick.
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Bundesfestung Ulm — Werke auf dem Eselsberg, Fort Oberer Kuhberg u.a.
Festungsmuseum Fort Oberer Kuhberg, 89073 Ulm